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Nachdem wir lange Zeit auf vier Rädern die USA und Kanada bereist haben, freuten wir uns dann wieder sehr auf unsere Spirit of Assy und die Fahrt nach Key West. Zumal Key West für uns ein ganz besonderer Ort mit vielen lieben Freunden ist, und an dem wir uns sehr wohl fühlen. Fünf Wochen blieben wir, dann lief leider unsere USA Aufenthaltsgenehmigung aus und wir machten uns auf den Weg nach Kuba. Von dieser größten Karibikinsel hatten wir viel gehört, vor allem über die Freundlichkeit der Menschen dort. Wir waren gespannt! Nach einer angenehmen Überfahrt wurden wir von freundlichen Beamten des Zolls, von Immigration, der Gesundheitsbehörde und einigen anderen Beamten - die wir nicht so genau zuordnen konnten - begrüßt. Aber sie waren freundlich und beim Ausfüllen des kommunistischen Papierkriegs sehr hilfsbreit. Der Satz: „Gib Kommunisten Papier und Bleistift und sie werden sich durch Papierkrieg selbst eliminieren“, scheint seine Berechtigung zu haben. Hemingway und wir Geburtstagsfeierwenn man erst einmal dem karibischen Ambiente und dem offenherzigen Charme der Kubaner verfallen ist. Wir waren begeistert vom Reiz des Morbiden und der Versuche, das Kulturerbe Havannas zu erhalten. Innenhof in HavannaNach 5 Monaten ging es dann weiter zu den Cayman Inseln, wo wir uns nur wenige Tage aufhielten, da Sunny, unser Hund, nicht an Land durfte. Die Cayman Islands sind wirklich eine Finanzdrehscheibe dieser Welt. Nirgends haben wir bisher mehr Banken pro qm gesehen. Mit einem geliehenen Motorroller flitzen wir durchs Zentrum von George Town und saßen in Bistros und Restaurants, ein schöner Ausgleich zum Bordleben.Super Fotos zum Runterladen Am 27. Mai 2005 erreichten wir Colon, die Stadt an der Atlantikseite Panamas. Die Hauptattraktion der 365 wunderschönen San-Blas Inseln ließen wir dieses Mal aus, da wir viele dieser Inseln, die Heimat der Cuna-Indianer, schon 1998 besuchten, als wir das erste Mal den Panama Kanal durch querten. Nach dem layd-back Klima der vergangen Monate, in denen man automatisch einen Gang zurück schaltet, mussten wir uns erst wieder an das hektische Menschengewirr, die immer latent mit schwingende Gewalt und Schnelllebigkeit der Stadt gewöhnen. Colon hat uns schon vor sieben Jahren nicht sonderlich gefallen. Die Stadt macht nicht nur einen morbiden Eindruck, sie ist es auch. Und selbst am Tage ist man nicht vor Überfällen sicher. Man sollte daher auch am Tage nicht außerhalb des Hafens herum laufen und alle Einkäufe mit einem Taxi erledigen, die sehr billig sind. Rudi, unseren Taxifahrer, den wir 1998 kennengelernt hatten, fuhr uns auch diesmal wieder. Wir blieben im Balboa Yacht-Club nur solange es dauerte, alle erforderlichen Formalitäten (Fahrterlaubnis, Vermessung des Bootes) für das Durchfahren des Panamakanals zu erledigen und einen Termin für die Passage zu bekommen. Die 4 Leinenhelfer waren schnell organisiert und so konnten wir am 3. Juni 2 005 mit unseren Freunden aus Ft. Lauderdale den Kanal durchqueren. Die Fahrt verlief problemlos und auf der Pazifikseite angekommen, fiel unser Anker vor der neuen, super modernen Flamenco Yacht-Club Marina. Welch ein Unterschied zu der Marina von vor 7 Jahren. Ein Multimillionen Dollar Projekt ist hier entstanden und bietet allen Seglern ein Luxussegelambiente, allerdings auch zu gepfefferten Preisen. Von hier aus segelten wir zu den 38 Seemeilen entfernten Las Perlas Inseln, wobei uns die Insel Contadora am besten gefallen hat.
Insgesamt blieben wir zwischen Panama Stadt und Contadora pendelnd neun Monate in Panama. Panama City wurde uns zu einer vertrauten Stadt und trotz der hohen Kriminalitätsrate wussten wir, wie und wo wir sicher waren. Wir lernten ein Südafrikanisches Paar von der S.Y. „Ingrid“ kennen, mit Melanie und Richard freundeten wir uns an . Die gleiche Wellenlänge sorgte für tolle Abende, viel Spaß und gemeinsame Unternehmungen. Gemeinsam segelten wir bis nach Neuseeland.Im April 2006 ging es dann weiter, wir wollten den großen Schlag machen und direkt nach Fatu Hiva, französisch Polynesien, segeln. Ein kleiner Stopp auf der Cocos Insel, um schnell noch den Schatz zu heben, sollte den langen Törn kurz unterbrechen. Auf Cocos Island angekommen, wurden wir von Rangern empfangen, die für das Ankern pro Nacht 180,-- US$ wollten und noch einmal 100,-- US$ pro Person und unser Sunny sollte keinesfalls von Bord dürfen. Das erschien uns unverschämt und so segelten wir nach ein paar Stunden weiter.
Der Hauptort Omoa im Südwesten wird von einer Felsspitze mit dem Profil eines „Moai“, den mystischen Skulpturen der Osterinsel, überragt. Die Tapa-Kunst, die Verarbeitung pflanzlicher Fasern zu Stoffen, wird auf Fatu Hiva ebenso gepflegt wie die Herstellung der „Umuhei“, aromatisch duftender Buketts zum Haarschmuck, denen man aphrodisische Eigenschaften zuschreibt, sowie die Herstellung von Sandelholzöl. Auch kulinarische Köstlichkeiten sind hier beheimatet, darunter die getrockneten Bananen und der „Popoi“ des „Uru“, der Frucht des Brotfruchtbaums. Es war ein Genuss, nach den 3 Wochen auf See, diese Köstlichkeiten zu probieren und diese geheimnisvolle Insel zu erforschen. Zum Einchecken mussten wir auf die nördlich gelegene Insel Hiva Oa, wo wir im Städtchen Atuona unseren Papierkram erledigten und auch die Genehmigung für unseren Sunny erhielten, so dass er ab sofort an Land durfte und damit auf den Inseln willkommen war. Danach liefen wir die Insel Ua Pou an, eine der dramatischsten der Marquesas mit fantastischen immens hohen Felsen, die bis in den Himmel hinauf zu ragen scheinen. Wir ankerten in der Bucht von Hakahetau auf der Westseite der Insel, von wo wir einen unglaublich grandiosen Blick auf die Felsformationen hatten. Nuku Hiva war als nächstes auf unserem Reiseplan mit Taiohae als Verwaltungssitz, überragt vom Mount Muake (864 Meter hoch) und geschützt durch eine Reede. Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten befinden sich im Osten des Dorfes: das „Paepae“ Piki Vehine oder Temehea, verziert mit mehreren großen Tiki-Figuren und die Kathedrale Notre-Dame der Marquesas, gebaut aus Steinen unterschiedlicher Farbe und Struktur der sechs Marquesas-Inseln. Im anderen Ortsteil steht eine Holzskulptur, die dem Schriftsteller und Abenteurer Herman Melville gewidmet wurde. Wir unternahmen einige Bergtouren und Ausflüge mit dem Geländewagen und das lohnte sich schon wegen des Panoramablicks von den Gipfeln. Die für uns außergewöhnlichste Exkursion führte uns in das Hakaui-Tal, das nur per Boot und weiter zu Fuß, zu erreichen ist. Es wird nach innen immer schmaler und bildet einen Canyon, der zu einem 350 Meter hohen Wasserfall führt. An diesem Ort fanden wir zahlreiche Relikte der Vergangenheit, „Paepae“ und Tiki, zu denen eine gepflasterte Allee führt. Ein geschützter Sandstrand ist an der Bucht von Hakatea zu finden, der uns einlud zum Relaxen und einem erfrischendem Bad. Weitere Touren führten uns zum Dorf Taipivai an der Südostküste, wo der Geist des Schriftstellers Herman Melvilles noch in den Überresten des von ihm bewohnten „Paepae“ umgehen soll. Nahe Hatiheu enthält die restaurierte Fundstätte von Hikikua riesige Steinplatten, einen großen „Tohua“, einen wichtigen Veranstaltungsort der Vergangenheit, sowie mehrere Tiki-Figuren in Menschengestalt. Wir können nicht verhehlen, dass wir dem Zauber der Südsee erlegen sind. Die herzliche, fröhliche und gastfreundliche Art der Menschen, die immer Zeit und Muße haben, haben uns beeindruckt und unvergessliche Erlebnisse und Eindrücke mit auf unseren weiteren Weg gegeben. Wir sind dankbar für diese unglaublich schöne Zeit voller aufregender Erlebnisse auf diesen paradiesischen Inseln! Unser Kurs führte uns weiter zu den Tuamotos.Der Archipel besteht aus 76 kleinen Inseln und unzähligen Korallenatollen, verstreut über mehrere hundert Meilen. Es gehört wie die Marquesas zu Französisch Polynesien und liegt zwischen den Marquesas und der Hauptinselgruppe Französisch Polynesiens zu der auch Tahiti gehört. Einige der Atolle haben Pässe, durch die man in die Atolle einfahren kann. Wegen der extremen Strömungen ist es oft ein wenig tricky und aufregend, durch diese Pässe zu fahren. Aber wer sich an die Gezeitentafeln hält und für die Einfahrt Hoch bzw. Niedrigwasser abpasst, wird keine Probleme haben. Die Höhe der Inseln und Atolle reicht von 6 bis 20 Meter und 20 Sorten von Pflanzen und Sträucher haben sich an die salzigen Böden und das trockene Klima gewöhnt und die Natur bietet Schutz für die Bewohner des Atolls.Kinder zu BesuchAuf Toau tauchten wir am Aussenriff mit unseren Freunden Toya und Steven, einem Diamantentaucher von Namibia. Wir ließen uns mit der Strömung aus dem Atoll ins offene Meer treiben. Am Eingang warteten 30-40 Grauhaie und White und Black Tips auf ihre Fischmalzeit, die wie wir auf sie zugetrieben wurde. Steven gab uns Zeichen, ruhig zu bleiben und so trieben wir unbehelligt durch das Heer der Haie. Wie Steve uns schon vorher sagte, stehen wir nicht auf deren Speiseplan, aber ein mulmiges Gefühl hatten wir schon. Es war ein regelrechter Adrenalin-Flash, als diese zwischen 2 bis 5 Metern langen Raubtiere fast zum Anfassen neugierig an uns vorbei schwammen und uns genauestens begutachten. Ein Erlebnis, das wir nie mehr vergessen werden.#In Papeete, die mit französischem Flair durchdrungenen Hauptstadt, besuchten wir die prachtvolle Gärten und Märkte mit ihrem großen Angebot an verschiedenen tropischen Früchten, bunten Blumen und artenreicher Handwerkskunst. Moorea, die Schwesterinsel Tahitis, war für uns ein weiterer echter Highlight. Beim Erschaffen dieser Insel hatte Gott wohl besonders gute Laune! Moorea ist eine geschichtsträchtige Insel voller Legenden. In der Überlieferung heißt es, Moorea sei die Rückenflosse des großen Fischs Tahiti gewesen. Es wird berichtet, dass der Gott Hiro sich den Berg Rotui zu Eigen machen wollte, den schönsten Ort der Insel. Dort rasten die Geister der Toten, bevor sie zu ihrem Endziel aufbrechen. Er wollte ihn eines Nachts heimlich stehlen, um ihn zu sich nach Raiatea mitzunehmen. Doch schlug ihn der Krieger Pai in die Flucht, indem er seine Lanze nach ihm schleuderte. Diese bohrte sich durch den anderen berühmten Berg der Insel, der seitdem Moua Puta "durchlöcherter Berg" heißt. Das Loch ist heute noch zu sehen. Meine Mutter besuchte uns und schwamm mit uns in der Opunohu Bucht mit Stachelrochen und kleinen Haien, die hier als Touristenattraktion aus der Hand gefüttert werden. Das Glück, auf diesem wunderschönen Fleckchen Erde verweilen zu dürfen, kam zu seinem Höhepunkt, als wir unsere Freunde Melanie und Richard aus Südafrika wieder trafen. Wir mussten weiter und segelten nach Huahine. Diese Polynesische Insel wirkt geheimnisvoll und rebellisch, es mangelt nicht an Adjektiven, um die ursprüngliche, reizvolle Natur dieser für ihre wilden Krieger und ihren Widerstand gegen Veränderungen bekannten Insel zu beschreiben.
Leider blieben uns nur wenige Tage, denn wir mussten Melanie und Richard helfen, die auf Raiatea Problem mit ihrer Einspritzpumpe hatten. Wir schleppten Sie an einen sicheren Ankerplatz und während sie auf Rückkehr der reparierten Pumpe aus Tahiti warteten, segelten wir zusammen auf unserer Assy nach Bora Bora. Ein erloschener Vulkan inmitten einer der schönsten Lagunen der Welt, das ist Bora Bora, die "Perle des Pazifiks", die Trauminsel schlechthin. Drei Berge bilden ihre stolze Silhouette, dessen höchster der 727 m hohe Otemanu ist, dicht gefolgt vom sagenumwobenen Pahia. Die schönsten und exotischsten Buchten Bora Bora's haben wir besucht und es war wirklich paradiesisch. Die großzügige Natur schenkt der Insel eine riesige Lagune mit glasklaren Wassers von unbeschreiblicher Schönheit, gesäumt von einer Kette kleiner, paradiesischer Inseln. Auf einem dieser Motus liegt der Flugplatz, auf anderen stehen Luxushotels. Eine Ausnahme bildet das Motu Toopua mit einem über 100 m hohen Hügel mit großen "klingenden Blöcken" darauf, genannt die "Glocken des Hiro". Nachdem unsere Freude leider zurück zu Ihrer S.Y. „Ingrid“ mussten, sind Jürgen und ich noch ein paar Tage auf Bora Bora geblieben und dann weiter Richtung Westen gesegelt. Auf der nächsten Insel Maupelia ist im ersten Weltkrieg der berühmte SEEADLER unter dem Kommando von Graf Luckner auf dem Riff gestrandet. Der Hilfskreuzer, oder besser gesagt Kaperfahrer, ging dabei verloren. Wir versuchten, durch den Pass in die Lagune zu fahren, aber die Strömung war einfach zu stark und nachdem wir stundenlang vor der Einfahrt hin und her getrieben waren, ohne eine Chance zu sehen, in die Lagune zu kommen, gaben wir auf und segelten weiter gen Westen. Nach einem sechs tägigen rauen Trip mit 5-6 m Wellen und Wind zwischen 25-35 Knoten Tagen erreichten wir Niue und machten an einer freien Boje fest, da der Ankergrund in über 30 Meter tiefe lag. Das Anlanden gestaltete sich spannend, den am Anleger war das Wasser so rau, dass die Dingis mit einem kleinen Kran jedesmal an Lang gehievt werden mussten. Zwei Tage bevor wir in Niue eintrafen, ist ein Segler bei 4-5 m Wellen auf einem Riff gestrandet, die Besatzung hatte unglaubliches Glück, dass sie überlebt hat und mit wenigen Schrammen davon ankommen ist, sie haben aber ihr Zuhause verloren - schlimme Sache! Die beiden (sie ist aus Kanada, er aus den Staaten) taten uns sehr leid. So etwas wollen wir uns gar nicht vorstellen. Mit Hilfe der anderen Segler konnten wir die wichtigsten Sachen bergen. Leider durfte Sunny mal wieder nicht an Land. Dies Quarantänebestimmungen sind wirklich mehr als unsinnig. Aber was sollten wir machen. Nachdem am 2. Tag ein Frachter kam und für 2 Tage den Anleger blockieren sollte, sodass auch wir nicht an Land gekonnt hätten, entschlossen wir uns weiter zu segeln. Drei Tage später erreichten wir das Königreich von Tonga. Tonga ist das einzige Land im Pazifik, das nie von Europäern kolonisiert worden ist. Immer noch regiert ein König über die vier Inselgruppen, der seinen Amtssitz in der Hauptstadt, Nukualofa, hat, aber in den USA lebt. Von den 30 Mitgliedern des Parlaments sind nur 9 von dem Volk gewählt, die anderen 21 sind vom König ernannt. Wir checken in der im Norden gelegenen Vava’u Gruppe ein, deren Labyrinth aus kleinen Inseln und Riffen eines der schönsten Segelreviere im Südpazifik darstellt. Es war schon Mitte November und die Zeit drängte immer mehr. Die ersten Cyclon Warnungen erreichten uns und so segelten wir nach Süden, an Tongas mittleren Inselgruppe Ha'apai entlang. Bei strammem Gegenwind von bis zu 30 Knoten riss uns erst das Groß und dann die Genua. Reparatur mit Bordmitteln zwecklos! Wir hatten ein Ersatzgroß, aber keine Genua mehr. Es blieben uns als Vorsegel unser Klüver und die Baumfock. Viel zu klein für leichte Winde. Wir hofften, in der Hauptstadt Nuku‘alofa einen Segelmacher finden, aber es sollte anders kommen. 14 Tagen zuvor hat es schon einen Militärputsch auf Fiji gegeben und dann erlebten wir life dieses Schrecken Szenario. In Tongatapus Hauptstadt wurde geschossen, Nachts sahen wir Brände und hörten Schüsse. Supermärkte und Hotels wurden ausgeraubt und in Brand gesetzt, Läden und Behörden waren geschlossen, einschließlich des Flughafens. Die Stromversorgung und das Telefonnetz brachen zusammen. Wir versuchten, die Niederlassung des Trans Ocean Clubs zu erreichen, aber es war keine Verbindung möglich. Von unserem Ankerplatz sahen wir nachts Brände und hörten, dass geschossen wurde. Einen Segelmacher zu finden gaben wir auf und hofften, wenigstens Proviant für unseren Trip nach NZ bekommen zu können. Über Funk sprachen wir mit einem Kreuzfahrtschiff und erfuhren, dass es die Stadt verlassen hat, weil keine Passagiere an Land konnten, die Stadt war hermetisch abgeschlossen. Polizei und Militär ließen niemanden rein oder raus. Die Demonstrationen richteten sich gegen den neuen König. Ihm gehört hier alles. Das heißt alles Land (es kann nichts gekauft werden, nur gepachtet) die Elektrizitätswerke, die Telefongesellschaft, alle Transportgesellschaften zu Wasser und zu Land und auch sonst alles, was Geld bringt. Es ist ein System wie vor 1000 Jahren. Obwohl es nach ein paar Tagen wieder ruhiger in der Stadt wurde, erwies sich das Verproviantieren als schwierig, aber wir bekamen für die Überfahrt nach Neuseeland alle wichtigen Grundnahrungsmittel. Ende November und leider Gottes haben wir das perfekte Wetterfenster verpasst und die Fahrt nach NZ wurde eine der Unangenehmsten überhaupt. Bis zum Minerva Riff hatten wir so gut wie keinen Wind und mussten motoren. Winfried, der deutsche Wetterfrosch in Opua, Neuseeland kündigte einen Südweststurm an und meinte, es sei auch im Minerva Rief nicht mehr sicher. Also entschlossen wir uns anzunehmen, was kommen würde und segelten los. 4 Tage blies es mit bis zu 50 Knoten auf die Nase. Obwohl wir mächtig Fahrt machten, näherten wir uns Neuseeland nur 50 NM in diesen Tagen. Warum tun wir uns nur so etwas an? Danach drehte der Wind erst nach Westen und dann nach Südosten und dank Winfrieds perfekter Vorhersage erreichten wir noch rechtzeitig zu meinen Geburtstag Opua. Unser Anker fällt in der Bay of Island, eine wunderschöne große Insel-Bucht im Norden der Nordinsel von Neuseeland. Unser erster Eindruck von diesem „neuen Land“ ist super. Wir wurden freundlich und herzlich von den Offiziellen willkommen geheißen und das Erledigen der Formalitäten verlief problemlos! Die MAF Leute holten unseren Sunny und Shila ab, um sie nach Auckland zu transportieren, wo sie für einen Monat in Quarantäne mussten. Unsere Organisation Pro Pets Help wird heute weitergeführt von Warren und Pat Slater, einem engagierten Paar. Es gelang uns, das neuseeländische Fernsehen zu mobilisieren und durch landesweite Fernsehübertragungen der katastrophalen Zustände in Whangarei das Whangarei District Council zu einer Untersuchung der Zustände zu bewegen. Die mit keinem Tierschutzgesetz vereinbarenden Zustände wurden aufgedeckt und Änderungen eingeleitet. Solche Zustände in Afrika vorzufinden, hätte uns nicht verwundert. Für ein Land wie Neuseeland sind sie eine Schande, die leider nicht auf Whangarei beschränkt ist. Wenn Sie Tierfreund sind, sollten Sie besser bei Ihrem Neuseelandbesuch Ihre Augen fest schließen. Vielleicht berichten wir noch gesondert darüber. Im August 2008 ging es dann endlich weiter Richtung Australien, aber auch davon berichten wir in unserem nächsten Bericht. ![]() |