![]() ![]() Patagonia Conection II |
5. Juni 2000 es geht los. Wir sind bereit, in den stürmischen südlichen Winter vorzustoßen. Mindestens 4 Monate wollen wir uns für die unberührte Natur- und Tierwelt Patagoniens Zeit nehmen. Ausserdem sind wir gespannt, was uns die winterlichen roaring fourties und screaming fifties zu bieten haben.![]() Golfo Cocovado, auf dem Weg zu den Islas Tic TocAuf den ersten Meilen und entlang der Isla Chiloe besuchen wir, um Erinnerungen aufzufrischen, Ankerplätze, die wir schon im ersten Teil unseres Berichtes aufgeführt haben. Im Gegensatz zu unserer Sommertour von Puerto Montt zur Lagune San Rafael, auf der wir, wann immer es möglich war, abends die vorher gesammelten Muscheln oder Abalone gegrillt haben, ist es dafür jetzt, Anfang Juni, zu kalt. Die Temperaturen liegen tagsüber zwischen 50 und 100 und nachts um 00. Die Tage sind kurz, es wird morgens erst nach acht Uhr hell und um fünf Uhr abends ist es schon wieder dunkel. Um bei Helligkeit am neuen Ankerplatz zu sein, was sich empfiehlt, müssen wir manches Mal schon bei Dunkelheit aufbrechen. In der uns vertrauten Stadt Castro mit ihren schönen und pittoresken Häusern auf Pfählen, den Palafinos, erhalten wir unser neues Dingi und können unser altes verkaufen. Wir frischen unsere Vorräte auf und kaufen soviel wie möglich frisches Obst und Gemüse, denn es wird für die nächsten 3-4 Monate so gut wie nichts zu bekommen sein.![]() Einfahrt Islas Tic TocAuf dem Weg nach Anihue, wo wir die Familie Szydlowsky noch einmal besuchen wollen, machen wir noch mal einen Stop auf den wunderschönen und friedlichen Islas Tic Toc. Nach einem Tag Pause brechen wir morgens noch etwas verschlafen auf und laufen prompt auf einen deutlich in der Karte verzeichneten Felsen auf. Zum Glück gelingt es uns, rückwärts wieder herunterzurutschen. Man sollte eben nicht noch im Halbschlaf losfahren.Die Familie Szydlowsky finden wir in ihrem Haus am Rio Buta Palena. Dieser zweit grösste Fluss Chiles trennt die Halbinsel Los Leones mit dem Örtchen Raul Marin de Balmaceda von den 14 000 Ha Land der Szydlowskys. Wir ankern vor dem Städtchen und fahren mit dem Dingi um die Halbinsel herum und den Fluss bis zu den Szydlowskys hinauf. Der Rio Buta Palena macht den Eindruck, als könnte man ihn auch mit unserer Assy befahren. Ian, der Sohn der Familie glaubt ebenfalls, dass es möglich ist; sagt aber, es hätte noch nie jemand versucht. In unserer modernen, bis in den letzten Winkel vermessenen, Welt sind Erstbefahrungen selten geworden. Wir wollen es versuchen. Mit dem Dingi und einem Handecholot kundschaften wir die Tiefe aus. ![]() Snowy kontrolliert vom Dingi aus die EinfahrtVor allem die Mündung, die zwischen der Halbinsel Los Leones und einer vorgelagerten Sandbank liegt, sieht durch die sich auf der Sandbank brechenden Wellen des Pazifiks respekteinflössend aus. Eine halbe Meile lang bricht sich die Pazifikbrandung nur ca. 50m neben uns, aber die Fahrrinne ist tief genug. Etwas den Fluss hinauf allerdings finden wir einige bangig flache Stellen. Wir entscheiden uns, es mit steigender Flut zu versuchen, um im Falle eines Auflaufens mit dem weiter steigenden Wasser wieder freizuschwimmen. Vorsichtig manövrieren wir uns an den brechenden Wellen vorbei, den Flusslauf hinauf. Nach ca. 3NM fällt unser Anker in Süßwasser, direkt gegenüber einem der Häuser der Familie. Mit grosser Begeisterung werden wir als erste Yacht im Rio Buta Palena begrüsst. Das Wasser ist so rein, dass wir die Gelegenheit nutzen, unsere Trinkwassertanks für die Weiterreise randvoll zufüllen. Ein wirklich toller Platz.![]() Unser Tag in den Dschungel ThermenAm nächsten Tag machen wir mit dem Jetboot der Familie einen Ausflug zu den fünfzehn Meilen entfernten heißen Quellen. Bei strömenden Regen und einer Außentemperatur von 60 sitzen wir bei 350 Wassertemperatur in einer grossen überdachten Naturbadewanne, die umgeben ist von undurchdringlichem Regenwald und wild wachsenden Schlingpflanzen. Ananas Champagner, Kräcker und amüsante Gesprächen runden den Genuss ab. So lässt es sich aushalten. Nachdem wir für andere Yachten die Notizen und einen Plan für die Fahrrinne der Familie übergeben haben, verabschieden wir uns drei Tage später von unseren Dschungelfreunden. Dieses Abschiednehmen ist eines der Dinge, die uns am Unterwegssein immer wieder ein wenig stören und oft auch traurig machen, vor allem, wenn man die Freunde wahrscheinlich nie wiedersehen wird.Bevor wir nun zu für uns unbekannten Fjorden, Buchten, Gletschern und Ankerplätzen aufbrechen, ein kleiner Hinweis. Auch im 2. Teil unseres Berichtes haben wir wieder Ankerplätze aufgeführt, die wir besucht haben und empfehlen können. Im anschließenden Text haben wir wieder besonders schöne und sehenswerte Plätze kurz beschrieben. |
| Unsere Ankerplätze mit GPS Koordinaten hier |
![]() Ankunft im Estero HuildadEstero Huildad Nr. 7. Der Eingang des Fjordes ist direkt südlich des Leuchtfeuers. Er ist erst zu sehen, wenn man kurz davor ist, weil er von der Landzunge, auf der das Leuchtfeuer steht, verdeckt wird. Am besten ankert man direkt hinter der Landzunge. Von diesem sehr sicheren Ankerplatz hat man eine tolle Sicht auf die schneebedeckten Anden, besonders auf den 2300m hohen V. Corcovado, auf der anderen Seite des gleichnamigen Golfs.Insel Valverde, Estero Picalito Nr. 11. Auf der Westseite des Kanals Moraleda besuchen wir den Estero (Fjord) Picalito, von dem aus ein kleiner Kanal (Durchschnittstiefe 4 Meter) nach Nordwesten geht. Er mündet in einen See, in dem wir einen sehr ruhigen und geschützten Ankerplatz finden. Das Wetterfax am Abend zeigt einen aufkommenden Sturm und wir setzen zur Sicherheit noch etwas mehr Ankerkette. In der Nacht dreht der Wind und wir werden unsanft geweckt, als der jetzt auflandige Wind unseren Kiel leicht den Boden berühren lässt. Wir stürmen nach oben und stellen fest, dass wir etwas zu viel Ankerkette gesteckt hatten. Aus Sicherheitsgründen (wir wissen nicht, ob der Sturm wirklich schon durch ist) ziehen wir nicht nur etwas Kette ein, sondern holen unseren Anker in stockdunkler Nacht hoch und lassen ihn weiter vom Ufer entfernt wieder fallen. Eine gute Entscheidung, denn kaum eine Stunde später geht es los. Der Sturm heult, aber die Bäume, die den kleinen See umgeben, halten das Schlimmste ab. Die Tage danach haben wir schönes Wetter, oft klaren blauen Himmel und Sonnenschein. Eine solche Wetterlage bedeutet bei unserem südlichen Kurs leider Gegenwind und grosse Kälte. Die Temperaturen liegen tagsüber bei 00 und nachts um -50. Wie bereits in den Tropen, lernen wir jetzt auch hier in der Kälte unser Deckshaus schätzen.
Regenbogen im Puerto AmericanoPuerto Americano Nr. 14. Wenn man aus Norden zu dieser Caleta kommt, gibt es eine verführerische Einfahrt nördlich der Isla Dar. Sie erweist sich jedoch für unseren 2m Tiefgang als zu flach. Wir nehmen also die südliche Einfahrt und gelangen durch einen langgezogenen Kanal in eine, von allen Seiten mit dichtem Wald umgebene, Bucht. Am nächsten Morgen Nieselregen und ein kleiner Regenbogen vor unserer Assy in dieser sehr schönen und geschützten Bucht.Heute, am 29. Juli 2000, während wir auf dem Weg zur Caleta Jacquelin sind, zieht wieder ein Sturmtief heran und wir haben Nordwind mit teilweise starkem Regen- und Schneetreiben. In den letzten zwei Stunden vor dem Einlaufen bläst es bereits mit über 40Kn von achtern und wir machen gut Fahrt. Caleta Jacquelin Nr. 16. Die letzte Bö vor dem Einlaufen hatte bereits über 50Kn. Wir ankern an der Nordseite der Bucht, wenige Meter neben einem kleinen Flüsschen, in dem das Wasser in Treppen herabfließt. Zwei Heckleinen befestigen wir an Land und ziehen uns mit ihnen, zum Schutz vor dem Sturm, so weit wie es geht unter die Bäume. Während der Sturm draussen weiter zunimmt, wird das kleine Flüsschen neben uns durch den strömenden Regen zu einem reißenden Fluss. Auch die Williwaws, orkanartige Böen, nehmen zu und werfen unser Dingi immer öfters an die Bordwand. Wir beschließen, es zur Sicherheit an Deck zu nehmen. Gerade als wir es mit der Davit hochziehen, kommt eine solche Böe, knallt in unser Dingi und knickt die Davit. Schöner Mist. Zum Glück können wir sie wieder hochbiegen und mit dem Besanfall abstützen, so dass wir auch weiterhin unser Dingi hoch und runter lassen können. Die Reparatur muss wohl bis Ushuaia warten. ![]() Mittagspause in der SonneDie Tage nach dem Sturm sind bilderbuchartig, klare sonnige Segeltage, einziger Wehrmutstropfen ist der Gegenwind. Ein immer wieder unvergleichliches Naturschauspiel bietet uns die Sonne, wenn sie morgens gemächlich orangerot hinter den schneebedeckten Anden hervorkommt. Faszinierend.Puerto Millabu Nr. 19. Wir fahren in den Estero Clemente, dessen Ostseite aus beeindruckenden schwarzen, fast senkrecht herabstürzenden erkalteten, Lavaströmen besteht. An der Westseite des Fjords finden wir dichten Regenwald, der steile Hänge hinaufwächst. Puerto Millabu liegt an der Stirnseite des Fjords, zwei weiße Sandstrände, die unterbrochen sind von einem Wasserfall, (Cascada Salmon), der von großer Höhe über terrassenförmige Stufen herabfließt. Ein wunderschönes Bild. ![]() Abendliche Einfahrt in die Caleta Canaveral, vor dem SturmCaleta Canaveral Nr. 20. Etwas weiter westlich in der Bahia Pink liegt diese Caleta. Wir suchen sie auf, um bereits ein wenig von der nach Westen gehenden Ausfahrt um Cap Skyring herum hinter uns zu haben, denn gegen die häufigen westlichen Wind und die westliche Dünung anzukommen, ist unangenehm.Die Bucht wirkt auf uns wie ein spektakuläres Amphitheater aus Bergwänden. Wir versuchen, einen Weg zum Fuß einer der Berge zu finden, doch ohne Machete und Axt haben wir keine Chance, durch das dichte Dschungelgrün zu kommen. Die Wetterkarte kündigt wieder ein Sturmtief an und wir beschliessen, in der als sehr sicher beschriebenen Caleta zu bleiben. Diese Entscheidung erweist sich als Fehler. In der Nacht heult der Wind mit 45-50Kn die Caleta entlang, an Schlaf ist nicht zu denken. Wir liegen auflandig mit dem Heck, nur 50 Meter von dem felsigen Strand entfernt. Hinzu kommt, dass es stockfinster ist und wir die Hand nicht vor den Augen sehen. Mit einem starken Handscheinwerfer sitzen wir im Cockpit und beleuchten den Strand, jederzeit bereit, sollten wir auf Drift gehen, uns vom felsigen Strand freizuhalten. Aber der Anker hält und es geht alles gut. Wir sind trotzdem froh, als der Morgen sich ankündigt und der Wind nachlässt. Aber schon kündigt sich die Front eines neuen Sturmtiefs an. Wir beschließen, keinen Sturm mehr in dieser Caleta erleben zu wollen und laufen aus. An dem nach Westen gerichteten Eingang stehen 1 ½ bis 2m hohe sich brechende Wellen. Da wir hier keines Falls bleiben wollen, heisst es Augen zu und durch. Mühsam kämpfen wir uns gegen den Wind von den Riffen frei, es weht mit 30-35Kn. In der Nähe ist die Caleta Peninsula Gallegos, aber als wir die sich brechenden Wellen an den vorgelagerten Riffen und die Brandungswellen an ihrem Eingang sehen, erscheint uns das Risiko zu gross, dort einzulaufen. Wir entscheiden uns, um Cap Skyring herum in einen unbenannten Seno (ein anderes Wort für Fjord) und dort zu einer unbenannten Caleta zu segeln. Wenn wir Glück haben, schaffen wir es, bevor die Sturmfront durchzieht. Aus Nordwesten bläst es mittlerweile mit 35-40Kn. Gegenan kämpfen wir uns nach Westen aus der Bahia Pink heraus und um Cap Skyring herum. Der Wind legt weiter zu, mit 45-50Kn kommt er nach wie vor aus Nordwest, bei unserem jetzigen Kurs aber achterlich von Backbord. Es baut sich eine beachtliche See auf, die so dicht unter Land unangenehm steil ist. Aber es sind nur noch wenige Meilen bis zu dem unbenannten Seno. Als wir einlaufen, ist auf einmal durch die Abdeckung der Berge der Wind weg. Es ist absolut still, unnatürlich, geradezu unheimlich still. Einer Vorahnung folgend, beschließen wir die Segel einzuholen und den nach Osten verlaufenden Seno hinauf zu motoren. Wir sind noch keine ½ Meile motort, als plötzlich eine weiße, aus Gischt und Regen bestehende, Wand auf uns zurast. Von einer Sekunde zur anderen ist der Teufel los. Die Luft ist vom Kreischen des Windes erfüllt, wir haben keine Zeit zu schauen, wie stark er ist. Später sehen wir auf unserem Log, es waren 68Kn, in Böen über 76Kn. Eine solche gewaltige Böe reist ein Teil der Rollgenua und des Rollklüver heraus, beide verheddern sich sofort zu einen ratternden untrennbaren Knäuel. In der unmittelbar folgenden noch stärkeren Böe holt unsere Assy mehr als 45° über, der Fernseher bricht aus der Verankerung und zerschellt am Boden. Durch das knatternde Vorsegelknäuel ist unsere Assy jetzt gegenan nicht mehr steuerbar, der Wind reisst uns, selbst unter Vollgas, herum und droht uns wieder aus dem Fjord herauszublasen. Jetzt gilt es, schnell zu handeln, wenn wir grösseren Schaden vermeiden wollen. Es gelingt uns, quer über den Seno und hinter den Bäumen einer ca. 20 Meter vorspringen kleinen Landzunge bedingten Schutz zu finden. Nur wenige Meter neben uns befindet sich der Strand, trotzdem entschliessen wir uns das Risiko einzugehen und Anker zu werfen. Durch Aufentern wollen wir das immer noch im Wind flatternde Segelknäuel mit Leinen bändigen. Eile ist angesagt, denn dreht der Wind nur um ein paar Grad weiter nach Südost, sitzen wir unweigerlich auf dem Strand. Wir haben Glück, eine ¼ Stunde später ist es vollbracht. Peninsula Skyring, unbenannte Caleta Nr. 21. Als die Front ca. 1 Stunde später durch ist und der Wind nachlässt, es sind immer noch 40-45Kn, fahren wir weiter bis in die unbenannte Caleta. Dort haben schon vier Fischerboote Schutz gesucht, sie bitten uns längsseits und heissen uns herzlich Willkommen. Obwohl diese Caleta sehr offen erscheint, ist es unter den Felsen, wahrend es draussen weiter stürmt, absolut windstill. Am nächsten Tag, der Sturm ist vorbei, ein herrlicher Sonnentag, wieder einmal sehen wir das Bild von den hilfsbereiten Chilenen bestätigt. Zwei der Fischer helfen uns, die kleinen Schäden zu beheben und bis zum Nachmittag ist dank ihrer Hilfe unsere Assy wieder topp fit. Golfo de Penas ohne Nr. Seine Sturmhäufigkeit und die sich dann, weil er so flach ist, unangenehmen, oft wie Brandungswellen, brechenden Wellen haben ihn zu einem der berüchtigtsten Golfe der Welt gemacht. Uns zeigte er sich von seiner friedlichen Seite. Im ersten Teil haben wir 10-15Kn Gegenwind, den Rest erleben wir fast windstill. Caleta Chica Nr. 22. Nach knapp 24 Stunden erreichen wir diese sehr schöne und sichere Caleta. Wir stellen fest, dass sich die Vegetation verändert hat. Hier, südlich des Golfo de Penas, finden wir anstelle des undurchdringlichen Regenwaldes oft freie Flächen, die teilweise mit zwei Meter dicken Moosbetten belegt sind. Für unseren Snowy eine paradiesische Gegend zum Herumtollen. Man läuft darauf wie auf einer Schaumgummimatratze. ![]() Abendstimmung in der Caleta HaleCaleta Hale Nr. 23. Die zweite Bucht, die wir nach Überquerung des Golfo de Penas besuchen, liegt im Kanal Messier, an der Westseite der Insel Orlebar. Die im RRC Buch angegebene Position ist nicht richtig. (Die in diesem Bericht angegebenen GPS Koordinaten sind die korrekten.) Die Caleta Hale ist schmal und sehr geschützt, wenn auch nach Südwesten offen. An der Nordseite der kleinen Bucht lädt ein großes Wasserbassin mit einem darin mündenden Wasserfall zum Waschen unserer Wäsche ein. Uns umgibt ein geradezu mystisches grünes Licht, das durch die üppige Vegetation, den Schlingpflanzen und den vielen Farnen entsteht. Laute von Vögeln und anderen Tieren sind zu hören und wäre es nicht so kalt, so wäre es ein toller Platz zum Baden. So aber haben wir nach dem Waschen zwar blitzsaubere Wäsche, aber eiskalte Hände.![]() Ankerplatz in der Caleta ConnorCaleta Connor Nr. 25. Auf der Insel Farquhar finden wir einen riesigen alten Baum, an dessen Stamm sich bereits einige Segler mit den Namen ihrer Yachten verewigt haben. Auch wir hängen ein Brett dazu, auf das wir den Namen unseres Schiffes und das Datum einbrennen.![]() Baum mit Schiffsnamen, Caleta ConnorVom Ankerplatz aus (unbedingt auf einen Felsen achten, der bei Flut kaum zu sehen ist) führt ein Flüsschen nach Norden. Bei Hochwasser fahren wir mit dem Dingi ein Stück hinauf. Die mit Wasser vollgesogenen dunklen Baumstämme, die kreuz und quer im Fluß liegen, wirken gespenstig. Puerto Eden Nr. 28. Wir ankern vor dem Gebäude der Armada und erledigen die Formalitäten. Als wir zurück an Bord den Anker hochziehen wollen, kommt die Kette ohne Anker hoch. Erst vor wenigen Tagen hatten wir alles kontrolliert und jetzt ist der Anker weg, unglaublich. Wir informieren die Armada und dürfen an der nahegelegenen Boje festmachen. Da wir keine Lust verspüren, bei nur 50 Wassertemperatur zu tauchen, bitten wir einen über Funk gerufenen Muscheltaucher, uns zu helfen. Nachdem 50 $ den Besitzer gewechselt hatten, war der Anker schnell gefunden. Der Grund ist wirklich unglaublich, unser Ankerwirbel hatte sich einfach auseinandergedreht. Der Hersteller hat vergessen, das Gewinde gegen Aufdrehen zu sichern. Wir hatten wahrlich Glück im Unglück. Nachdem wir den Anker wieder angeschraubt und nun unsererseits den Ankerwirbel gegen Aufdrehen gesichert haben, verholen wir uns auf den Ankerplatz gegenüber dem Ort und versuchen, frische Lebensmittel einzukaufen. Wir haben Glück, kurz zuvor war die Navimag eingelaufen. Diese Fähren verbinden Puerto Montt, Puerto Chacabuco, Puerto Eden, Puerto Natales und Punta Arenas miteinander und versorgen die Orte mit Lebensmitteln und allem Sonstigen. Während wir einkaufen, spielt Snowy mit einem Huhn, das dies leider nicht überlebt. Mit tausend Entschuldigungen beim Besitzer und nach Begleichen des Schadens machen wir uns auf den Weg zurück zu unserer Assy. Als wir am nächsten Morgen an Land gehen, hat sich das Ereignis augenscheinlich wie ein Lauffeuer im Ort verbreitet. Überall, wo wir vorbeikommen, eilen die Leute auf die Strasse und bringen unter freundlichem Grüssen ihre Hühner in Sicherheit. Snowy allerdings würdigt sie keines Blickes mehr; wir hoffen, unsere Standpauke hat gewirkt ![]() Gespenstisches Licht im Paso del IndioAls wir Puerto Eden verlassen, kämpft die Sonne mit den Wolken. Es ist noch nicht raus, wer sich durchsetzen wird. Der Paso del Indio wird in ein gespenstisches Licht getaucht. Zwei Tage später besuchen wir bei strahlendem Sonnenschein einen der größten Gletscher der Welt, den Pio XI. Beim Hineinfahren in den Seno Eyre kommen uns schon mächtige Eisbrocken entgegen. Unser Wunsch, bis an die Abbruchkante heranzufahren, erweist sich als undurchführbar. Bereits 2NM vor der Gletscherkante werden wir von einem undurchdringlichen Eisteppich gestoppt. Trotzdem ist die Ansicht des Gletschers und die beiden dahinter, im strahlenden Sonnenschein, aufragenden 3000. Mount Fitzroy und Mount Pyramide spektakulär. In der folgenden Nacht ankern wir hinter einer Insel, die auf halben Weg zum Pio XI an der Westseite des Seno Eyre liegt. Am nächsten Morgen werden wir von einem lauten Kratzen an der Bordwand geweckt. Der Südwind hat mehrere Eisschollen hinter die Insel geschoben und eine bestimmt 8 m2 grosse schabt jetzt an der Bordwand unsere Assy. Wir schieben sie mit dem Bootshaken weg und machen uns aus dem Staub bzw. aus dem Eis. Caleta Richmond Nr. 30. Hier finden wir ein recht grosses verlassenes Fischercamp. Beim Inspizieren der fast noch bewohnbaren Hütten, finden wir einfache selbstgemachte Pritschen, Ablagen, alte Kleidungsstücke, grosse Feuerstellen und leider auch wahllos zurückgelassenen Müll. Riesige Muschelschalenberge, in denen Snowy mit Vorliebe herumwühlt, zeugen von einem früher einmal florierenden Geschäft. ![]() Immer öfters riesige Kelptrauben am AnkerSeit dem grossen Problem mit der "marea roja", einem tödlichen Gift, das sich durch die Umweltverschmutzung in den Muscheln ablagert, gibt es hier weit und breit keine Fischer mehr. Alles verkommt, dafür gedeihen die giftigen Muscheln prächtig. Auch für uns schade, denn nördlich 44°S haben wir oft herrlich große Muscheln oder Abalone bei Ebbe gesammelt und zubereitet, was hier südlich 44°S, da wir keine Freunde des Russischen Rouletts sind, nicht mehr möglich ist.Wir stehen kurz vor dem 50. Breitengrad, die Landschaft wird immer karger und schroffer. Bäume werden seltener, niedriger, sind oft vom Wind zerzaust. Wir finden immer mehr Kelp an den Ankerplätzen. Oft hängt eine Kelp-Traube an der Ankerkette, wenn wir morgens den Anker hochziehen. Da hilft nur ein scharfes Messer. Das Wetter bleibt schön und damit bleibt uns auch der Gegenwind erhalten. Entschädigt werden wir mit einem fantastischen Panorama, das uns die Andengipfel bieten. Leider wird es aber auch durch das schöne Wetter und den Südwind von Tag zu Tag kälter. Die Temperatur kommt auch tagsüber nicht über -20 hinaus. Wir sind trotz Deckshaus eingemummelt wie die Eskimos. Auch sind jetzt unsere Ankerbuchten morgens öfters mit einer Eisschicht überzogen und unsere Assy muss sich als Eisbrecher betätigen. |
Caleta Moonlight Shadow Nr. 35. Wir fahren in eine traumhafte, tief ins Land gehende, Bucht. Eigentlich ist es schon ein kleiner Estero. An der Stirnseite dieser sehr sicheren Caleta kann man auf einen Berg steigen und hat von dort eine fantastische Sicht auf den Pazifik. Wir allerdings haben wenig Augen dafür, unsere Tankanzeige hat zum ersten Mal falsch angezeigt und so wird es, bei dem ständigen Südwind, selbst bis Puerto Natales ausgesprochen knapp werden. Ab jetzt wird eine Verbrauchsliste geführt.![]() Das Torres del Paine Massiv im gleichnamigen NationalparkWir nutzen die Zeit, lassen unseren Aussenborder, der mal wieder nur auf einem Zylinder läuft, reparieren und besuchen den Torres del Paine Nationalpark. Neben einer stürmischen, aber klaren Sicht auf die gleichnamigen Felstürme, sehen wir Füchse, Alpacas und Flamingos in unmittelbarer Nähe vorbeiziehen. Eine tolle Abwechselung zum Bordleben. Wir decken uns mit frischem Salat, Gemüse und Obst ein und natürlich füllen wir unsere Dieseltanks auf. (Esso und Copec liefern Diesel in Tankwagen an den Steg. Esso soll die besseren Filter haben.) Puerto Natales ist ein sehr windiger, ungeschützter und damit für Segler sehr ungemütlicher Platz. Ohne Grund würden wir ihn nicht noch einmal anlaufen. ![]() Unser Ankerplatz in der Caleta DardeCaleta Darde Nr. 39. Die Einfahrt in diese sehr geschützte Bucht ist äusserst eng, aber sicher. In einem sehr engen Einschnitt an der Westseite machen wir mit zwei Heckleinen an Land fest. Vor allem an Backbord sind es nur wenige Meter bis zu den Felsen. Unsere Assy liegt eingeparkt in einem scheinbar speziell für sie reservierten Parkplatz. Hinter ihr geht es zu schneebedeckten Gipfeln empor. Wir nutzen das traumhaft schöne Wetter, um mit unserem Vierbeiner an Land zu fahren und einen langen Spaziergang über die Moos- und Wiesenplateaus zu machen.Caleta Teokita Nr. 40. Die Einfahrt in diese Bucht ist so schmal, dass wir mehrere Male hin und herfahren und eine zweite Einfahrt suchen, weil wir es nicht glauben können. Aber die Einfahrt, die wir sehen, ist die Richtige, also fahren wir hinein und finden eine herrliche und sichere schlauchartige Bucht. Kaum haben wir am Kopfende festgemacht, ruft uns Faro (Leuchturm) Fairway, der auf dem Inselchen Fairway, nur 4 Meilen von unserem Ankerplatz entfernt, am Eingang zur Magellan Strasse, postiert ist. Über VHF lädt man uns zum Mittagessen ein, gerne nehmen wir für den nächsten Tag an. ![]() Besatzung des Faro FairwayFaro Fairway Nr. 41. Da das Wetter relativ ruhig ist, können wir zwischen der Insel Fairway und einer kleinen Nachbarinsel ankern. Drei chilenische junge Männer begrüssen uns höflich. Das gemeinsame Mittagessen ist köstliches und gewürzt mit interessanten Gesprächen. Speziell Faro Fairway ist mittlerweile bei Seglern für seine Gastfreundschaft bekannt. Es rentiert sich, die Einladung anzunehmen.Als wir nach dem Essen aufbrechen wollen, hat der Wind zugenommen. Er weht mit 20-25Kn aus Südost, also genau aus der Richtung, in die wir müssen. Wir beschließen, uns das nicht anzutun und fahren zur Caleta Teokita zurück. Am nächsten Tag, dem 13. September 2000, sieht es besser aus. Um 09:06 local time biegen wir vom Kanal Smith kommend in die Magellan Strasse ein. An Steuerbord liegt nun Feuerland und damit beginnt sich, für uns ein Traum zu erfüllen. Wir wandeln auf den Spuren des Fernando Magellan und Günther Plüschow, dem deutschen Flieger, der 1926 und 27 als erster Feuerland mit dem Flugzeug und seiner "Holzpantine", einem kleinen Segelschiff, erkundete. Auf seiner 2. Expedition 1931 stürzte er über Feuerland tödlich ab. Es war ein sehr interessanter Mensch, der hier heute noch sehr verehrt wird. ![]() Die sehr spezielle Caleta BrecknockCaleta Spirit of Assy Nr. 48. Eine unbenannte Bucht an der Südwestseite der Insel Clarence. Es geht in einen kleinen Estero hinein, an dessen Stirnseite wir einen kleinen Sandstrand finden. Nach Durchqueren des Kanals Acwalisnan bleiben wir hier über Nacht und nennen die Caleta nach unserer Assy. Uns hat es hier sehr gut gefallen.Caleta Brecknock Nr. 49. Am Ende des Seno Ocasion befindet sich diese wirklich aussergewöhnliche Bucht. Sie ist umgeben von 500-1000m hohen Felswänden. Wir ankern in einer kleinen Einbuchtung an der Ostseite der Caleta, direkt vor einem kleinen Wasserfall. Eine solche Gelegenheit wollen wir nutzen, um mit einem 40m langen Schlauch unsere Wassertanks aufzufüllen. Beim Heranmanövrieren an den Wasserfall kommt eine unserer, eigentlich schwimmenden, Leine in den Propeller, jetzt war Tauchen angesagt. Bei ca. 20 Wassertemperatur und Schneetreiben kein wirkliches Vergnügen. Caleta Frog Nr. 51. Wieder einmal zieht ein Sturm auf und wir laufen zum Schutz in diese Caleta ein. Im RCC Buch wird eine Nord/Süd Ankerposition in der Mitte der Bucht empfohlen. Wir entscheiden uns jedoch dafür, das Heck unsere Assy mit Leinen in den Schutz von Bäumen zu ziehen, die an der Westseite der Caleta stehen. Keine gute Idee, wie sich herausstellen sollte. Denn der Westwind wird in dieser Caleta abgelenkt und kommt entweder aus Süden oder aus Norden. Als der Sturm losgeht, stellen wir fest, dass wir quer zum Wind liegen. Zum Wechseln des Ankerplatzes oder der Position ist es zu spät. Die Bucht ist zu eng, um bei 35-40Kn Wind sicher zu manövrieren. Als eine 50Kn Böe die Caleta entlang fegt, wird der Winddruck auf der Breitseite unserer Assy zu stark für einen ca. 30cm dicken Baum, an dem wir unsere Leine festgemacht haben. Er wird aus der Erde gerissen und wir treiben mit dem Baum auf das nördliche Ufer zu. Gott sei Dank hält die zweite Leine und so wird unsere Drift, gerade als wir im Schlick aufsetzen, gebremst. Diesmal machen wir unsere Leine an einem 50cm dicken Baum fest und winschen uns aus dem Schlick. Nachdem, was wir hier erlebt und gesehen haben, halten wir auch die im RCC Buch angegeben Ankerposition nicht für ideal. Die beste Ankerposition erscheint uns eine Nord/Süd Position des Schiffes zu sein, soweit wie möglich auf der Westseite im Schutz der Bäumen. Wir bleiben 3 Tage in der Caleta und machen zwischen den Inselchen kleine Ausflüge mit dem Dingi. Plötzlich tauchen mindestens zehn Delfine neben uns auf. Sie springen nur einen 1/2m neben, vor und hinter unserem Dingi aus dem Wasser und spritzten uns nass. Mehrfach hoben sie es sogar leicht an. Bis zum Ankerplatz unserer Assy begleiten sie uns. Wir sind in absoluter euphorischer Stimmung nach diesem Erlebnis. ![]() Blick vom Ankerplatz in der Caleta SilvaPuerto Engano, Caleta Silva Nr. 52 Diese Caleta liegt an der Südseite des Kanals Ballenero im Puerto Engano. Ausser nach Osten ist diese Bucht durch die umliegenden hohen Berge sehr geschützt. An der Nordseite der Bucht liegt versteckt ein verlassenes Fischercamp und im Südwesten kommt ein Wasserfall über terrassenartige Stufen hinab. Seitlich des Wasserfalls klettern wir diese Stufen hinauf und haben eine prächtige Sicht direkt auf den durch die Abendsonne angestrahlten Eingang des Kanal O' Brien.![]() Spirit of Assy vor einem Gletscher im Seno PiaSeno Pia Nr. 56. Dieser Seno gabelt sich in einen Ost- und einen Westarm. In den Ostarm münden zwei Gletscher und in den Westarm einer. Wir besuchen zuerst den Ostarm und fahren wieder einmal bei strahlender Sonne und klarer Sicht auf die Gletscherkante zu. Kurz davor ankern wir und fahren mit dem Dingi an Land.
Beate vor einer Gletscherkante im Seno PiaDas erste Mal stehen wir direkt vor der ca. 70 Meter hohen Kante. Er knirscht und kracht und hin und wider donnern Eisbrocken herunter. Es ist ein unbeschreiblich tolles Gefühl, hier zu stehen und mit allen Sinnen dieses Naturwunder zu bestaunen.Am Nachmittag fahren wir in den Westarm. Zum dortigen Gletscher können wir leider nicht, es ist alles zugefroren. Auf halben Weg finden wir eine wirklich bezaubernde Ankerbucht. Wir beschließen, über Nacht in der kleinen Caleta zu bleiben. Während wir an einem Wasserfall unsere Tanks füllen, bestaunen wir das traumhafte Bergpanorama, das uns umgibt. Caletta Olla Nr. 57. Eine Bucht mit einem riesigen Sandstrand. Wahrscheinlich handelt es sich um die Bucht, die Günther Plüschow 1927 als Basisankerplatz für seine "Holzpantine" verwendet hat. Vom Boot aus beobachten wir einen Fuchs, wie er die Fleischreste, die Snowy vergraben hatte, wieder herausbuddelt und verspeist.
Spektakuläre Sicht von unserem Ankerplatz in der Caleta Pia![]() Kurze Rast auf dem Weg zum GletscherAls wir in die Bucht hineinfuhren, sahen wir einen Gletscher, den man zu Fuss erreichen kann. Am nächsten Morgen machen wir uns auf den Weg. Durch dichtes Gebüsch, abgestorbene Bäume und sumpfigen Boden erreichen wir eine mit Tau überzogenen Wiese und finden ringsherum riesige Biberdämme. Unglaublich, was diese Tiere für aufwendige und "durchdachte" Behausungen zustande bringen. Leider sehen wir keinen Biber, aber dafür einige Pfotenabdrucke, die bestätigen, dass diese Kameraden eine stattliche Grösse haben müssen. Bis zum Gletscher schaffen wir es nicht. Das Gelände ist schwierig, dauernd müssen wir Umwege machen, weil durch die Biberdämme alles überschwemmt ist. Nachdem wir uns nach 2 Stunden nur unwesentlich dem Gletscher genähert haben, geben wir auf und kehren um.![]() Absolute Windstille im Beagle KanalAls wir am 7. Oktober 2000 Puerto Williams erreichen, sind wir überrascht über die vielen Segelyachten (12), die den Winter hier verbracht haben. Sie liegen westlich des Örtchens, an einem deutsches gesunkenes Munitionsschiff aus dem 1. Weltkrieg, an dem auch wir festmachen. Wir schließen das Kapitel Einsamkeit in den Patagonischen Kanälen ab, als wir mit großem Hallo von einigen Crews, die wir schon aus Puerto Montt kennen, begrüßt werden. Nachdem wir uns wieder ein wenig an Menschen gewöhnt haben, klarieren wir aus Chile aus und fahren die 25 Meilen zurück nach Ushuaia. Eine mit 50000 Einwohnern ganz auf Tourismus ausgerichtete Stadt. Für uns, die wir der Einsamkeit noch nicht ganz entwöhnt sind, wirkt die Stadt riesig und turbulent.Wie immer nach einem langen Törn empfinden wir Freude über das Ankommen und Wehmut über das Ende einer Etappe. Diesmal ist die Melancholie besonders ausgeprägt, denn ein wunderschöner und wichtiger Teil unserer Reise liegt nun hinter uns. Es war ein faszinierender Trip, der uns manches abverlangte, der uns harte, schwierige und auch gefährliche Momente brachte. Aber wir haben durch diese Situationen unsere Erfahrungen und Grenzen erweitern können und so fühlen wir uns jetzt stark und sicher genug für unsere "Expedition Antarktika 2001". Ab Ende Dezember wollen wir auf den Spuren von Sir Ernest Shackleton und der "Endurance", die im Packeis des Weddelmeeres am 27.9.1915 gesunken ist, wandeln. Allerdings beabsichtigen wir, mit unserer Assy heil zurückzukehren. Wir werden darüber berichten. Beate Roters & Heinz-Jürgen Scheld S.Y. "Spirit of Assy" |