![]() ![]() Privates : Beate und Jürgen |
Beate Roters / (09. Dezember 1969)Aus meinem Kinderzimmer konnte ich direkt auf den Wiesbaden-Schiersteiner Rheinhafen sehen und dort das Treiben der Segler auf ihren Jollen, Segelbooten und Motorbooten beobachten. Diese maritime Atmosphäre faszinierte mich schon als kleines Mädchen, doch nie hätte ich es mir erträumt, auch mal auf grosse Fahrt mit einer eigenen Segelyacht zu gehen. 1976 zogen meine Familie und ich in den Rheingau, nach Eltville. Im gleichen Jahr kam ich dort in die Grund-schule, danach ging ich auf das Rheingaugymnasium Elt ille/Geisenheim. 1987 lernte ich Heinz-Jürgen kennen und besuchte kurze Zeit später die von ihm veranstalteten Seminare. Ich spürte das erste Mal, welche Möglichkeiten in mir schlummerten. Es war eine meiner eindrucksvollsten Erfahrungen, diese Potentiale für mich zu erschliessen. 1989 feierte ich meinen Abiturabschluss und begann meine Hotelfachausbildung in Frankfurt. Zusätzlich unterstützte ich Heinz-Jürgen, die KEET Seminare weiter auszubauen. Neben organisatorischen Aufgaben bestand meine Hauptaufgabe darin, die Seminarteilnehmer zu unterstützen zu betreuen und ihnen Blickpunkte und Hilfestellungen zu geben. 1990 eröffnete sich mir die Aussicht auf ein abenteuerliches Leben. Gemeinsam segelten wir sechs Wochen in der Karibik. Danach war klar, ein Leben auf einem Segelschiff würde mich begeistern. Wir begannen, Pläne zu schmieden und uns umzuschauen, denn ein eigenes Schiff sollte mög-lichst bald Wirklichkeit werden. Es vergingen noch zwei Jahre, bis wir mit dem Bau unseres schwimmenden Zuhauses begannen. Holger steckte all seine Erfahrung in den Bau unserer als Ketch getakelten Spirit of Assy. Am 9. September 1995 war unser erster Stop, nach dem Stapellauf in Frankfurt, der Schiersteiner Hafen. 22 Jahre nach dem letzten Blick aus meinem Kinderzimmer, war ich auf meinem eigenen Schiff zurückgekehrt. Das schien mir ein gutes Omen. Wir fuhren, die Masten noch an Deck, den Rhein hinunter und dann die Mosel hinauf und durch die Französischen Kanäle. Nach 316 Schleusen, die wir wegen Überholungsarbeiten am Rhein/Saone Kanal absolvieren mussten, kamen wir über Saone und Rhone in Port St. Louis an. Kurz vor Weihnachten 1995 waren die Masten gestellt und unsere Spirit of Assy bereit zur ersten Probeschlag unter Segeln. Es ging nur ein kurzes Stück westlich nach La Grande Motte, wo wir über Winter im Hafen lagen. Im Sommer 1996 ging es die südfranzösiche Küste entlang bis Nizza und von dort über Korsika und Sardi-nien auf die Balearen. Obwohl wir geplant hatten, längere Zeit im Mittelmeer zu verweilen, sind wir durch die in der Sommersaison überfüllten Buchten und Häfen schnell zu der Entscheidung gekommen, lieber in den weitläufigeren Atlantik zu segeln. Nach einigen Änderungen an unserer Spirit of Assy in Gibraltar, ging es über Madeira auf die Kanarischen Inseln und von dort über den Atlantik. Wir waren zu dritt und hatten drei Hunde an Bord. Robin, ein auf Gran Canaria kennengelernter Freund mit Hund, haben wir seinen Traum, über den Atlantik zu segeln, er-möglicht. Er blieb 4 sehr harmonische Monate bis Fort Lauderdale bei uns an Bord. Nachdem Robin uns verlassen hatte, trafen wir die Entscheidung, während der Hurrican-Saison via Bermuda zu den Azoren zu segeln. In diese portugiesische Inselgruppe verliebten wir uns und werden sicher dorthin zurückkommen, um uns später einmal niederlassen. Im Januar 1997 segelten wir wieder südwestlich direkt in die Karibik, und von dort wieder nach Norden über die Bahamas nach Ft. Lauderdale. Wir hatten uns entschieden, um Südamerika und in die Antarktis zu segeln. Das erforderte einige Änderungen an der Segelgarderobe unserer Spirit of Assy, die wir dort vornehmen liessen. Im Juli 1998 ging es über Jamaika nach Panama. Aber das hatten wir ja an anderer Stelle schon geschildert. Auch in Zukunft werden wir den Fortgang unserer Reise berichtet. Heinz-Jürgen Scheld (26. März 1948) Schon im alter von 3 Jahren, kam bei mir das Fernweh durch. Es begann mit ausgedehnten Ausflügen auf meinem Dreirad, zudenen ich die Kinder der Nachbarn überredete. Die verängstigten Eltern, verhängten nach eindringlichen Beschwerden bei meiner Grossmutter, bei der ich überwiegend aufwuchs, ein allgemeines Spielverbot mit mir. Im Alter von 13 setzte ich es bei meiner Mutter durch, dass sie mich mit Holger einem 3 Jahre älteren Freund, auf eine Paddeltour von Frankfurt nach Holland gehen lies. Ähnliche Reisen, mit dem Faltboot, die Rhone herunter und ums Nordkap von Korsika machten ich dann bis ins Alter von 18 Jahren mit ihm und verschiedenen Freunden. Danach waren BWL-, Jura- und Psychologie-Studium erst mal wichtiger. Aber es war der Traum geboren, eines Tages mit einem Segelschiff über die Ozeane zu segeln, wen möglich um die Welt. 1972 brachte zwei Erfahrungen, die dieses Ziel erst einmal in den Hintergrund treten liessen,. Die erste war meine Ausbildung zum Privat und Berufspiloten und die zweite, war meine Mitarbeit, als Student, am "Salk Institut" . Das Salk Institut, ist ein Institut für biologische Studien, gegründet von Jonathen Salk. Er erhielt 1944 den Nobelpreis fuer die Entwicklung des ersten Kinderlähmungsimpfstoffes. In der Forschungsreihe an der ich beteiligt war, ging es um das Phänomen des "Plazebo-Effektes". In einer Forschungsreihe an der ich beteiligt war, wurde deutlich, welch ungeheures Potential jeder Mensch mit sich herumträgt, ohne in der Regel zu wissen wie er es nutzen kann. Bis heute habe ich keine Schule, keine Universität oder sonstige Einrichtung gefunden, die es Menschen ermöglicht, qualifiziert seine verborgenen oder verschütteten Fähigkeiten zu erschliessen und zu nutzen. Meine Einsichten und Erfahrungen am Salk Institut erprobte ich zuerst in Alltag meines eigenen Lebens. Ich baute in den 70ern, eine Seminarreihe für Persönlichkeits-Trainings mit auf. Ausserdem machte ich meine Lehrberechtigung für Berufspiloten und wurde freelance Ausbilder der Lufthansa Piloten in Bremen. Bis Mitte der 80er Jahre baute ich eine eigene Firma auf und war an mehreren beteiligt. 1977 kaufte ich mein erstes Motorboot. Eine Sea Ray 260 Sundancer und nannte sie "Spirit of Assy". Da ich aus Zeitgründen immer nur ein paar Tage Ferien machen konnte, schien mir damals ein Motorboot geeigneter. 1982 war ich aus meinen Beteiligungen ausgestiegen und glaube mehr Zeit zur Verfügung zu haben. Ich entschloß mich "Spirit of Assy II", ein 41 feet Taiwan-Clipper zu kaufen. Aber, leider konnte ich die Zeit mit ihr zu segeln doch nicht finden. So verkaufte ich sie schweren Herzens 1985. 1984 konnte meinen heutigen besten Freund, als Partner gewinnen. Er ermöglichte es mir von 1985 bis 1988 schrittweise ganz aus dem operativen Geschäft auszusteigen. Ich widmete mich ganz dem, was mich seit meiner Zeit am Salk Institut am meisten faszinierte, einen Weg zu finden, der es jeden interessierten Menschen ermöglicht, seine grossartigen Fähigkeiten und Potentiale zu erschliessen. Ich entwickelte aus der bereits 1973 von mir aufgestellten KEET Theorie (Kybernetik exploration of Energie Transformation) die KEET Seminarreihe. In dieser Zeit verstärkte sich auch wieder mein Wunsch eines Tages auf einem Segelschiff zu leben und die Welt vom Wasser aus zu erfahren. 1987 lernte ich meine heutige Lebens- und Seelengefärtin Beate kennen. Mit Ihrer Unterstützung entwickelte ich die KEET Seminarreihe zu ihrer heutigen Professionalität. Auch für meinen Traum vom Leben auf einem Segelschiff war sie zu begeistern und so sahen wir uns, Parallel zu unserer Arbeit, nach einen geeigneten Schiff um. In dieser Zeit traf ich auch meinen Jugendfreund Holger wieder. Er war nicht nur mit seiner Familie 8 Jahre um die Welt gesegelt, sondern in der Zwischenzeit auch Schiffsbauer geworden. Er überzeugte uns von einem Stahlschiff, so entstand zwischen 1992 und 1995, unter seiner qualifizierten Führung unsere "Spirit of Assy ", einen 60 feet Jacson Yacht. Mit ihr nahmen seine praktischen Erfahrungen und unseren Gestaltungswünsche Gestalt an. Nach dem Brand an Bord im November 1998 (Feuer an Bord der Spirit of Assy) haben wir uns entschlossen unsere "Spirit of Assy " in "Spirit of Spirit of Assy" umzubenennen. 1993 Initiierten wir die KEET Foundation in der Schweiz. Diese Stiftung hält heute die Rechte an den Seminaren und vermarktet sie. Am 7 September 1995 begann unser Leben auf unser Spirit of Assy . Im ersten Jahr pendelten wir noch ständig hin und her, aber schon 1996 hatten wir uns so mit dem Leben an Bord angefreundet, dass wir beschlossen unser Zuhause in Deutschland aufzugeben. Heute entwickele ich parallel zu unseren Erfahrungen auf See, die KEET Seminare, für die Schweizer Stiftung, weiter. |