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von Evi Strahser & Wolfgang Wirtl
SY. Sleipnir2, E-Mail: evi.strahser@gmx.at
Home: www.sleipnir2.at
MÜHSAMES EINKLARIEREN IN LAUTOKA/FIJI
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Die Copra Shed Marina in Savusavu
Zumindest in dieser Saison war für die meisten Yachten in Neuseeland die Entscheidung klar, die Einklarierung für Fiji in Savusavu auf Vanua Levu abzuwickeln. Ganz im Gegensatz zu den Gerüchten aus Lautoka (Viti Levu) stehen die Beamten in Savusavu in dem Ruf, die Formalitäten schnell, freundlich und unkompliziert zu erledigen.

Alle Schiffe, die mehr oder weniger zur gleichen Zeit wie wir ankamen (Mitte Mai), werden dies auch ohne Einschränkung bestätigen, und die Copra Shed Marina, mit dem gut geschützten Mooringfeld, bemüht sich sehr, um den Yachties den Aufenthalt angenehm zu gestalten. Es gibt so gut wie alle Einrichtungen, die nach einer längeren Überfahrt hoch im Kurs stehen, nur die Wifi-Internetverbindung lässt noch Wünsche offen. Für das Besegeln der Küstengewässer von Vanua Levu ist Savusavu auf jeden Fall der ideale Ausgangspunkt.

Wer allerdings in die westlichen Yasawa oder Mamanuca Inselgruppen weiterfahren will, muss seit dieser Saison zuerst nach Lautoka, um dort erneut bei Customs einzuklarieren und das Permit für diese Inselgruppen zu beantragen. Wenn man in Savusavu für Lautoka auscheckt, wird nach der vorgesehene Route gefragt - über die Yasawa Gruppe im Nordwesten darf diese logischerweise nicht führen. Wir haben den kürzesten Weg durch das südliche Bligh Water und den Kanal zwischen den vorgelagerten Riffen und der Nord/Nordwestküste Viti Levus gewählt. Diese Passage ist überwiegend breit genug, um segelbar zu sein, ist allerdings wenig markiert, die Riffe sind nicht immer gut erkennbar, und die WGS 84 bezogene GPS Position stimmt mit MaxSea oft nicht überein.

Aus genannten Gründen kann eigentlich nur unter Tageslicht gefahren werden, daher müssen mindestens drei - eher vier - Tage für den Weg nach Lautoka veranschlagt werden. Gute Ankermöglichkeiten finden sich in der Wainunu Bay (SW von Vanua Levu), hinter der Nananu Passage (Östliche Nordküste von Viti Levu) und hinter der Vatia Wharf (westliche Nordküste).

In Lautoka nimmt ein erheblicher Teil der Formalitäten wieder seinen Lauf. Die Beamten als unfreundlich zu bezeichnen, wäre vielleicht leicht übertrieben, aber man agiert hier sehr formell. Obwohl seit Savusavu korrekt einklariert, kommt der Zoll wieder an Bord. Diesmal werden die Lebensmittelbestände, vor allem aber Alkohol und Tabak einer sehr genauen Kontrolle unterworfen, und die Angaben in den Formularen müssen exakt übereinstimmen. Es findet sich in jedem Fall ein Grund für eine Sondergebühr: selbst wenn alle Auflagen erfüllt sind, wird für die Entsorgung des Mülls 15 Fiji$ eingehoben (es handelt sich hier nicht mehr um den Quarantäne Müll der internationalen Einklarierung).

Die Bürozeiten am Nachmittag sind mit 14.30 bis 17.00 ein wenig eng bemessen. Wer mittags ankommt, sollte sich zwar auf VHF 16 melden, dann aber bis 14.30 warten, um eine „Overtime Rate“ zu vermeiden.

In der Vuda Point Marina ca. 5 nm südlich von Lautoka kann man die Formalitäten nicht abwickeln, alle Yachten müssen für die Einklarierung (national wie international) vor der Queens Wharf ankern.

Wer im Rahmen eines Fiji Aufenthaltes die Yasawa und Mamanuca Gruppe als Schwerpunktrevier wählt und nur wegen der angenehmeren Formalitäten in Savusavu einklarieren möchte, ist vielleicht nicht gut beraten und spart sich wenig.

Savusavu selbst ist aber in jedem Fall einen Aufenthalt wert, und wer auf Ruhe und einsame Buchten setzt, ist an den Küsten von Vanua Levu ohnehin im richtigen Segelgebiet.

Last change / letzte Änderung: Samstag, 30. Mai 2009
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