| Erfahrungsbericht Fuerteventura |
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Nachdem wir in der Karibik einige Segler getroffen haben, denen auch ihr Dingi vor Gran Tarajal auf Fuerteventura gestohlen wurde, müssen wir hier eine nachdrückliche Warnung vor dieser Stadt abgeben. Denn wie froh wären wir gewesen, hätte uns einer vor den kriminellen Machenschaften speziell in dieser Stadt gewarnt. Nach unseren Erfahrungen aus 2 Jahren Fahrtensegeln von Europa über die Kapverden, Brasilien und Karibik bis hierher nach Venezuela stellt die Stadt Gran Tarajal auf Fuerteventura das größte Risiko für den Verlust des Beibootes dar. Wir ankerten in der Bucht vor der Stadt gut 2 Meilen vom Strand entfernt und hatten unser neues 4m Festbodenschlauchboot mit 25 PS Yamaha Außenborder achtern festgebunden, doch nicht abgeschlossen, wie ich das seit 40 Jahren im Mittelmeer und auch auf der bisherigen Reise gehandhabt hatte. Mit der kriminellen Energie einiger Verbrecher in Gran Tarajal, die hier offensichtlich seit Jahren ihr Unwesen treiben, hatten wir nicht gerechnet, denn früh war das Boot weg, einfach abgeschnitten. Anderen Seglern passierte dies auch, obwohl sie ihr Dingi mit Ketten bzw. Stahlseilen gesichert hatten. Arme Leute sind das hier nicht, nirgends sonst sahen wir so viele dicke Geländewagen aufkreuzen, die dann im Hafen stundenlang auf Beobachtungsposten stehen. Die sonnenbebrillten jungen Fahrer taxieren unverblümt die festgemachten Yachten, wohl um herauszufinden, was man nachts davon klauen könnte. Genau dieser Eindruck wurde uns von anderen Seglern wiederholt geschildert. Die Meldung bei der Polizei war langwierig und ergebnislos, der aufnehmende Polizist sichtlich gelangweilt. Mein Rat an alle Segler: Macht einen großen Bogen um Gran Tarajal auf Fuerteventura. Albert Stöcker, Katamaran „Imagine“ E-Mail: stoecker-imagine@gmx.de |