| Lapita Voyage erfolgreich am Ziel angekommen |
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![]() Am 15.3. ist das Boot LAPITA TIKOPIA auf der entlegenen Südseeinsel Tikopia angekommen. Das zweite Boot der Expedition, LAPITA ANUTA, ist kurz vor der Zielinsel Anuta. Knapp 4.000 Seemeilen liegen hinter beiden Booten, die bis zur letzten Insel Vanikoro immer parallel gesegelt sind. Noch nie hat eine Segelexpedition mit zwei Nachbauten traditioneller polynesischer Katamaranen eine ähnlich lange Reise bewältigt. Lapita Voyage ist die erste Expedition auf dem Migrationsweg der Vorfahren der Polynesier. Sie führte von den Philippinen zu den östlichen indonesischen Molukken-Inseln, entlang der zweitgrößten Insel der Welt (NeuGuinea) zu den westlichen Solomon Inseln. Weiter ging es nach Osten bis zu den Santa Cruz Inseln und deren polynesischen Randinseln Tikopia und Anuta. Die zwei traditionellen Katamarane wurden geführt von dem deutschen Projektleiter Klaus Hympendahl auf dem Boot LAPITA TIKOPIA und den Katamaran-Designer James Wharram und Hanneke Boon, die LAPITA ANUTA führten.( Vor 14 Tage verließ James Wharram die Expedition wegen eines Todesfalls eines sehr nahen Menschen.) Neben der meist deutschern Crew waren internationale Wissenschaftler an Bord, die sich mit dem Migrationsweg der Polynesier beschäftigen. Das ZDF hat weite Etappen der Reise gefilmt und kam mit einem extra Filmteam zu den Solomon Islands. Auf den Duke of York Islands (Papua NeuGuinea) und auf der Insel Ndende (Santa Cruz Islands) haben die Expeditionsteilnehmer Keramikscherben der Lapita-Kultur gefunden. Der Teilnehmer Professor A. Anderson bezeichnete die Lapita People als die Vorfahren der heutigen Polynesier. Lapita-Keramik wurde auf den Inseln des nahen Ozeanien gefunden (Neukaledonien, Vanuatu, Tonga, Fidschi, Samoa). Neben diesen ca. 2.600 Jahre alten archäologischen Beweisen gibt es auch Sprachvergleiche und DNA Analysen, die darauf hinweisen, dass der Weg der polyneischen Vorfahren auf dem gleichen Weg erfogte, den auch die Lapita-Voyage Expedition eingeschlagen hat. Die Expedition kann als erfolgreich bezeichnet werden weil die Nachbauten polynesischer Katamarane diese 4.000 sm ohne Havarie überstanden haben. Sie mussten allen Wettersituationen trotzen -. bis hin zu einem ausgewachsenen Sturm von bis zu 10 Windstärken. Die Boote haben keine Maschine und können nur gesegelt werden. Alle Ankerplätze wurden unter Segel angelaufen, bzw. bei absoluter Flaute vom kleinen Dingi mit 5 PS Außenborder geschleppt. Die traditionellen Krebsscherensegel haben sich dabei besonders bewährt. Haben sie doch oben mehr Segelfläche, genau da wo mehr Wind herrscht, als direkt über der Meeresoberfläche Vereinfacht ausgedrückt haben unsere Yachtsegel ein geradezu umgekehrtes Flächenverhältnis Es waren Boote wie diese 11.50 langen Katamarane, die weite Teile des Pazifiks besegelt haben und Menschen,Tiere Pflanzen und Samen ins sogenannte Polyneische Dreieck (Hawaii im Norden, Ostertinsel im Osten und Neuseeland im Westen) gebracht haben. Erfreulich aus Sicht des Projektleiters ist,dass sich keine der Crew verletzt hat, wenn auch einige Blessuren durch tropische Infektionen davon getragen haben. Auch bei den Booten gab es keine Havarie, bis auf den Bruch einer Segelspiere bei heftigen Böen. Nach 4 1/2 Monaten Leben in einer Kajüte von 2 x 0,6 x O,7 m genieße ich das leben auf der Südseeinsel Tikopia und kann das erste entspannt auf eine erfolgreiche Expedition zurückblicken. Klaus Hympendahl Lapita Voyage www.lapita-voyage.com |