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von Anne Frenzel und Rainer Hünerfauth vom Meerbaer
E-Mail: meerwolf(ätt)freenet.de
Von Anfang April bis Mitte Juni waren wir in der Marina von San Sebastian auf der Insel Gomera. Gleich zu Beginn wurden wir von Andreas (Andy) Altenhofer, dem Trans Ocean Stützpunktleiter und Inhaber von Andys Yacht Service, mit offenen Ohren und Armen willkommen geheißen.
Andy kümmert sich nicht nur um Reparatur und Service von den ankommenden Schiffen, sondern auch um die zugehörige Mannschaft. Immer ist er zur Stelle, wenn es kleinere oder auch größere Probleme zu bewältigen gibt. Sei es eine Motorreparatur, eine Riggsache oder einfach eine Propellerreinigung. Alles wird mit bester Laune und immer einem coolen Spruch erledigt. Seine handwerklichen Fähigkeiten reichten aus, um bei unserem Boot eine neue feste Edelstahlreling, Badeleiter und Mastkörbe zu unserer vollsten Zufriedenheit anzufertigen.
Alles natürlich mit Schutzgas geschweißt und auf Hochglanz poliert.
Ein Grillfest zum Geburtstag des Skippers hat er auch noch organisiert. Sowieso ist sein Container direkt am Hafen die „Kommunikationszentrale“ nicht nur für die „deutschen“ Fahrtensegler. Die Marina von San Sebastian ist für alle Fahrtensegler die Probleme haben und dringender Reparaturen nach nordeuropäischem Standard bedürfen, eine der besten Alternativen.
Wir finden, dass die Arbeit der Stützpunktleiter meistens zu wenig gewürdigt wird. So müssen sie z.B. die TO- Flaggen für den Stützpunkt auch noch selbst kaufen. Hier sollte unsere Vereinigung doch etwas großzügiger sein.
In allen Belangen ist die Insel Gomera einen Besuch wert. Und auch Ankerplätze sind einige vorhanden, die sich von San Sebastian über Santiago bis nach Vueltas im Südwesten hinziehen.
Gomera, eine der zu Spanien gehörenden Kanarischen Inseln im Atlantischen Ozean, südwestlich von Teneriffa gelegen. Gomera ist nach Hierro die zweitkleinste Insel des Archipels. Die nahezu kreisförmige Insel ist 378 Quadratkilometer groß und hat rund 20 000 Bewohner. Ihr Hauptort ist die Hafenstadt San Sebastián de la Gomera.
Charakteristisch für die vulkanisch entstandene Insel sind die hohen, steilen Küsten und eine besonders üppige Vegetation. Das Gelände fällt an fast allen Teilen der Insel steil zum Meer hin ab. Der Nordteil ist wegen der feuchtigkeitsbringenden Winde dicht mit subtropischer Vegetation bewachsen, im Süden der Insel herrscht demgegenüber trockenes Klima. Gomera wird von zahlreichen als Barrancos bezeichneten Schluchten zerschnitten und hat in dem 1 484 Meter hohen Massiv des Alto de Garajonay seine höchste Erhebung. Im Osten des zentralen Bergmassivs wurde 1981 der Nationalpark Garajonay ausgewiesen. Der in diesem etwa 4 000 Hektar großen Schutzgebiet gedeihende Lorbeerwald gehört weltweit zu den größten Beständen seiner Art. Einzelne Exemplare erreichen Höhen von mehr als 20 Metern.
Wichtigste Einnahmequellen für die Inselbewohner sind der ganzjährige Tourismus und die Landwirtschaft. Hauptanbauprodukte sind Bananen, Weintrauben, Tomaten, Zuckerrohr und Kartoffeln. Die Früchte werden zum Teil im Bewässerungsfeldbau kultiviert. Darüber hinaus ist auch die küstennahe Fischerei von Bedeutung.
Wegen der Unwegsamkeit des Geländes entwickelte die Urbevölkerung der Insel eine über mehrere Kilometer hörbare Pfeifsprache (El Silbo), bei der die Wörter in pfiffähnliche Laute umgesetzt werden. Diese Art der Kommunikation wird immer noch praktiziert.
Christoph Kolumbus wählte bei seinen Entdeckungsfahrten nach Amerika die Insel Gomera zum letzten Stützpunkt vor der Überquerung des Atlantischen Ozeans.
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