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Hierro,
kleinste der zu Spanien gehörenden Kanarischen Inseln im Atlantischen Ozean.
Die westlichste Insel der Kanaren hat eine Größe von 277 Quadratkilometern. Hierro hat eine annähernd dreieckige Form. Die Insel verdankt ihre Entstehung intensiver vulkanischer Aktivität und zeigt dementsprechend gebirgigen Charakter. Zahlreiche Krater prägen die Topographie von Hierro. Im Zentrum der Insel erhebt sich ein Hochplateau, das von der höchsten Erhebung der Insel, dem 1 501 Meter hohen Pico Malpaso, überragt wird. Die Küsten sind überwiegend steil, flache Abschnitte gibt es nur an einigen Stellen. Die Insel hat das ganze Jahr über mildes Klima, Küstennebel ist ein häufig auftretendes Phänomen.
Die Einwohnerzahl beträgt etwa 7 000, mehr als die Hälfte davon lebt in Valverde („grünes Tal”), dem im Nordosten von Hierro gelegenen Hauptort der Insel. Wichtigste Sehenswürdigkeit in Valverde ist die Kirchenfestung aus dem 17. Jahrhundert. Ein paar Kilometer südöstlich liegt Puerto Estaca, der Hafen von Hierro. Der überwiegende Teil der Bevölkerung betreibt Obst- und Weinbau oder lebt von der Fischerei. Der Fremdenverkehr hat sich in den vergangenen Jahrzehnten zu einer weiteren Einnahmequelle entwickelt. Hierro ist vor allem Ziel von Individualreisenden. Eine Besonderheit sind die prähistorischen, noch nicht entzifferten Schriftzeichen in den Felsen der Schlucht Garganta de Candia; sie werden als „Los Leteros” bezeichnet.
In der Antike galt der Leuchtturm am Kap Punta Orchilla als westlichster Punkt der Alten Welt. Durch diese Stelle wurde zu Beginn des 17. Jahrhunderts von französischen Kartographen der Nullmeridian gelegt. Erst 1884 wurde dieser vom Nullmeridian in Greenwich abgelöst.
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