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Informationen zu den aktuellen Hafen- und Werftsituationen auf El Hierro, Kanarische Inseln. 1. Hafen Estaca: Wie bereits vor 2 Jahren berichtet, wurde der Hafen von Puerto Estaca, der Fähr- und Versorgungshafen von El Hierro, erheblich vergrößert. Die Hafenmole um das Doppelte verlängert, sowie ein großzügiges Hafenbecken für Yachten im hinteren Bereich geschaffen. Die wesentlichen Beton-, Straßenbau- und Landschaftsgärtnerische Arbeiten sind mittlerweile abgeschlossen. Ankommende Yachten können an den umlaufenden Mauern des Yachthafens gut festmachen. Sie liegen dort geschützt und sicher. Leider ist bisher mit keinen weiteren logistischen Maßnahmen für einen Yachthafen begonnen worden. Auch eine geplante Werftanlage mit Travellift etc. fehlt. Lediglich die Toilettenanlagen (ohne Duschen) über die Strasse, nahe am Restaurant, können von der Crew benutzt werden, aber keine Strom- und Wasseranschlüsse, etc. Das ist also bisher nicht sehr viel. Wie lange dieser Zustand anhalten wird? Das weiß auf El Hierro niemand, dafür kommt der Besucher in den Genuss ein schönes Inselchen mit netten Leuten zu besuchen, wo Klauerei praktisch unbekannt ist. 2. Hafen La Restinga: Der im Süden gelegene Hafen La Restiga ist der Fischereihafen der Insel. Eine große Anzahl kleinerer Fischerboote, Kutter und auch Sportboote liegen hier an Moorings, an der Hafenmauer oder an den neuen Schwimmstegen im Hafenbecken. Bisher war La Restinga wegen seines erheblichen einlaufenden Schwells berüchtigt. So manche Yacht hatte an der Pier Schäden davongetragen. Aus diesem Grunde hatte ich bei Anfragen von Yachten bisher entsprechend gewarnt. Durch den Bau einer großen Mole, die quer zur westlichen Hafenöffnung verläuft, ist dieser negative Umstand endlich weitgehend behoben. Boote können jetzt beruhigt längsseits an der Hafenmauer festmachen. Wie auch beim Hafen Estaca fehlt es allerdings an sämtlichen weiteren Einrichtungen für Segler, keine Dusche, Toiletten, Strom- und Wasseranschlüssen etc. Im hinteren Hafenteil befindet sich die Genossenschaftswerft „Cofradia“. Bisher war ein Landliegeplatz dort kein Problem und 3 bis 5 Yachten waren ständig aufgepallt, meist weil die Crew die Yacht für einige Zeit dort abstellen wollte. Die Landplätze waren sehr günstig. Dies hat sich seit kurzem zum Negativen geändert: Da die Werft die Standgebühren nicht mehr einnehmen darf, das tut jetzt die kanarische Inselregierung, werden auf Anordnung des Chefs der Cofradia keine Pallhölzer etc. mehr den Yachten zur Verfügung gestellt! Dies ist ein unmöglicher Zustand. Die Crew hat also für Sprieße, bzw. Holzstempel selbst zu sorgen! Trotz Einwendungen als letzter Hafen im Westen eine gewisse Verpflichtung zu haben, blieb die Werftleitung stur. Ein französischer Segler, der kürzlich sein Schiff hier abstellte, musste sich Pallhölzer und Sprieße beschaffen. Ab sofort warne ich also davor in der Cofradia in La Restinga seine Yacht an Land abzustellen! Wann sich dieser untragbare Zustand ändern wird, weiß, wie immer, auf El Hierro niemand! Jörn-Ulrich Horenkohl TO-Stützpunkt El-Hierro |