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Lanzarote,
nordöstlichste der zu Spanien gehörenden Kanarischen Inseln im Atlantischen Ozean. Ein etwa 115 Kilometer breiter Meeresstreifen trennt die Insel von der Küste Afrikas.
Lanzarote ist 795 Quadratkilometer groß und hat rund 54 000 Einwohner. Hauptstadt der Insel ist Arrecife, eine Hafenstadt im Südosten. Dort befindet sich ein internationaler Flughafen. Höchste Erhebung der mit zahlreichen Vulkankegeln übersäten Insel ist der 668 Meter hohe Risco de Famara. Damit ist Lanzarote die niedrigste Insel des Kanarischen Archipels. Die vulkanisch entstandene Insel ist mit Vulkankegeln übersät. Mehrere Eruptionen im 18. und 19. Jahrhundert haben das Bild der Insel nachhaltig geprägt – rund ein Viertel von Lanzarote ist mit einer schwarzen Lavaschicht bedeckt.
Die Jahresniederschläge sind mit rund 300 Millimetern gering. Die Vegetation umfasst u. a. Tamarisken, Wolfsmilchgewächse, Agaven, Flechten und vereinzelte Kanarische Palmen. Auf Lanzarote gibt es keine größeren Waldbestände. Die im Westen der Insel gelegenen Montañas del Fuego (Feuerberge) bilden das Zentrum des Nationalparks Timanfaya. Dieses 1974 ausgewiesene Schutzgebiet umfasst eine Fläche von 5 107 Hektar. Die Ruta de los Volcanes, eine 14 Kilometer lange Straße, erschließt das an Naturphänomenen reiche Gebiet.
Wichtigste Wirtschaftsgrundlagen sind Tourismus, Wein- und Gemüseanbau sowie Fischerei. Der Fremdenverkehr konzentriert sich auf die Ferienzentren im Süden und Osten der Insel. Auf den fruchtbaren vulkanischen Böden erfolgt der Anbau von Weinstöcken im Trockenfeldbau; die Reben werden zum Schutz vor Winden oft mit kleinen Steinringen umfasst. Für die Kultivierung von Obst (u. a. Melonen) und Gemüse (vor allem Zwiebeln und Tomaten) im Bewässerungsfeldbau wird aufgrund der Trockenheit der Insel in großem Umfang Meerwasser entsalzt.
Der genuesische Seefahrer Lancelotto Malocello, nach dem die Insel benannt ist, soll hier 1312 angelegt haben. Zu Beginn des 15. Jahrhunderts wurde Lanzarote für Kastilien erobert. Aufgrund seines Rufs als reiche Insel wurde es im 16. und 17. Jahrhundert häufig von Piraten heimgesucht. Seit Mitte des 20. Jahrhunderts wird der Tourismus systematisch gefördert.
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