|
Mehr Infos:
Regensburg,
kreisfreie Stadt in Bayern, Hauptstadt des Regierungsbezirks Oberpfalz, an der Mündung von Regen und Naab in die Donau.
Regensburg ist ein bedeutendes Industrie- und Verwaltungszentrum. Wichtigste Produktionszweige sind der Fahrzeug- und Maschinenbau, Elektrotechnik, Lederverarbeitung, Druckgewerbe, Nahrungs- und Genussmittelindustrie sowie die Herstellung von Möbeln, Textilien und chemischen Erzeugnissen.
Die Stadt ist Sitz der Bayerischen Oberforstdirektion, der Landeshafenverwaltung und weiterer wichtiger Behörden. Die Universität Regensburg wurde 1962 gegründet; weitere Bildungsstätten sind die Fachhochschule für Technik, Wirtschaft, Sozialwesen und Gestaltung, die Fachakademie für katholische Kirchenmusik und Musikerziehung sowie die Verwaltungs- und Wirtschaftsakademie Ostbayern. Sehenswerte Museen sind das Domschatzmuseum, das Naturkundemuseum Ostbayern, das Fürst Thurn und Taxis Museum, die Staatsgalerie sowie das Städtische Museum.
Überregional bekannt ist der Knabenchor des Regensburger Doms, die Regensburger Domspatzen. Die Stadt ist regelmäßig Schauplatz internationaler Jazzfestivals.
Die Altstadt, die ihren mittelalterlichen Charakter weitgehend bewahren konnte, wird durch zahlreiche historische Bauwerke geprägt. In Deutschland einmalig sind die aufwendig restaurierten mittelalterlichen Wohntürme (Geschlechtertürme), von denen der Baumburger Turm mit sieben Etagen der höchste ist. Optisch beherrscht wird das Stadtbild vom gotischen Dom Sankt Peter (Baubeginn um 1250, Glasmalereien aus dem 14. Jahrhundert), dem Wahrzeichen der Stadt. Weitere kunstgeschichtlich interessante Bauwerke sind u. a. die Kirche des ehemaligen Benediktiner-Reichsstiftes Sankt Emmeram (8.-12. Jahrhundert, im 18. Jahrhundert während des Barocks umgebaut), die Kirche Sankt Jakob (12. Jahrhundert) und das Alte Rathaus (14.-15. Jahrhundert).
Die 1146 fertig gestellte Steinerne Brücke mit ihren 16 Bögen war lange Zeit der einzige Übergang über die Donau in der Stadt. Das weitläufige Schloss (seit 1812) der Fürsten von Thurn und Taxis im Süden der Altstadt ist heute noch Wohnsitz der Adelsfamilie.
Die Entstehung Regensburgs geht auf das Jahr 179 n. Chr. zurück, als das römische Legionslager Castra Regina errichtet wurde. Bayerische Herzöge errichteten hier 535 eine Pfalz (kaiserliche Burg). 1245 wurde Regensburg freie Reichsstadt. Von 1663 bis 1806 war die Stadt ständiger Sitz des Reichstages des Heiligen Römischen Reiches und eines seiner wichtigsten wirtschaftlichen und politischen Zentren.
1803 wurde Regensburg mit einigen umliegenden Reichsstiften zum Fürstentum Regensburg vereinigt. 1809 wurde es von Frankreich erobert und kam 1810 an Bayern. Albertus Magnus lehrte von 1236 bis 1240 in Regensburg und war von 1260 bis 1262 Bischof der Stadt. Der Maler und Architekt Albrecht Altdorfer verbrachte einen Großteil seiner Schaffenszeit hier. Die Einwohnerzahl beträgt etwa 126 000.
|