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Tatiana Bykova
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Mehr Infos: Auswärtiges Amt Info1703 ließ Peter der Große die Peter-und-Pauls-Festung unweit der schwedischen Festung Nyen errichten. Er befahl den Bau einer neuen Stadt, die nach ihrem Schutzpatron Sankt Peter benannt werden sollte. Peter der Große wünschte sich eine Stadt nach westlichem Vorbild, die sich vom Nationalismus Moskaus abheben sollte. 1712 verlegte die Zarenfamilie ihre Residenz von Moskau nach Sankt Petersburg. Zum Ausbau der Stadt wurden die berühmtesten Architekten und Baumeister der Zeit beauftragt. In jener Zeit entstanden die barocken und später klassizistischen Prachtbauten.
Unter Zar Alexander I. wurden Mitte des 19. Jahrhunderts die umliegenden Sumpfgebiete trockengelegt, um mehr Bauland zur Verfügung zu haben. Die Einwohnerzahl verdoppelte sich dadurch innerhalb von drei Jahrzehnten (1869: 650 000, 1897: 1,2 Millionen), und sowohl Handwerk als auch Handel erlebten einen rasanten Aufschwung. Mit dem Ausbau der Hafenanlagen im 19. Jahrhundert setzte die industrielle Entwicklung der Stadt ein.Die Armut der Fabrikarbeiter und wirtschaftliche Schwierigkeiten lösten mehrere Unruhen in Sankt Petersburg aus (u. a. 1825 den Aufstand der Dekabristen). Die Oktoberrevolution nahm 1917 mit dem Sturm auf das Winterpalais ihren Anfang. 1914 ersetzte Zar Nikolaus II. den Namen Sankt Petersburg durch den russischen Namen Petrograd. 1918 wurde die russische Hauptstadt nach Moskau zurückverlegt. Nach Lenins Tod 1924 wurde Petrograd ihm zu Ehren in Leningrad umbenannt. Im 2. Weltkrieg belagerten deutsche Truppen Leningrad von Ende 1941 bis Januar 1944. Während der Blockade starben über 600 000 Menschen. Zahlreiche historische Gebäude wurden vollständig oder teilweise zerstört. Der Wiederaufbau erfolgte kurz nach Kriegsende. Nach dem Zerfall der Sowjetunion 1991 erhielt die Stadt wieder ihren früheren Namen Sankt Petersburg. Die Einwohnerzahl beträgt etwa 4,70 Millionen. |
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