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Singapur, Republik, unabhängiger Stadtstaat in Südostasien.
Das Staatsgebiet umfasst die Hauptinsel Singapur und 59 kleine vorgelagerte Inseln vor der Südspitze der Malaccahalbinsel und hat eine Fläche von 685 Quadratkilometern.
Stadtstaat Singapur Die Republik Singapur am Südzipfel der Malaiischen Halbinsel gehört zu den wirtschaftlich erfolgreichsten Ländern der Erde.
Die Hauptinsel Singapur wird im Norden durch die schmale Straße von Johor von Malaysia getrennt. Im Süden grenzt die Straße von Singapur den Staat gegen den indonesischen Riau-Archipel ab; die Straße ist eine wichtige Schifffahrtsverbindung zwischen der zum Indischen Ozean überleitenden Malaccastraße im Westen und dem Südchinesischen Meer im Osten. Die Stadt Singapur liegt auf der Südostspitze der Insel. Sie ist eine der wichtigsten Hafenstädte und eines der wirtschaftlichen Zentren in Südostasien.
Größte Bevölkerungsgruppe sind die Chinesen mit etwa 77 Prozent, neben Malaien (14 Prozent) und Indern (6 Prozent) leben auch Pakistaner und Sri Lanker in größerer Zahl in Singapur. Die meisten Einwohner sind Nachkommen der Einwanderer, die nach der Gründung der Stadt Singapur ab 1819 in das Gebiet gelangten.
Singapur hat etwa 4,77 Millionen Einwohner (2004). Die Bevölkerungsdichte liegt bei 7 641 Einwohnern pro Quadratkilometer; in einzelnen Wohnbezirken der Stadt wurden schon Werte von bis zu 200 000 Einwohnern pro Quadratkilometer erreicht. Die Bevölkerung konzentriert sich auf den Südteil der Insel. Die Lebenserwartung liegt für Männer bei 77,6 und für Frauen bei 83,7 Jahren (2004) und gehört zu den höchsten in Asien. Das jährliche Bevölkerungswachstum beträgt 3,4 Prozent. Die früher höheren Werte konnten durch eine umfassende Politik der Geburtenkontrolle verringert werden.
BILDUNG UND KULTUR
Singapur hat wegen seiner kurzen Geschichte und seiner bunt zusammengesetzten Bevölkerung kaum eine eigenständige traditionelle Kultur; die kulturellen Aktivitäten der Bewohner wurzeln eher in der kulturellen Tradition der jeweiligen Herkunftsländer. Der größte Teil der Bevölkerung ist den traditionellen „asiatischen Werten” verbunden – die Familie als Grundlage der Gesellschaft sowie ein ausgeprägter sozialer Zusammenhalt – wie sie durch den Konfuzianismus vermittelt werden.
Bildung und Schulwesen
Es besteht eine Schulpflicht von vier Jahren (1997). Die staatlichen Grundschulen sind kostenfrei. Für weiterführende Schulen muss ein geringes Schulgeld gezahlt werden. Die meisten staatlichen Schulen sind zweisprachig mit Englisch und einer der anderen Amtssprachen. Der Bildungssektor ist einer der größten Teile des Staatshaushalts und macht 19,4 Prozent der Ausgaben aus (2001). 93,5 Prozent der erwachsenen Bevölkerung können lesen und schreiben.
Die wichtigste Hochschule des Stadtstaates ist die Nationaluniversität Singapur (1980 durch die Verschmelzung der chinesisch- und der englischsprachigen Universität gegründet), außerdem gibt es mehrere technische Hochschulen und eine pädagogische Hochschule.
Die Republik Singapur hat vier Amtssprachen: Englisch, Chinesisch, Malaiisch und Tamil. Malaiisch ist die Nationalsprache, während Englisch in Verwaltung, Wissenschaft, Technik, Wirtschaft und Tourismus Verwendung findet. Die Chinesen sprechen eine Reihe verschiedener Dialekte.
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