|
Bericht aus Trinidad zu Treibstoffversorgung.
Zoll- und Einwanderungsbehörden. (Mai 2009) Von Stützpunktleiter Andreas „Andy“ Kretzschmar |
|---|
|
Liebe Sportkameraden,
nachdem mein Artikel vom August letzten Jahres über die Treibstoffversorgung sowie Zoll- und Einwanderungsbehörden in Trinidad nun auch noch sehr verspätet und damit auch veraltet im Aprilheft des TO Magazins erschienen ist, möchte ich hier nun ein "update" zum heutigen Tage geben. 1. Treibstoff Wie erwartet, hat sich der internationale Preis fuer Diesel, der von fremdbeflaggten Yachten zu bezahlen ist, mit dem starken Fallen des Rohölpreises ebenfalls stark nach unten bewegt. Hatte man im August 2008 mit TT$ 6.75 angefangen, so ist dem Vernehmen nach schon seit einigen Monaten der Preis nun TT$ 3.75 (US$ 0.63). Boote mit geringem Tiefgang können nach wie vor auch an der Tankstelle "Island Home" zum lokalen Preis (TT$ 1.50) tanken. Leider ist diese Tankstelle für viele Segelyachten aufgrund der geringen Wassertiefe nicht zu erreichen. Das illegale Betanken von Booten aus Behältern von Strassentankstellen hat bereits zu fristlosen Entlassungen von beteiligten Marinamitarbeitern geführt, die sich so ein paar Dollars extra verdienen wollten. Ich rate dringend davon abzusehen, ein Boot mit ausländischer Flagge so zu betanken. 2. Einwanderungsbehörde Die zahlreichen Beschwerden über ruppiges, unnötig bürokratisches und teilweise respektloses Verhalten einiger Einwanderungs- oder Zollbeamter haben offensichtlich, zu mindestens momentan, Wirkung gezeigt. Mir wurde glaubhaft berichtet, dass im Einwanderungsbüro nun auf einmal andere Beamte Dienst tun, und diesen mit einer gewissen angenehmen Freundlichkeit versehen. An den Regularien ändert das zunächst nichts. Bei Einreise 3 Monate Aufenthaltserlaubnis, danach Beantragung einer Verlängerung. 3. Zoll Auch beim Zoll scheint sich etwas bewegt zu haben. Ein persönlicher Besuch dort letzte Woche war sehr viel erfreulicher als noch vor einiger Zeit. 4. Sprachbarrieren In Trinidad und Tobago werden verschiedene, teilweise sehr stark ausgepraegte Dialekte der englischen Sprache gesprochen. Unglücklicherweise sind sowohl Zoll- und Einwanderungsbeamte als auch häufig das Personal in Geschäften und Marinas nicht dahingehend geschult, dass sie sich Mühe geben, deutlich und langsam zu sprechen, wenn sie einem schlecht englisch sprechenden Ausländer gegenüber stehen. Dies führt immer wieder zu Missverständnissen und Verärgerung, u.U. auf beiden Seiten, und ich biete an, in wichtigen Fällen hier persönlich Hilfestellung zu leisten, so wie dies auch schon in der Vergangenheit geschehen ist. Schwierige Situationen lassen sich so oft in wenigen Minuten bereinigen und der Wassersportler verlässt die Firma, das Büro und Trinidad nicht mit einem üblen Nachgeschmack, dass etwas gegen ihn falsch gelaufen ist. Bitte also im Fall des Falles das Trans-Ocean e.V. Büro aufsuchen, möglichst bevor es zu spät ist. Mit sportlichen Grüssen aus Trinidad Andreas Kretzschmar TO Stützpunkleiter Trinidad, W.I. |