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Stützpunkt Grenada (WI)
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Ursula Williams

German Grenadian Friendship Club
P.O. Box 697
St. George's, Grenada, W.l.
Fone: 001-473-4435540
Fax: 001-305-6752328

Mehr Infos:

aamt.gif 139x81Auswärtiges Amt Info

flag-grenada.jpg 200x100 Grenada,
unabhängiger Staat im Südosten der Inseln über dem Winde, etwa 100 Kilometer vor dem südamerikanischen Festland. Das Staatsgebiet umfasst die Insel Grenada und die südlichen Grenadinen (u. a. mit der Insel Carriacou). Die Gesamtfläche des Inselstaates beträgt 344 Quadratkilometer. Saint George’s an der Südwestküste ist Hauptstadt, größte Stadt und wichtigste Hafenstadt des Landes.

Grenada und die südlichen Grenadinen sind vulkanischen Ursprungs. Die Hauptinsel wird in Nord-Süd-Richtung von einer Bergkette durchzogen, die nach Westen steil abfällt und im 840 Meter hohen Mount St. Catherine ihre größte Höhe erreicht.

Das Klima ist feucht-tropisch. Die jahreszeitlichen Schwankungen der Temperatur sind gering, die mittleren Monatswerte liegen um 28 °C. Unter dem Einfluss des Passats können im Bergland Jahresniederschläge von 5 000 Millimetern erreicht werden, im Küstentiefland betragen die Werte 1 500 bis 2 000 Millimeter. Die Regenzeit dauert von Juni bis Dezember.

Die ursprünglichen Bergregenwälder, Nebelwälder, immergrünen Regenwälder und feuchten Laub werfende Wälder, von denen die Insel weitgehend bedeckt war, finden sich fast nur noch an Steilhängen in höheren Lagen. Sie wurden zumeist für Anbauflächen, Weideland und Bauland (auch für Hotelanlagen) gerodet. Die niedrigen Strauchwälder im küstennahen Tiefland sind ebenfalls großenteils zerstört bzw. durch Sekundärvegetation ersetzt. Im unmittelbaren Küstenbereich gedeihen Mangroven.

Auf Grenada leben 49 Reptilienarten; dazu gehören Geckos, Anolis-Leguane, Hundskopfboas und Blindschlangen. Die Avifauna (Vogelwelt) umfasst 144 Arten: Akut vom Aussterben bedroht ist die Grenada-Taube, der Nationalvogel Grenadas; zu den weiteren Vogelarten gehören Prachtfregattvogel, Mangrovekuckuck, Jacariniammer, Trauergrackel (ein Stärling), Dominikanerschwalbe, Grautyrann und Tropenspottdrossel. Die Landsäugetierfauna besteht aus Neunbindengürteltier, Maus-Zwergbeutelratte, Zentralamerikanischem Opossum (siehe Beutelratten) sowie zwölf Fledermausarten; eingeführt wurden u. a. Monameerkatzen (aus Afrika) und Goldstaubmangusten (aus Indien; siehe Schleichkatzen).

Grenada wurde 1498 von Christoph Kolumbus entdeckt. Die einheimischen Kariben wehrten sich lange Zeit gegen die Europäer. Die Insel wurde erst 1650 mit der Gründung von Saint George’s durch die Franzosen besiedelt. 1762 wurde die Insel von den Briten erobert und 1779 von den Franzosen zurückerobert. 1783 wurde sie wieder an Großbritannien abgetreten. Im 18. Jahrhundert wurden für die Arbeit auf den Zuckerrohrplantagen Sklaven von Afrika nach Grenada gebracht. Von 1885 bis 1958 war Grenada das Verwaltungszentrum für die britischen Inseln über dem Winde; von 1958 bis 1962 gehörte es zur Westindischen Föderation. Am 7. Februar 1974 erhielt Grenada die Unabhängigkeit.

1979 wurde der erste Premierminister von Grenada, Eric M. Gairy, durch einen Putsch unter Maurice Bishop gestürzt. Nach einem zweiten Putsch und der Ermordung Bishops marschierten am 25. Oktober 1983 amerikanische Truppen zusammen mit Truppen der Organisation Ostkaribischer Staaten in Grenada ein. Die amerikanischen Kampftruppen wurden Ende des Jahres abgezogen, ein Kontingent von Sicherheits- und technischen Beratern aus den USA und den anderen karibischen Staaten blieb aber im Land. Grenada wurde bis zu den Parlamentswahlen im Dezember 1984 von einer Übergangsregierung regiert. Nach den Wahlen wurde Herbert A. Blaize Premierminister, die New National Party (NNP) wurde Regierungspartei.

Nach dem Tod von Blaize wurden im März 1990 Wahlen abgehalten, aus denen Nicholas Brathwaite als Premierminister einer Koalitionsregierung hervorging. Er trat 1995 zurück. Nachfolger wurde Keith Mitchell, dessen Partei bei den Parlamentswahlen vom Januar 1999 mit überwältigender Mehrheit siegte. Bei diesen Wahlen, die nach dem Austritt zweier Minister aus dem Kabinett und Korruptionsvorwürfen gegen Mitchell um 18 Monate vorgezogen worden waren, errang die NNP alle 15 Mandate des Repräsentantenhauses.