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Stützpunkt Isla Maragrita
vom Stützpunktleiter Rainer
Der Postversand von und nach Venezuela ist sehr unzuverlaessig. Nach meiner Erfahrung gehen rund 50 % der Briefe verloren. Paeckchen (bis 2 kg, bei ueber 2 kg muss eine lokale Zollagentur eingeschaltet werden) haben eine groessere Erfolgsquote, koennen aber bis zu 4 Monate brauchen. Eine gute Vorsichtsmassnahme ist, jeglichen Postversand via Einschreiben vorzunehmen. Das ist zwar teurer, garantiert aber 100 % Erfolg.

Mobiltelefon:
Es gibt mehere Anbieter fuer Handies in Venezuela und ich habe festgestellt, dass die grosse Mehrheit der Segler den Anbieter DIGICEL/DIGITEL benutzt, da bei dieser Firma einfach der Chip des vorhandenen Handies ausgetauscht wird. Es waere aber anzuraten den Anbieter MOVILNET zu waehlen, da diese Firma die Einzige ist, die auch auf den Inseln Venezuelas, wie Testigos, Blanquilla ihren Service garantiert. Das bedeutet zwar ein neues Telefon zu erwerben (Sisteme sind nicht kombatieble) aber die Verkaufsstellen von Movilnet haben immer billige Sonderangebote.

Dinghies:
Nachts immer aus dem Wasser heben. Ein Stahlseil ist keine Sicherung.

Badeplattform:
Ist zwar sehr praktisch zum Baden, aber ebenso praktisch zum Einsteigen. Es wuerde sich sicher lohnen, diese mittels eines Bewegungsmelders, verbunden mit Licht und Laerm abzusichern. Er sollte aber gesondert abgeschaltet werden koennen, da, wenn er jedesmal Alarm gibt, wenn der Eigner vom Strand kommt, der Effekt die Nachbarn zu alamieren nach kurzer Zeit abgenutzt ist. Falls es doch zu einem Diebstahl kommen sollte ist es nicht die Guardia Nacional sondern die Kriminalpolizei, die informiert werden muss. Dies ist auch die einzige Behoerde, die einen Nachweis fuer die Versicherung ausstellen kann.

Mit normaler Luftpost dauert ein Brief 3 Monate bis unendlich. Paeckchen und Pakete ein „bisschen“ laenger. Die schnellste Moeglichkeit mit Zustellgarantie bietet DHL. (Sehr teuer)

Die Adresse lautet:
DHL Porlamar
AV. Viejo Aeropuerto
C.C. 4. de Mayo
Local 14 PB Isla de
Margarita Porlamar
Codico Postal: 6301 Venezuela
Rainer Wilke 04127948889


Nach Ruecksprache besteht auch die Moeglichkeit, Sachen per Container hierher zu schicken. Die Transportzeit betraegt ca 6 Wochen, alle 2 Monate geht ein Container von Deutschland ab. Vorteil: Es entfallen die laestigen Zollformalitaeten. Der naechste Container geht Mitte September ab.

Geld:
Die Waehrung ist Bolivar und der Kurs ist staatlich festgelegt. Es ist nicht moeglich, mit Dollar oder Euro zu zahlen.
Der Kurs: 1 $ = 2,15 BsF. Es bestehen sehr strenge Devisenbestimmungen:

Pro Person duerfen nicht mehr als 10.000 $ ohne Deklaration eingefuehrt werden. Wird mehr eingefuehrt, muss es deklariert werden und innerhalb von 10 Tagen zum offiziellen Wechselkurs mit Nachweis gewechselt werden.

Wenn es einen offiziellen Kurs gibt, dann gibt es auch einen inoffiziellen: Er betraegt das doppelte bis dreifache. Kreditkarten haben den Nachteil, das sie sehr oft geklont werden und die Abrechnung natuerlich zum offiziellen Kurs erfolgt.
Nach Ruecksprache besteht die Moeglichkeit, per Online-Ueberweisung Geld auf ein deutsches Konto zu ueberweisen und sich hier Bolivar auszahlen zu lassen.

Kriminalitaet:
Die Kriminalitaet ist in Venezuela sehr hoch.
Schmuck und teure Uhren sollte man besser nicht tragen, dann kann man eigentlich relativ sicher die Geschaeftsstrassen besuchen.

Einkauf:
Man bekommt auf Isla Margarita eigentlich alles ­ vom T-Shirt fuer 1 Euro bis zum 10.000 Euro Laptop. Da Isla Margarita eine Freihandelszone ohne Steuern ist, bekommt man Schmuck, Designer-Klamotten, Parfum etc. recht preiswert. Die Preise im Supermarkt oder Restaurant kann man als preiswert oder teuer ansehen, kommt drauf an, welchen Wechselkurs man rechnet. Zum „Schwarzmarktkurs“ bekommt man ein kg Rinderfilet fuer 5 Euro, im Restaurant kostet ein Filetsteak mit Beilagen ca. 7 Euro.

Die Insel:
  • Isla Margarita hat ueber 40 Straende, der bekannteste ist „Playa el Aqua“ im Nordosten der Insel (Sonnenaufgang im Meer) gefolgt von „Playa Caribe“ in Juan Grego (Nordwesten ­Sonnenuntergang).
  • „Playa El Yakee“ ist weltberuehmt fuer die guten Surf- und Kitingbedingungen.
  • Porlamar ist die groesste Stadt mit einer Fussgaengerzone in der Altstadt (Plaza Bolivar), einem Markt (Conejeros) und einem riesigen Einkaufszentrum mit ueber 250 Geschaeften (Sambil)
  • Es gibt zahlreiche Restaurants in allen Geschmacks- und Preisrichtungen.
  • In Porlamar gibt es mehrere Diskotheken (Kamy Beach, Señor Frogs, Bongo Beach)
  • Auch 2 Nachtclubs gibt es.
    In Playa de Aqua gibt es ein deutsches Restaurant „Hardys“
  • Die Infrastruktur fuer Freizeitbeschaeftigungen ist schlecht: Tagsueber kann man in der Naehe von Playa de Aqua in einen Wasserpark mit mehreren Rutschen etc gehen.
  • Abend gibt es das „Diverland“ ein Freizeitpark mit Riesenrad, Achterbahn etc und Delfinschau und meine Kartbahn.
  • Das „Musipan“ in der Naehe von El Yakee ist bei Einheimischen sehr beliebt, empfielt sich aber nur, wenn man spanisch kann. Ausserdem gibt es jede Menge „Bingos“, Casinos mit mehreren Spielmoeglichkeiten.
Besonderes:
  • Verstoesse gegen das Devisengesetz werden mit Gefaengnis bestraft.
  • Noch haerter sind die Strafen beim Drogenhandel ­ unter 8 Jahren laueft da nichts.
  • Prostitution gibt es zwar ­ ist aber auch streng verboten.
  • Man muss sich jederzeit ausweisen koennen ­ es gibt viele Kontrollen ­ eine Kopie des Ausweises reicht.
Mit freundlichen Grüßen
Rainer