Der Geldwechsel in Venezuela

Beim letzten Mal habe ich eines der wichtigsten Themas vergessen: Der Geldwechsel!

Seit dem 14.9.2005 ist jeder illegale Wechsel von ¨Nichtvenezolanischer¨ Währung (Bolivares oder BS) in internationale Währung (Euro, Yen, US$) oder umgekehrt unter Strafe gestellt.

Jeder Weltbürger (Venezolaner oder Tourist) kann bis zu 10.000,- US oder seinen Gegenwert nach Venezuela einführen ohne die Summe anzugeben. 2 Besatzungsmitglieder = 20.000,- US (bar oder Travellerschecks).

Dieses Geld darf nur in Banken oder genehmigten Wechselstuben umgetauscht werden. Der Wechselkurs beträgt zur Zeit 2.160 BS pro US-$. Es gibt einen Schwarzmarkt für den US-$ und der Wechselkurs beträgt zur Zeit ca 2.800 BS pro US-$. 30 % mehr. Eine grosse Versuchung, die man auch ausnutzen sollte, aber mit grosser Vorsicht.
  1. Unbedingt einen Teil des Geldwechsels in einer Bank vornehmen und die Quittung aufbewahren
  2. Niemals, niemals die Angebote der grossen Supermärkte in Hinsicht auf eine Kundenkarte annehmen. Es gibt nur Punkte, um sonst nicht verkäufliches mit Rabatt zu erwerben oder einen Rabatt in Höhe von 1/1000. Aber die Ausgaben werden unter der Kundennummer gespeichert und wenn ich dann in 4 Monaten Venezuela 500 US-$ gewechselt habe und meine SIGO/RATTAN Punkte 3000 US-$ bewahrheiten ist das Kind in den Brunnen gefallen. Größere Ausgaben wie Außenborder, Dinghi müssen sich unbedingt im Rahmen des regulären, d.h. nachweisbaren Geldwechsels halten.
  3. Der Kauf einer grossen Reihe von Aussenbordern ist vom Staat unterstützt (keine Mehrwertsteuer, etc), um die lokalen Fischer zu unterstützen, d.h. kein Export. So gut wie alle Motoren unter 90 PS.
  4. Reiseschecks auf dem Schwarzmarkt
    NIEMALS, NIEMALS. DIE KAUFEN NUR GELDWÄSCHER UND DROGENHÄNDLER, DEUTSCH, ÖSTEREICHER, VENEZOLANER ODER GRINGOS. Und dann die Seriennummer.
Im Grossen und Ganzen sollte der nachweisbare Mehrwert mit dem offiziell gewechselten Geld übereinstimmen. Dinghi nachweisbar, Essen im Dunklen, okay.
Jörg Schulze