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letzter Beitrag 18.02.17 um 20:58 von  Frau Gans
Horn von Afrika: Status?
 7 Antworten
Autor Nachrichten
guk
Skipper
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Posts:63


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04.11.14 um 22:31

    Hallo Zusammen!
    Ich hätte gerne etwas mehr AKTUELLE Fakten über die Situation am Horn von Afrika. Was hat sich, sagen wir mal in den letzten 12 Monaten, geändert?
    Wieviele Yachten wagen, ins Rote Meer zu segeln? Gibt es bewaffnete Konvois für Yachten? Gibt es Skipper die im Auftrag Boote dort hindurch bringen?  Wie ist die Situation zwischen Malediven und Oman?
    Ist weiterhin alles beim Alten und die Route durch das Rote Meer ist auf unabsehbar lange Zeit "geschlossen"?
    Viele Grüsse,
    Ulf

    Rossio
    Skipper
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    Posts:39


    --
    05.11.14 um 12:53
    ...allgemein wird gesagt dass die Attacken im Roten Meer zurückgehen.
    http://eunavfor.eu/key-facts-and-figures/
    Die Schwerpunkte sollen sich auf die Ölfördergebiete an der Westküste verlagert haben, aber Vertrauen würde ich darauf nicht.
    Auch auf Noonsite.com wird über einen Vorfall im Oktober berichtet - also nichts überstürzen.
    http://www.shipping.nato.int/Pages/default.aspx

    noch aktueller: http://www.mschoa.org/on-shore/home

    Gruss
    Rossio
    Venus
    Skipper
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    Posts:58


    --
    05.11.14 um 14:15
    Nach meinen Informationen hat sich die Lage wieder verschlechtert. Das Horn von Afrika kommt zur Zeit nicht infrage.
    Uwe
    www.SYVenus.de
    Frau Gans
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    --
    06.12.15 um 07:22
    Vielleicht sollten wir mal die deutschen Boote fragen, die in 2015 dort durchgegangen sind, denn die werden ja auch Kontakt zur internationalen Gemeinschaft haben.
    Ich kontakte die mal - kann etwas dauern.
    Fleur de Mer
    Segler
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    --
    08.03.16 um 15:10
    Letzte Info Bundespolizei, PPZ Piraten Präventionszentrum, Neustadt i.H.
    Letzter Überfall auf ein deutsches Schiff 2012. Die vermeintliche Ruhe seitdem bedeutet keine Sicherheit, sondern es finden immer noch Scheinangriffe bzw. Austesten der Lage statt. Die Handelsschiffe sind mittlerweile alle mit bewaffneten Sicherheitskräften unterwegs. Deutsche Yachten wurden auch nicht mehr überfallen. Man kann sich mit dem PPZ in Neustadt absprechen und seine Position mitplotten lassen. Wenn ein Kriegsschiff in der Nähe ist, kommt es auch zu Hilfe. Entführung kann nicht in jedem Fall vermieden werden.
    Nach deren Empfehlung eher das Seegebiet meiden.

    Viele Grüße
    Armin (SY Fleur de Mer)
    Frau Gans
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    21.07.16 um 00:06
    Im Hafenmeisterbüro in Jamestown/St. Helena fanden wir mehrere Darstellungen von Pirateriebrennpunkten. Das Horn von Afrika war für den Zeitraum 14/15 vergleichsweise unscheinbar dargestellt - dem gegenüber allerdings ein extremer Brennpunkt zwischen Togo und Äquatorial-Guinea. Das sollte man in jedem Fall im Hinterkopf haben, wenn man die westafrikanische Küste bereist.
    Die deutschen Segler, die ich wegen ihrer Rot-Meer-Passage in 2015 angesprochen hatte, haben sich leider beide nicht zurückgemeldet.
    Gruß aus Brasilien
    Andrea Fuchs
    SV AKKA
    Frau Gans
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    25.10.16 um 15:24

    Guter Bericht zur Situation am Horn von Afrika

     

    http://www.noonsite.com/General/Rou...-area-2016

     

    Und noch ein Link aus dem privaten Logbuch:

     

    http://logbook.alytes.de/wp-content/uploads/2016/04/IMG_7059.jpg

    Frau Gans
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    18.02.17 um 20:58
    Hier ist noch einmal ein taufrischer Erfahrungsbericht - wir haben mittlerweile 5 oder 6 Boote, die dabei sind oder sich drauf vorbereiten, von Süd(ost)asien nach Port Sudan zu gehen.

    Hey there, we did the gulf of Aden few days ago and here is what we post on Facebook: Arrived in Sudan! 24 days, our last ocean crossing. We had it all in the Far East: no wind, gentle breeze, and a gale. ... MSCHOA and UKMTO made us feel safe in pirate alley, off Somalia and Yemen, with daily Japanese navy flyovers and regular radio- and phone calls. With the amount of coalition warships around, any pirate would be insane to try anything. On to Bab el Mandeb; gateway to the Red Sea where we found a dessert haze, in between Djibouti and Yemen, with screaming winds, flying along with only the storm jib. Up up, north off the coast of Saudi Arabia, until last night we turned westbound, making landfall in Sawakin, an old slavers town in decay, where the men in chains used to be shipped from to the Ottoman empire. We were superbly received by Mohammed, the best agent we ever had, who refueled and checked us in within hours. In the town, the people are modest, kind and surprised to see visitors. The Mediterranean is only 800 Miles away now, though it is an upwind beat. Monday we set sail...


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