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letzter Beitrag 06.03.14 um 15:13 von  Fleur de Mer
AIS Transponder - Unterschiede in der Qualität
 8 Antworten
Autor Nachrichten
Fleur de Mer
Segler
Segler
Posts:12


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23.02.14 um 15:22
    Bin gerade dabei mir einen AIS Transponder auszusuchen. Gibt es hierzu Empfehlungen, Tops oder Flops?

    Die neuesten Geräte haben jetzt auch schon einen NMEA2000 Ausgang. Ist dieser wichtig, oder reicht nicht auch ein NMEA0183 Ausgang zum Anschließen an einen AIS tauglichen Plotter.

    Wie ist das mit der zusätzlichen externen Antenne? Ist ein integrierter Antennensplitter zur Verwendung der UKW-Antenne genau so gut?
    Was macht einen guten Transponder aus?

    Freue mich über Eure Meinungen.

    Liebe Grüße

    Armin
    SY-Takefive
    Posts:3


    --
    23.02.14 um 22:28
    Hallo Armin,

    ich habe seit ca 2 Jahren den EasyTRX von Weatherdock und bin damit sehr zufrieden. Die Installation war wirklich einfach: Festschrauben, Stecker rein, Schiffsdaten eingeben und fertig. Die Verbindung zum PC erfolgt bei mir über ein USB-Kabel.

    Ob Du NMEA200 brauchst hängt m.E. davon ab, was Du sonst noch für Hardware an Dein Bordnetz anschließen willst - ich brauch's nicht (zukunftssicherer ist es aber möglicherweise).

    Der Transponder braucht auf jeden Fall eine eigene GPS-Antenne, da reicht eine im NMEA-Netz vorhandene nicht aus. Denn um im richtigen Moment die eigenen AIS-Daten zu senden kommt es auf Sekundenbruchteile Genauigkeit beim Empfang des Zeitsignals über GPS an, das funktioniert nur über eine direkte Verbindung. Mein Transponder kann dann aber 'sein' GPS-Signal ins NMEA-Netz einspeisen und den anderen Geräten damit zur Verfügung stellen (auch dem über USB verbundenen Plotter auf dem PC).

    Ich nutze den integrierten Antennensplitter und konnte keine Nachteile gegenüber der direkten Verbindung feststellen. Auch habe ich nie "Aussetzer" bemerkt, die ich auf das kurze Umschalten während des AIS-Sendebetriebs hätte zurückführen können. Die Zeit während das AIS die Antenne zum senden für sich beansprucht (und dazu natürlich das Funkgerät von der Antenne trennen muß um das Empfangsteil der Funke nicht zu zerschießen) ist anscheinend so kurz, daß es nicht wahrnehmbar ist.

    Alle Transponder, die sich an die Norm halten sind wohl als "gut" zu bezeichnen. Lediglich was sie darüber hinaus können (z.B. Splitter (nur Seefunk oder auch TV), W-LAN-Anbindung, Datenstrom-Protokoll auf SD-Karte, Ankeralarm, CPA, AIS-PAN PAN-Funktion, Diagnose-Funktionen, ...) unterscheidet sich dann; aber ob das für Dich nötig/sinnvoll/gut ist musst Du selber beantworten.

    Viele Grüße
    Ralph
    jamesmcdust
    Kommodore
    Kommodore
    Posts:133


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    24.02.14 um 02:32
    Hallo Segelkameraden
    ich habe Wert auf einen Transponder mit eigenem Monitor gelegt. Grund: ich segle sehr oft auf der offenen See, mein Notebook auf dem ich navigiere ist dann ausgeschaltet (weniger Stromverbrauch). Das hat sich zu meiner vollsten Zufriedenheit bewährt. Nach Prüfung verschiedener Möglichkeiten (z.B. Simrad, Icom) entschloss ich mich für einen Watchmate 850 von Vesper Marine in NZ der unter US Fahrtenseglern einen ausgezeichneten Ruf hat und sich durch einfache Bedienung, geringen Stromverbrauch und einfache Installation zusätzlich auszeichnet. Montiert habe ich eine separate VHF Antenne und einen zusätzlichen Alarmbuzzer damit ich nicht nur durch das blinkende Display und das Pfeifen des Gerätes gewarnt werde. Eine zusätzliche GPS Antenne war nicht notwendig, da auf meinem Katamaran die Empfangsverhältnisse am Naviplatz im Salon für den GPS Empfang mindestens ausreicheichend sind.
    Weiter hat mir sehr gepasst, dass ich die Aussendung meiner AIS Daten nach Bedarf unterdrückend kann, eine Eigenschaft von der ich in gefährlicheren Regionen (Venezuela, Mayotte, Madagaskar, Mosambique) Gebrauch gemacht habe.
    Da ich mit dem Gerät wirklich sehr zufrieden bin, habe ich inzwischen noch einen Monitor als Tochtergerät angeschafft. Diesen Monitor werde ich im Cockpit von verschiedenen Positionen aus gut einsehbar montieren. Ich gebs zu dieses Tochtgeräte wäre nicht unbedingt notwendig, da aber neben den grossen Pötten und mittlerweile auch Sportbooten, nun auch viele Seezeichen AIS Signale senden, keine schlechte Sache.
    Fair winds
    James
    SY-Kassiopeia
    Skipper
    Skipper
    Posts:74


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    24.02.14 um 11:52
    Wir haben auch den easyTRX von weatherdoc und sind sehr zufrieden damit. Auch mit dem kann Senden extra abgeschaltet werden.

    Wir haben keinen Splitter sondern eine Kombiantenne mit GPS und VHF, die auf der Reling montiert ist. Kostentechnisch gibt sich das wenig im Gegensatz zu Splitter und extra GPS-Antenne und wir haben damit im Notfall eine zusätzliche VHF-Antenne. Die Reichweite mag auf der Reling montiert etwas weniger sein als im Masttop, wir hatten bisher da allerdings weder Empfangs- noch Sendeprobleme. Wir wurden von anderen großräumig umfahren und haben auch schon Signale aus über 100sm empfangen.

    Gruß
    Claudia
    SY Vigo
    Kommodore
    Kommodore
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    24.02.14 um 14:26
    Wir haben ebenfalls einen AIS-Transponder der Fa. Weatherdock an Bord installiert. Das von uns ausgesuchte Model verfügt u.a. über einen eigenständigen CPA-Alarm. Dieses feature empfanden wir als besonders wichtig und sinnvoll. So erhalten wir eben auch dann noch einen Alarm, wenn der Plotter nicht benötigt wird und zum Zwecke der Stromersparnis ausgeschaltet wird.

    Fair winds

    Bettina Heüveldop
    www.sy-vigo.de
    guk
    Skipper
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    Posts:63


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    25.02.14 um 20:24
    Der Watchmate 850 ist in der Tat sehr gut! Auf hoher See brauchst Du nichts anderes mehr.
    Und die aktuellste Version (neue Firmware) bietet auch noch gratis inklusive einen perfekten Mann-über-Bord-Alarm: Wenn Du Deine Schwimmwesten mit personal AIS-Sendern ausrüstest (z.B. Kannad R10), gibt der Watchmate 850 sofort akustischen Alarm (nach Wunsch auch über externen Pieper) wenn das Signal davon aufgefangen wird.

    Beim Segeln zu Zweit kann so der Partner ruhig schlafen und würde doch über einen beliebig lauten Alarm geweckt, sollte die Person auf Wache über Bord gegangen sein.
    Ulf
    Fleur de Mer
    Segler
    Segler
    Posts:12


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    01.03.14 um 21:19
    Vielen Dank für die ehrlichen Antworten. Tendenziell hatte ich mich auch zu dem easy entschieden. Bei weatherdoc gibt es auch einen super Support für diesen Transponder.
    Kann man Transponder auch ganz vom Strom nehmen ohne Verlust der eingetragenen Daten?

    Ein schönes Wochenende noch
    Armin
    SY-Kassiopeia
    Skipper
    Skipper
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    01.03.14 um 22:38
    Die Schiffsdaten werden direkt drin gespeichert. Wir haben unseren vorkonfiguriert bekommen, mussten ihn nur noch anschließen und auf dem PC die entsprechende Software wie passende Treiber für die Schnittstelle installieren.

    Gruß
    Claudia
    Fleur de Mer
    Segler
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    Posts:12


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    06.03.14 um 15:13
    Schiffsdaten können nur einmal in einen Transponder eingegeben werden. Somit ist der Transponder eindeutig einem Schiff zugeordnet. Hierzulande ist es üblich, daß man als Schiffseigner die Daten selbst über PC in den Transponder programmiert. Die USA verlangen, daß der Hersteller selbst die Daten einprogrammiert.
    Wird der Transponder ausgeschaltet, bleiben die Daten dennoch einprogrammiert. (Auskunft von Weatherdock/easy)

    Fair winds
    Armin


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