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letzter Beitrag 14.05.15 um 12:35 von  Wigwam-Crew
Pazifischer Flächenbrand
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Ernst
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08.07.12 um 01:31

    Pazifischer Flächenbrand

    Vor ein paar Tagen erhielten Inge und ich von Günter S. Hamacher einen höchst beunruhigenden Bericht über Ecuador und speziell Galapagos. Günter betreut das deutsche Contadora – Funknetz für Segler. Seine Station befindet sich auf der Insel Contadora in Panama. Seit Jahren erhält Günter Seglermeldungen über Missstände im Galapagos Archipel.

    Hier der Originaltext Günters:

    Zitatanfang:

    --------------

    Alle Segler der Welt werden von den Galapagos Inseln ausgesperrt.

    =Ein Bericht vom Pacific Island Net für Segler im Pazifik=

     Laut bestätigten Meldungen eines Agenten von San Cristobal liegt bei den Behörden in Galapagos ein Gesetzentwurf zur Verabschiedung vor, wonach künftig alle Segler die die Galapagos Inseln anlaufen, gezwungen werden sollen für jeden Tag ihres Aufenthaltes auf den Inseln, einen Betrag von 300 Dollar pro Besatzungsmitglied zu zahlen.

     Nicht nur das die Hafenkapitäne von Galapagos in den letzten drei Jahren gegen die int. Seerechte mit Polizeigewalt verstoßen haben ( Aufenthalt von mind. 72 Stunden auf jedweder Insel oder Platz der Welt) nun wollen die Behörden das auch noch toppen.

    Segler sind eine Gefahr für die Weltmeere, denkt die Regierung von Ecuador.

    Das Pacific Island Net täglich um 3:00 UTC auf 14.135.00.

    Tel: 00507-250-4030- contadora@gmx.de

     

    Zitatende

    -----------

    Mit Sicherheit würde diese Gebührenexplosion auf den pazifischen Inseln einen Flächenbrand auslösen und es ist mit diversen Nachahmern zu rechnen. Siehe auch drastischer Gebührenanstieg in Fiji 2012.

     

    Guenter brachte gestern auch folgendes Scenario zur Sprache:

    -----------------------------------------------------------------------

    Eine Yacht vier Personen und mit Maschinen- oder Riggschaden läuft Galapagos als Nothafen an. Die Yacht hat etwa 30 Tage auf Ersatzteile zu warten. Wenn die Crew Glück hat bekommt sie die Teile innerhalb dieser Zeit und braucht unter anderem lediglich 36.000.- Dollar Gebühren zu bezahlen. In Worten sechsunddreißig tausend Dollar! Bei einer so lukrativen und unmenschlichen Einnahmequelle ist damit zu rechnen dass sie noch einmal so lange auf die Zollfreigabe warten kann.

     

    Jetzt erhebt sich die Frage was tun wenn dies in Kraft treten sollte?

     

    Welche Macht haben wir als TO und wie können wir sie einsetzten?

     

    Können wir uns, als großer Verein der wir ja nun mal sind, mit anderen Seglerverbänden kurzschließen um einen Boykott anzuregen.

     

    Können unsere klugen Köpfe mit diplomatischem Geschick auf die Botschaft einwirken?

     

    Kann Uwe Röttgering juristisch etwas anleiern?

     

    Gibt es im Seerecht Möglichkeiten Nischen gegen solche Auflagen zu finden? Und und und….

     

    Sollte der TO die Presse involvieren?

     

    Die Stützpunktleitung vor Ort dürfte schon allein wegen der eigenen  Sicherheit nicht damit eingebunden werden. Dazu scheinen die lokalen Strukturen zu exotisch zu sein. 

     

    Es muss auf jeden Fall von außen etwas getan werden.

     

    Jede konstruktive Idee wird benötigt um diese Gefahr abzublocken.

     

    Gelingt uns das nicht wird der Pazifik zur Finanzfalle für Segler mit normalem Budget und wir können die Förderung des Hochseesegelns auf das Steinhuder Meer beschränken.

     

    Inge-Edith & Ernst-Friedrich Bartels

    Schoner Atlantis

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    Albatros
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    08.07.12 um 10:23
    Nun mal langsam mit den jungen Pferden! Und es wird nie so heiss gegessen wie gekocht wird. Ganz besonders gilt dies fuer Suedamerika. Und man sollte diese, vom Informationsgehalt her zunaechst tatsaechlich besorgniserregende Meldung, entsprechend einordnen. Seit vielen Jahren wird immer wieder Haarstraeubendes von den Behoerden auf den Galapagos berichtet, aber wenn man genauer hinschaut, entpuppt sich meistens alles als der beruehmte Sturm im Wasserglas. Zur Beruhigung des hochgehenden Seegangs hier vielleicht eine kleine Geschichte, die ich vor Jahren selbst in aehnlichem Umfeld erlebt habe. Sie ist symptomatisch fuer alle solche gross angekuendigten Massnahmen suedamerikanischer Buerokratie: Wir segelten mit ATAIR, von Mar del Plata kommend, durch den feuerlaendischen Murray Kanal Richtung Ushuaia. Es wehte grosse Kanonen, und die Sicht war entsprechend mies. Da schaelte sich der schwarze Schatten eines chilenischen Kanonenbootes aus den Regenwaenden. Grosses Geschrei und Megafongedroehn. Wir sollten nach Puerto Williams folgen. Dort hatten wir kaum den Anker unten, als ein Schlauchboot der Armada de Chile laengsseits kam. Sechs Marinesoldaten mit Maschinenpistolen kletterten an Bord. Ein Teniente erklaerte, dass wir durch militaerisches Sperrgebiet gefahren seien, und dies sollte 5.000 US Dollar Strafe kosten. Aber ich haette das Recht, mich zu beschweren. Das tat ich beim Commandante in der Base Naval. Ja, hiess es, leider muesse er bestaetigen, was ich gehoert hatte. Ich fragte, ob ich rauchen duerfte. "Claro, senor, adelante!" Als er aber sah, wie ich mir mit einer Zigarettenrollmaschine eine drehte, wollte er dies auch probieren, und wenig spaeter sassen wir, plus drei seiner Kameraden bei mehreren Flaschen Vino Tinto. Ich schenkte ihm die Zigarettenmaschine, wir erzaehlten Witze und als ich dann wieder nach der Strafe fragte, lachte man freundlich: "Que multa? Hay excepciones, si o no?" Ich denke, da ist mal wieder jemand unbedacht vorgeprescht, und es wird nicht lange dauern, und alles rudert wieder zurueck. Wie bei den angekuendigten, absurd hohen Panama-Kanal-Gebuehrenerhoehungen vor einigen Jahren, der Sperrung aller patagonischen Kanaele ausser Beagle, Smith und Wide, usw. usf. Und einen pazifischen Flaechenbrand wird dies alles mitnichten verursachen. In der Suedsee gehen die Uhren gluecklicherweise immer noch etwas anders. Keine Sorge!

    Gruss
    Klaus-P. Kurz
    Brigantine ATAIR
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    Bernhard Jaeger
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    09.07.12 um 13:36

    Ich muß Herrn Kurz Recht geben: Nur keine Aufregung!

    Vor Allem sollte man hier eins nicht vergessen: Die Galapagos Inseln sind nicht Fiji, nicht Tonga und auch nicht Malorca. Galapagos ist ein einzigartiges Naturdenkmal, das geschützt werden muss und nicht weiter unter hohen Besucherzahlen leiden sollte! Ob das nun durch Verbote erreicht wird, oder durch sehr hohe "Eintrittsgebühren", sollte man der Regierung überlassen. Internationale Naturschutzverbände haben Jahre dafür gekämpft, dass etwas passiert. Man sollte das nun akzeptieren!

    Gruss
    Bernhard Jaeger
    Cuxhaven
    Bernd
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    09.07.12 um 19:24
    Beigetragen von Ernst am 08 Jul 2012 01:31:54

    .........

     Laut bestätigten Meldungen eines Agenten von San Cristobal liegt bei den Behörden in Galapagos ein Gesetzentwurf zur Verabschiedung vor, .................

    Gesetzentwürfe liegen sicher auch in Ecuador dem Parlament zur Verabschiedung vor und nicht den Behörden. Das zeigt schon eine gewisse laienhaftigkeit der Meldung.

     

    Kann Uwe Röttgering juristisch etwas anleiern?

    Na klar, Uwe Röttgering gegen den Staat Ecuador! -:)

    Gruss Bernd
    Ernst
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    09.07.12 um 20:37
    Zu Klaus:
    Navigationsfehler können passieren. Deine Offenheit spricht für Dich.
    Uns ist es in 28 Seglerjahren gelungen ohne Bestechung durch die Weltmeere zu segeln. Dabei soll es, wenn möglich, auch bleiben. Selbst wenn es nur eine Zigaretten-Roll-Maschine ist. Wir haben die chilenische Marine spez. in Puerto Williams in bester Erinnerung.

    Zu Bernhard Jaeger:
    Galapagos ist unter anderem ein Hochsee-Stützpunkt für die Langfahrt, der mit Sicherheit auch von Seglern angelaufen wird. Es ist unsere Pflicht als TO die Ahnungslosen darunter zu warnen.
    Der Sache das Umwelt-Gutmensch-Mäntelchen umzuhängen ist zeittypisch. Diese Denkweise wird in der Zukunft noch viele Probleme bereiten.

    Zu Bernd:
    Auch dieser Kommentar ist in keiner Weise sachdienlich. Was soll er überhaupt bedeuten?

    Für dieses Thema ist Aufmerksamkeit und Aktivität gefordert und keine Baldriankur.

    Gruß Ernst
    Albatros
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    09.07.12 um 23:34
    Lieber Ernst,

    es handelte sich um keinen Navigationsfehler. Wer den Murray Kanal kennt, weiss vielleicht, dass dort ein Sperrgebiet existierte, das auf BA Karten lange Zeit nicht eingezeichnet war, und nur diese hatten wir seinerzeit an Bord. Aber darum geht es hier ja gar nicht, sondern darum, dass etwas, was bei Dir (und vielen anderen Deutschen) Bestechung genannt wird, in Suedamerika haeufig unter "flexibler Anpassung an spezifische Bedingungen" rangiert. Das solltest Du eigentlich wissen, wenn Du dort gewesen bist. Und Bernhard Jaeger hat einen wichtigen Punkt angesprochen: Die fragliche, geplante Bestimmung sollte naemlich genau in diesem Kontext gesehen werden, denn sie wurde wahrscheinlich eingefuehrt, um eben genau die abzuschrecken, die sich davon abschrecken lassen, und eben nicht die, die wissen, dass in Lateinamerika Papier sehr geduldig ist. An Bernd jedoch geht ein "Thumbs up!" Ja, was soll denn Uwe gegen die Anordnung einer souveraenen Regierung ausrichten? Meine Guete!
    Nein, schlafenden Hunde nicht zu wecken, ist sicher keine Baldriankur, sondern Klugheit.
    Uebrigens: Ich habe noch aus meiner eigenen Marinezeit und meinem Lebensabschnitt in Chile Freunde bei der chilenischen Marine. Ich werde ihnen von diesem Thema berichten, und ich verspreche Dir, sie werden sich mal wieder schlapp lachen ueber uns deutsche "Quadriculados".

    Tschuess
    Klaus
    Brigantine ATAIR
    TO-Russell
    Moskito
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    10.07.12 um 01:36
    Beigetragen von Bernd am 09 Jul 2012 19:24:44
    Beigetragen von Ernst am 08 Jul 2012 01:31:54

    .........

     Laut bestätigten Meldungen eines Agenten von San Cristobal liegt bei den Behörden in Galapagos ein Gesetzentwurf zur Verabschiedung vor, .................

    Gesetzentwürfe liegen sicher auch in Ecuador dem Parlament zur Verabschiedung vor und nicht den Behörden. Das zeigt schon eine gewisse laienhaftigkeit der Meldung.

     

    Kann Uwe Röttgering juristisch etwas anleiern?

    Na klar, Uwe Röttgering gegen den Staat Ecuador! -:)


    Hallo Bernd,Hallo alle


    soweit ich das verfolge ist die sache komplexer....

    Klar--weder der Klub noch eins seiner Mitglieder kann da was "anleiern" es sei denn jemand kennt den Generalkonsul oder sowas vonEkuador-----(ironisch gemeint)

    Günther Hamacher sitzt auf der anderen seite vor der "Front" und wenn er als Rheinländer "Scene" macht, dann hat er das aus seinem Netz und aus mmmmerster hand.

    -Galapagos und Aufenthalt ist seit jahren eine eigenartige Zone, jedenfalls ist sie nicht "demilitarized" wie das so schön im Computerjargon heisst und weit weg von direktem staatlichen einfluss aus Quito

    ---durch das simple Segeln von Heute fahren auch jede Menge aller segler durch den Kanal auf die Galapagos...sind dann meist erst einmal von der Tour geschlaucht....wenn sie das falsche Zeitfenster erwischt haben.....und das kann auch "lukrativ" ausgewertet werden, vor allem, wenn jede Insel...wenn ich mich recht erinnere...einen eigenen"commandante" hat.

    --die Galapagos sind sicher eine schützenswerte zone...

    daraus eine sinnvolle Politik zu machen ist sicher nicht leicht.

    Jedenfalls kommt man da mit einer "Zigarettendrehbox" nicht sehr weit

    es haben schon einige Segler Probleme gehabt, vor allem dann, wenn sie den Rechtsstaat anrufen, das funktioniert ja noch nicht mal in Deutschland.....

    und dem Günther weinen dann die Funkfreunde die Runde voll...c'est la vie..

    meint Moskito

    ist der nicht schön!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
    Et hätt noch emmer joot jejange ...meint Selmi :):) Moskito .... meine Ideen zum Bord-Alltag findet Ihr in Die Faehre
    AKKA
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    10.07.12 um 02:58
    Einige persönliche Anmerkungen zu diesem Thema:
    Wenn es notwendig ist, sollten wir Segler/die Verbände versuchen,etwas dagegen zu unternehmen, aber dazu müsste man zunächst mal feststellen, inwieweit es notwendig ist; insofiern: vielen Dank für die Information.
    Allerdings war es schwer, die Information aus diesem Aufschrei herauszulesen - von Flächenbrand über abstruse Rechnmodelle bis zum "Steinhuder Meer".

    Was mich aber wirklich wütend macht ist der Nachsatz zum "Gutmenschen", Umwelt hin oder her. Einen Diskussionspartner, der sich mit einem wichtigen Argument einbringen, derartig zu diskreditieren, finde ich unter aller Kanone, mal abgesehen davon, dass es wohl eher der Umwelt-nicht-so-gut-Mensch ist, der uns ein gut Teil der existenten Probleme beschert, und das Eingangsposting an sich schon allerlei Widerstand heraufbeschwören muss.

    Zum Thema selbst: Wir sind 2010, vorbereitet durch die Aussagen (oder das Hörensagen) anderer Segler sowie Günters Einlassungen, auch im damaligen Bluewaterforum, mit allerlei bösen Vorahnungen nach Galapagos gesegelt. Nichts von alledem, was man uns prophezeite, hat uns betroffen bzw. haben wir angetroffen - dies soll nicht heißen, dass es keine Schwierigkeiten gibt/gab/geben kann. Wir haben Freunde getroffen, die die berühmten 72 Stunden in Baquerizo Moreno waren, wir selbst waren, wie diverse andere Boote, für 3 Wochen dort, andere mit Vorabgenehmigung für mehr als 2 Monate und mit Genehmigung für 5 Inseln. Die vielgescholtenen Gebühren für unsere Einklarierung beliefen sich auf etwas über 300 US$, Hafengebühr, Quarantäne, Immigration, Abrechnung basierend auf der Tonnage, also durchaus mit System. Wir selbst haben ausklariert und sind wegen eines medizinischen Notfalls nach 2 Tagen wieder eingelaufen, dieses Mal in Santa Cruz - die Einklarierung aus San Cristobal war, ich habe es mit eigenen Augen gesehen, auf dem Computer dokumentiert und rückverfolgbar, wir bekamen zunächst mal 96 Stunden ohne weitere Formalitäten zugestanden.

    Wie es nun weitergeht in Galapagos steht sicher auf einem anderen Blatt und wir müssen es beobachten; den Umweltgesichtspunkt sollten wir bei allen Entscheidungen nicht aus den Augen verlieren.
    Die See gehört eben nicht (smily, smily) uns. Aber da gehen die Meinung eindeutig auseinander.

    Andrea / AKKA
    AKKA
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    10.07.12 um 03:52
    Ich kann leider mit der langsamen Internetverbindung in Vava'u die Bearbeitungsansicht nicht aufrufen, daher kurz noch ein Nachsatz: zu den Einklarierungsebühren (incl. Agent) kommen pro Person und Besuch eine Jahres-Nationalparkgebühr von 100 Dollar hinzu, das habe ich vergessen zu erwähnen.

    Leider konnte ich so die Tippfehler nicht korrigieren - apologies.

    Andrea


    PS: Wie Modkito schon sagt - durch das simole Segeln heutzutage... Der Flächenbrand sind wir ;)
    AKKA
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    10.07.12 um 03:53
    Ich kann leider mit der langsamen Internetverbindung in Vava'u die Bearbeitungsansicht nicht aufrufen, daher kurz noch ein Nachsatz: zu den Einklarierungsebühren (incl. Agent) kommen pro Person und Besuch eine Jahres-Nationalparkgebühr von 100 Dollar hinzu, das habe ich vergessen zu erwähnen.

    Leider konnte ich so die Tippfehler nicht korrigieren - apologies.

    Andrea


    PS: Wie Moskito schon sagt - durch das simole Segeln heutzutage... Der Flächenbrand sind wir ;)
    Bernd
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    10.07.12 um 19:53
    Sehr geehrter Herr Bartels,

    wenn Sie nicht verstehen, was meine kurzen Anmerkungen bedeuten sollen liegt das sicher nicht an mir. Ihr Beitrag hätte noch eine weit eingehendere Kommentierung verdient, nicht, was die Tatsache der Gebührenerhöhung betrifft, sondern vielmehr, wie sie völlig unsinnige Thesen mit 3 Leerzeilen Abstand aufblasen, die dadurch aber nicht sinnhaltiger werden.

    -"Welche Macht haben wir als TO .........?"
    Ich schätze mal gar keine

    -"Können wir uns, als großer Verein der wir ja nun mal sind, mit anderen Seglerverbänden kurzschließen um einen Boykott anzuregen?"
    Es wird doch wohl letztlich jeder Segler, jedes Seglerpaar selber entscheiden, ob es zu den Konditionen -so sie überhaupt kommen- hinfährt oder nicht.

    -"Sollte der TO die Presse involvieren?"
    Na, da werden sich die Regierenden in Ecuador aber mächtig erschrecken
    Gruss Bernd
    Ernst
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    10.07.12 um 23:19
    Sei so gut und setze dies bitte ins gleiche Forum Ernst, als letzte Handlung aber in meinem Namen.
    Danke.
    Machst Du das ??????????
    Günter.
    Zu Deinem Text:


    Na prima, alles Leute die Teils an der Sache vorbei reden.
    Noch einmal.

    1. Sollte der TO ja das internationale Seerecht kennen.
    Das muss jeder Segelorganisation ja vorliegen.

    2. Sollte es dem TO möglich sein bei der Ecuadorianischen Botschaft in Berlin in Erfahrung bringen zu können, ob dieses Seerecht ( auch für Segler) künftig auch für Galapagos gilt.
    Das erst würde Möglichkeiten für Segler eröffnen, wenn ja.

    3. Gibt es unter den Seglern niemand, der ein Land fragen kann, welche Gesetze dort gelten????????
    Sabbeleien über 2010 und dann Verbesserungen gelten und stimmen auch nicht.
    Schon in 2010 wurden Segler darauf von mir Aufmerksam gemacht, dass Hafenkapitäne auf Galapagos gegen das geltende Gesetz verstoßen haben.
    Der meckernde Segler hätte keinen Agenten bezahlen brauchen und auch die Parkgebühren waren Unrechtens.
    Das sind aber die Segler die sagten. Ach Gott das arme Galapagos, gönnen wir ihnen die schlappen 600-800 Dollar, für die drei Tage doch, nicht wissend, wie ein Segler sagt, dass die Segler diesen Pazifik-Brand selbst ausgelöst haben.
    Nicht wissend, dass es auch Segler gibt, die das nicht bezahlen können.

    Jeder lügt sich in die eigene Tasche, zahlt und findet auch noch Entschuldigungen dafür.
    Günter, also das Pacific Island Net hat jedes Jahr zuerst den ersten Segler nach Galapagos geschickt, um zu wissen was in dem Jahr wieder auf Galapagos los ist.

    Günter, also das Pacifik Island Net hat also nur das nachgeplappert was Segler ihm von Galapagos erzählt haben, also Informationen von Seglern die nicht sofort bezahlt haben sondern alle nachfolgenden Seglern zunächst einmal darüber zu informieren, was Galapagos ein Jahr später wieder angestellt hat.

    Ab sofort wird das Pacific Island Net niemanden mehr warnen wenn sich etwas drastisch in einem Land verändert hat.

    Das Netz lässt die Segler also ins Elend rennen, weil deren Organisationen nicht in der Lage sind, den Ernst einer Warnung zu erkennen.
    Das Pacific Island Net hat jahrelang Segler in den Marquesas, Panama oder in den Perleninseln vor materiellem Schaden bewahrt, das wird der Vergangenheit angehören weil einige Segler offensichtlich nicht das Motiv eines echten Funknetzes verstehen.
    Funknetze in Europa oder im Atlantik mögen mit den Seglern was rumquatschen.
    Mein Netz beschränkt sich nicht darauf, wie Segler im Pazifik wissen.

    Günter S. Hamacher.
    Das Pacific Island Net in Panama.
    Rufzeichen HP1XX.



    AKKA
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    10.07.12 um 23:56
    Auch diese aufgeregte Reaktion verstehe ich nicht.  Es wird doch nicht gegen das Contadora-Netz gewettert (aber in der Gegenrichtung ;) ) .


    Aber ich habe doch noch etwas weiter zu sabbeln.

    Natürlich sind die Nationalparkgebühren rechtens, wenn man den Nationalpark betritt, und in diesem Moment werden die GEbühren erhoben (das ist in einer Vilezahl der Parks dieser Welt usus) - ich wollte nur vermeiden, dass der geneigte Leser meint, ich wolle diese Gebühren unterschlagen. Tut mir leid, dass ich das nicht missverständlich ausgedrückt hatte.


    Ich habe begonnen, Erkundigungen einzuziehen, sollte sich was ergeben wird es hier stehen.

    Bis dahin lassen wir den Pazifik brennen. Sind ja nur 30% der Erdoberfläche.

    Genug gesabbelt.
    Andrea / AKKA
    Gustavo
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    Skipper
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    11.07.12 um 00:22
    Hallo Andrea von der AKKA,
    eine kleine Frage : welchen Smily würdest du dier zu diesem Thema wünschen ???
    Tschüüüsss !!
    Gustavo
    Albatros
    Skipper
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    11.07.12 um 00:41
    Gute Idee, Andrea. Und hier in Neuseeland brennt der Stille Ozean noch nicht, im Gegenteil, es ist recht kalt heute morgen. Und an Gustavo: Ja, Smilies. Gibt's eigentlich auch eines fuer "beleidigte Leberwuerste"? Dann sollten wir je eines nach Contadora und nach Savusavu schicken. Wenn ich mich an dieses "Pazifik Netz" erinnere und die ganzen Quatschkoepfe darin, dann braeuchten wir allerdings Smilies in der Groessenordnung von einigen Gigabytes.

    Gruss
    Klaus
    Brigantine ATAIR
    Gustavo
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    Skipper
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    11.07.12 um 01:02
    Hallo Klaus ,
     scheint heute kein Interesse an Smilies zu geben ...............ist auch eigentlich verständlich ,die Wal wird zur Qual um den passenden zu diesen Tema zu finden .Hier auf dieser Seite ist es auch eiskalt (jetzt 20 Uhr, -2°).
    Machs gut,
    Gustavo
    Ernst
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    Kommodore
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    11.07.12 um 02:35
    Bitte noch etwas, nachdem Andrea was geschrieben hat.
    Danke Ernst, auch Danke für das erste..
    Günter.

    Liebe Andrea,
    so wie Du das schilderst stimmt das nicht.
    Dem TO lagen vor drei und vor zwei Jahren Beweise von 2 Botschaften vor, die Bestätigten das die s.Z. bestehenden Gesetze von Ecuador von dem Hafenkapitän in San Cristobal dem sie vorgelegt wurden, missachtet worden sind und der zu einigen Segler in 2009 gesagt, hatte, was Botschsaften und andere erzählen oder schreiben interessiert mich nicht. ich mache meine eigenen Gesetze hier.
    Alle Beweise lagen also dem TO Vorstand vor.und sie haben nicht reagiert und auch damals deine Jacht geschützt hätten können.
    Das ist was Du nicht weist.
    Was Du auch nicht weist ist die Tatsache, dass mein Netz sich für die Segler hier eingesetzt hat.aber nur drei Segler mitmachten, obwohl es nur um ihren eigenen Vorteil ging und nicht um meinen..
    Vermutlich auch, weil wenn Segler etwas beschissenes bemerkten, es nicht an andere oder ihren TO weitergegeben haben.
    Uneigenützig von mir, wurden so Hunderte Doller von mir für die Segler erspart..
    Nein es geht nicht um mein Netz, wenn man was ehrenamtlich tut, dann geht es nie um denjenigen, aber
    mein Netz hat das nicht durchgehen lassen, hat selbst Botschaften und Regierungen angeschrieben obwohl ich eigentlich keine Veranlassung dazu hatte.
    Habe Beweise beigebracht und dem TO zukommen lassen und der alte Vorstand hat nicht reagiert.
    Der jetzige Vorstand tut das aber auch nicht.
    Segler hätten das nicht auf die Reihe bekommen, nach Beweisen zu suchen, Segler hätten aber mit machen sollen und nicht nur drei..
    Deshalb bin ich ja auch sauer, nicht nur auf den TO, sondern auch auf die Segler, weil sie kein follow up gemacht haben.
    In schönen Reiseberichten und in ihren Webs mal schreiben was tatsächlich los war, genügt nicht, das überliest jeder.
    So ist auch meiner Warnung vor kommenden Gefahren die niemand ernst genommen hat, sogar nicht von Dir.
    Gegenargumente schreiben darf man aber man muss dabei Sachlich bleiben weil es nur um jetzt geht und nicht um 2010 oder 2011..
    Wenn Du eine gut installierte Funkanlage an Bord gehabt hättest dann hättest Du alles auf den Netz hören können
    Man hört die Segler auf meinem Netz sogar auf Fidji sogar aus Europa.
    Gruß von der schönen Insel Contadora im Golf v. Panama..
    Das Pacific Island Net.
    GSH..
    ..

    Bernhard Jaeger
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    11.07.12 um 12:33
    Wer mal ein bischen googelt, wird ausreichend Information finden. Equador ist gerade dabei den Besuch der Insel stark einzuschränken. Das gilt nicht nur für uns Segler, sondern auch Flugpassagiere, Kreuzfahrer und Sportflieger.

    Hier nur mal ein Beispiel:     http://www.physiciansmoneydigest.co...os-Islands

    Wie die Einschränkungen nun durchgesetzt werden, ob durch "Stacheldraht", "comes first - serves first" oder eben durch diese angeblichen $ 300,-/Tag, sollte man den Landesherren überlassen. Equador kümmert sich ja auch nicht um unsere Zugangsbeschränkungen z.B. auf Scharhörn oder Darß...

    Bernhard Jaeger
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    12.07.12 um 08:20
    @ Gustavo: ich könnte mir zwei passende Smilies vorstellen - so einen, der in die Tischkante beißt oder den mit der großen Verwirrung im Gesicht.

    Wir gehen jetzt erst mal ein paar Tage auf den brennenden Ozean, Samoa ruft und bis dahin gibt es kein Netz! Yehaaaw. Mal abgesehen von Rag o' the Air, Pacific Seafarers und so... (Smily!) Nicht dass jemand auf die Idee käme, mein Schipper und Bordingenieur wäre nicht in der Lage eine Funkanlage so zu installieren, dass man damit auch entfernte Orte erreichen kann (nochmal zwinker).
    Zu dem "das stimmt nicht" weiter oben wundert sich die Posterin über die selektiven Leseeigenschaften des Verfassers. Da fällt mir nix mahr ein.

    Danke, Bernhard, für das Link. Das ist interessant - nicht unüblich für NPs, die besucher drastisch zu limitieren, das hatten wir auch in Fernando de Noronha.

    Wir haben ein Auge auf die Entwicklung in Galapagos.

    Keep cool allerseits, auch und gerade wenn der Ozean brennt.

    Gruß
    Andrea
    SY Just do it
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    12.07.12 um 22:18
    Moin allerseits,

    anlässlich der Fragen befreundeter Crews, die ihre Langfahrt vorbereiten, zu den Formalitäten auf den Galapagos, haben meine Lebensgefährtin und ich unsere Erfahrungen aus 2008 und die Ergebnisse einer Recherche von Anfang 2012 in einem Bericht zusammengefasst. Eine Zusammenfassung habe ich heute an Helmut gemailt mit der Bitte, sie hier auf der homepage von TO einzustellen.

    Wenn die längere Originalfassung interessiert - hier der link: http://sy-justdoit.de/ahoi/htm-spez...ierung.pdf

    Ich hoffe, unser Beitrag hilft, die immer wieder kehrenden Irritationen zu beseitigen. Generell ist zu sagen, dass die "Spielregeln" auf den Galapagos seit einigen Jahren klar und eindeutig festgelegt sind. Wer sich die Mühe macht, die nötigen Informationen zu recherchieren und sich an die Regeln hält, wird bei einem Aufenthalt auf den Inseln keine Probleme haben. Dazu gehört auch, anzuerkennen, dass es in einigen Ländern Regeln gibt, die wir so vielleicht nicht kennen, was aber nichts daran ändert, dass es diese Regeln nun einmal halt gibt. (Ich denke hier z.B. an die zusätzliche Dieselsteuer für Ausländer).

    Mit den Offiziellen hatten wir keinerlei Probleme. Im Gegenteil, sie waren stets korrekt, rechneten korrekt und mit vollständigen Belegen die Gebühren ab und erlaubten uns letztendlich einen deutlich längeren Aufenthalt auf den Inseln, als in unserm Fall nach den geltenden Bestimmungen zulässig war.

    fair winds
    Martin Birkhoff
    Vorstand
    Ernst
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    13.07.12 um 07:24
    Wenn die Führung einer Partei um die Lösung eines Problem gebeten wird, das Ergebnis aber zweifelhaft oder unlösbar ist, kann sie das Problem besser ignorieren oder dementieren, selbst wenn es schwere Schäden für die Basis bedeuten könnte.

    Denn, der Misserfolg wird Zweifel an der Führung aufkommen lassen, wobei sich dann die Frage stellt wofür die sie eigentlich geeignet ist. Die später zu erwartenden Einzelschäden können als Kollateralschäden oder Schäden im Rahmen der Staatsräson verbucht werden.

    Danke, ich habe es begriffen und werde Revierwarnungen nur noch auf der eigenen Website zur Verfügung stellen.

    Gruss
    Ernst
    Foerthmann
    Skipper
    Skipper
    Posts:68


    --
    16.07.12 um 18:33
    Hamburg 16.07.2012

    Vielleicht wird hier der Naturschutz - wie so häufig - auch nur als Feigenblatt verwendet - um in Lee einer medialen Berichterstattung über die „Wunder der Natur“ - in Ruhe die Dollares zu verdienen....

    Spiegel Online berichtet am 3.7.2012 über die Galapagos Inseln:

     

    „Im Jahr 1990 war es mit rund 40.000 Touristen, die den 1000 Kilometer westlich von Ecuador gelegenen Archipel meist per Schiff erkundeten, noch vergleichsweise ruhig auf Galápagos.

    2011 kamen 185.000“ 

    „Heute haben mehr als 26.000 Ecuadorianer ihren Wohnsitz auf dem Archipel, und es sind derart viele Pick-ups unterwegs, dass sich der Verkehr im zur Kleinstadt angewachsenen Puerto Ayora bisweilen staut.“....

    „Wie sich der Tourismus an Land entwickelt, wird dagegen kaum kontrolliert. Inzwischen gibt es bereits doppelt so viele Betten an Land wie auf dem Wasser, doch noch immer wird gebaut. Doch die Gemeinden auf Galápagos haben bis heute weder eine verlässliche Trinkwasserversorgung noch Kläranlagen.“ ....

    http://www.spiegel.de/reise/fernweh...42036.html

    So gesehen, scheint es stringent, dass auf den Galapagos eben nicht die Verknappung der Besucher zur Schonung der Resourcen, hingegen eher die Maximierung der Einkünfte das finale Ziel behördlicher Maßnahmen ist.

    Das wäre dann der altbekannte„logische Weg“, allerdings ein anderer, als der, den Moitessier für sich als logisch und zwingend erkannt hat.

    Gruss

    Peter Foerthmann

    AKKA
    Senator
    Senator
    Posts:582


    --
    18.07.12 um 00:56

    Galapagos aktuell

    Hier sicherheitshalber an Alle, die sich direkt ins Forum clicken, der
    Verweis auf die TO-Seite mit dem gerade eingestellten Galapagos-Bericht
    der SY PAGENA. Ausführlich, informativ, Stand 2012 und vor allem "selbst
     erlebt" statt Hörensagen.

    Im Mai diesen Jahres addierten sich 20 Tage Aufenthalt für Schiff und
    Seglerpaar auf USD 275 zuzüglich USD 100 p.P. Nationalparkgebühr ....
    ich habe daran nichts auszusetzen und sehe die Kosten zu 2010, als wir
    Galapagos besuchten, unverändert.

    Galapagos ist das allemal wert! Lasst Euch nicht verunsichern.

    Andreas / AKKA
    Ernst
    Kommodore
    Kommodore
    Posts:126


    --
    28.07.12 um 20:07
    Ist zwar nicht aus dem Pazifik aber nur mal so als Beispiel:

    Indonesien - "Einreisegebuehren von 690 US$ (Segel-Permit 250, Visa 240, Clearance 200)"

    Zitat aus einem Bericht der Truant

    noch Fragen ??
    Wigwam-Crew
    Posts:3


    --
    14.05.15 um 12:35
    Beigetragen von Wigwam-Crew am 14 Mai 2015 12:35:39
    Ich hatte vor zweieinhalb Wochen Claus von der SY Julia zugesagt, aktuelle Informationen zu den Bedingungen in Galapagos beim TO veröffentlichen zu lassen. Ich hatte den Text an die Adresse "Web-Redaktion@Trans-Ocean.org" gesendet. Bisher konnte ich keine Veröffentlichung finden. Deshalb stelle ich die Informationen hier ein, wo sie, glaube ich, am besten hineinpassen.

    Ab hier folgt der Text von Claus:

    =======================================================================

    Einklarieren auf Santa Cruz, Galapagos, März 2015:

    Also, ich rekapituliere...

    Agent zwischen 230 und 250 USD.
    Es gibt 4 Agenten auf der Insel. Man muss einen nehmen

    Eintrittsgeld in den Naturpark 100 USD pro Person. Das Eintrittsgeld
    wird im Prinzip fällig, wenn man die Grenze des Naturparkes
    überschreitet, also 40 sm vor der Küste einer der Inseln.

    Inspektion des Unterwasserschiffes 100 USD. Es kamen zwei Taucher und
    einer, der das Schlauchboot führte, und haben sich rund 30 min unser
    UW-Schiff angeschaut. Was die suchen, weiß keiner so richtig.
    Zumindestens, was sie 30 min lang suchen. Das UW-Schiff habe ich in 3
    min abgetaucht, oder?

    Pro Person an Bord 50 USD für den Umweltcheck, oder wie man es nennen
    will. Naturschützer schauen sich die Prildose an, ob das Spülmittel
    biologisch abbaubar ist, den Fäkalientank, Lebensmittel, sogar
    Wäsche-Schränke. Nicht der Zoll, sondern die Umweltfuzzies. Dazu gibt es
    tausend Fragen, wie man verhindert, dass Gäste Dinge über Bord werfen
    oder was man macht, wenn Diesel beim Tanken ausläuft.

    Lästig, sehr lästig und unnütz. Dazu wird fotografiert ohne Ende, incl
    Unterwäsche in den Schränken. Es könnten ja Käfer drin sein.

    Der Rest sind staatliche Gebühren. Bemessen wird die Tonnage des
    Schiffes, nicht die Länge.

    Unser Schiff hat in der Summe für 6 Personen 1560 USD gekostet (11,5 t
    Wasserverdrängung). Freunde, die zu zweit waren, hatten 900 USD zu
    bezahlen. 2 mal statt 6 mal Eintritt, und 2 mal statt 6 mal die 50 USD
    pro Person Umweltcheck.

    Die Gebühren für die Agenten schwanken leicht, von 230 bis 250 USD,
    ebenso die Gebühren für die Unweltprüfung (40 -50 USD) und die Taucher
    (90 oder 100 USD)

    Was bekommt man für das viele Geld? Die Erlaubnis, in dem Hafen zu
    ankern, in dem man angekommen ist. Man darf nicht mit dem eigenen Schiff
    weiter durch die Inseln. Dazu benötigt man ein sogenanntes Autographo,
    vorab zu beantragen und mit weiteren Kosten verbunden (meiner Info nach
    ca. 400 USD). Dies lässt einem dann die Wahl zwischen rund 10
    Ankerplätzen. Mehr gibt's nicht.

    Ist man so wie wir ohne Autographo da, bleibt einem nur, vor Ort
    Ausflüge zu buchen. Und diese Preise sind happig. Reisen zu den anderen
    Inseln (Isla Isabella ist am billigsten) rund 70 - 120 USD. Tauchfahrten
    ab 150 USD.

    Für die Ausreise muss man übrigens nochmal 30 USD zahlen, Stempel in den
    Pass und Zarpe.

    Viele Grüße,
    Claus
    http://www.sy-julia.de

    Ergänzung: Ich vergaß, zu erwähnen, dess man bitte in Puerto Ayora nicht mehr anfangen sollte, herum zu tricksen und schnell noch das Unterwasserschiff abzukratzen.

    Ein Freund, der Spanisch spricht, ist mal zum Hafenmeister reingekommen, wo wir normalerweise nicht hindürfen, sondern nur der Agent vielleicht, und er hat dort gesehen, dass die mehrere hochauflösende Cams haben, mit Aufzeichnung, bei denen er lt. seiner Aussage das Frühstücksbrot auf seinem Teller sehen konnte, und wir haben immerhin so 300-400 m entfernt geankert.

    =======================================================================

    PS von Gundula & Thoralf, SY Wigwam:

    Wir waren im März 2012 dort. Seit dem wurden die Preise spürbar erhöht.
    Wir hatten zu zweit insgesamt 560 USD bezahlt, keine Taucher unter dem
    Rumpf gehabt und keine Bootsdurchsuchung erlebt. Wir reisten zu zweit mit einer Reinke 13M.
    Das mit dem Cruising Permit sprich Autographo war schon damals so, 300 $
    plus evtl. Bearbeitungszuschlag vom Agenten. Dann durfte man zwischen
    den Inseln segeln, aber nicht in die Naturschutzgebiete. Wollte man das,
    so musste man einen Park-Ranger an Bord nehmen für teueres Geld.
    Unser Blog dazu:
    https://sywigwam.wordpress.com/2012...galapagos/
    https://sywigwam.wordpress.com/2012...d-wandern/ (genaue
    Abrechnung)

    Bei aller Kritik sei daran erinnert, dass man trotz allem mit dem
    eigenen Boot immer noch mit den geringsten Kosten nach Galapagos reist.
    Für 260 bis 450 USD pro Person ist das letztendlich immer noch relativ
    preiswert, verglichen mit jeder anderen Reisemöglichkeit. Unserer
    Meinung nach ist Galapagos auf jeden Fall eine Reise wert.

    Zu guter Letzt sei bemerkt, dass man sich unseres Wissens nach (Stand
    2012) in Galapagos als Yacht in Transit für einen Tag ausruhen kann
    (Rest and Shelter). Man darf nur an einem Ort ankern und nicht an Land
    gehen. Dann bezahlt man nichts oder nur eine minimale Liegegebühr.

    Herzliche Grüße
    Gundula & Thoralf
    wigwam.flyandsail.de


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