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5 Fragen an SY Ventura: Zwischen Regenwald und Barfußroute


 

5 Fragen an SY Ventura: Zwischen Regenwald und Barfußroute

20. Februar 2026
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Fünf Fragen. Fünf Antworten. Und ein ehrlicher Blick ins Bordleben von TO-Mitgliedern unterwegs.

Mit ihrer Ventura, einer Taling 33 AK, sind Vivien und Julian unterwegs auf der Barfußroute – Schritt für Schritt rund um den Globus.Sie bringt Organisation, Kreativität und Struktur an Bord; er Technik, Kulinarik und Routenplanung. An Bord der Ventura ist alles Teamarbeit. „Eigentlich ist es bei uns an Bord ein großes Rollenspiel“, sagen die beiden. „Wir wechseln uns ab und machen ganz viel einfach gemeinsam.“

 


Ein besonderes Erlebnis für Vivien und Julian war es, mit ihrer Ventura über die Flüsse im Regenwald zu fahren.

 

Ihr Schiff fanden sie nach eineinhalb Jahren Suche im Oktober 2024 in den Niederlanden. Stabil. Gutmütig. Ein Langkieler – und als Ketsch für zwei gut zu händeln. Der offizielle Heimathafen ist Wien. Auf große Fahrt ging es jedoch von Almere in den Niederlanden. Von dort segelten Vivien und Julian die europäische Küste hinunter - über Madeira, die Kanaren, die Kapverden nach Südamerika. Inzwischen sind sie in der Karibik angekommen. Ihr großes Ziel: die Barfußroute einmal rund um den Globus.

Seit Mitte 2024 sind die beiden Mitglied im Trans-Ocean. Der Austausch mit Gleichgesinnten und die besondere Hilfsbereitschaft unter TO-Booten unterwegs sind für sie ein echter Mehrwert – ebenso wie das immer wieder schöne Wiedersehen auf dem Wasser mit anderen TO-Mitgliedern.

 

Wo seid ihr gerade unterwegs – und warum genau dort?

Nach unserer Atlantiküberquerung haben wir Südamerika angesteuert. Französisch-Guayana war nach 17 Tagen auf See unser erstes Ziel. Wir waren von der unberührten Natur und dem ersten Mal Regenwald komplett begeistert.Und dann noch mit unserer Ventura diese schmalen Flüsse entlangzufahren, zu ankern, umringt von den Geräuschen des Waldes – das war ein richtiges Abenteuer. Wir sind froh, vor der Karibik auch noch die beiden Länder Französisch-Guayana und Suriname mitgenommen zu haben.

 

Was hat euch unterwegs bisher am meisten überrascht – im Guten oder im Herausfordernden?

Wir sind bereits mit verschiedenen Crews, Booten und in unterschiedlichen Revieren die letzten Jahre unterwegs gewesen. Aber mit einem eigenen Boot eine lange Reise zu machen, ist in unseren Augen etwas ganz Großes.Wir durften mit jedem Tag wachsen und dazulernen. Dabei gab es viele Momente und Tage, an denen wir begeistert und happy waren – aber auch einige, an denen wir das Boot am liebsten versenkt hätten. Das gehört einfach dazu.

 


Auf der Kaimauer von Porto Santo haben sich auch Vivien und Julian verewigt (li.). Auf Madeira kam die Ventura an Land für Bootsarbeiten (mitte). Unverzichtbar an Bord ist für Julian sein Angelequipement (re.). (Fotos: SY Ventura)

 

Was sollte man in eurem aktuellen Revier unbedingt wissen, bevor man losfährt?

Die beiden Länder an der Nordküste Südamerikas sollten von Seglerinnen und Segler ohne Erwartungen angefahren werden: braunes Wasser, manchmal viele Moskitos – dafür ist man hier fast allein.Wir trafen in den drei Wochen hier maximal zehn Segelboote, darunter auch zwei TO-Boote. Wir waren einfach verzaubert von Land, Menschen, der wilden Umgebung und den vielen Orten, die es zu entdecken gab.

 

Was darf auf eurem Boot auf keinen Fall fehlen – und wir meinen nicht nur Sicherheitsausrüstung?

Für Julian ist es auf jeden Fall sein Fischerequipment, denn wer schon einmal frischen Fisch gegessen hat, weiß warum.Vivien braucht immer etwas zu tun – ob nun Log- und Reisetagebuch führen oder etwas Handwerkliches, wie das Nähen der nächsten Gastlandflagge oder das Arbeiten mit Seilen und Wolle für neue Projekte.

 

Welchen Rat würdet ihr Menschen geben, die gerade erst lossegeln oder davon träumen?

Wenn du den Traum hast, loszusegeln, dann mache es!

Suche dir ein für dich sicheres Boot. Lass dich nicht verunsichern von den immer wiederkehrenden neuen Problemen rund um Boot, Routenplanung und Formalitäten in Ländern. Segle Meile um Meile, besuche unbekannte Orte, sammle Momente und Erinnerungen, die dir niemand mehr nehmen kann.

 

Jules Tolomello


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