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Erfolgreiches Finish für Berger und Edwards-Leaney: Platz 2 bei Sharps - Rang 4 in Gesamtwertung


 

Erfolgreiches Finish für Berger und Edwards-Leaney: Platz 2 bei Sharps - Rang 4 in Gesamtwertung

19. April 2026
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Lisa Berger und Jade Edwards-Leaney vom Team Wilson Around the World haben die Globe40 erfolgreich beendet. Nach 20 Tagen, 13 Stunden und 56 Minuten erreichte das österreichisch-walisische Team das Ziel in Lorient – nach siebeneinhalb intensiven Monaten auf See. Mit einem zweiten Platz in der Wertung der Sharp-Boote und Rang vier im Gesamtklassement unterstreichen Berger und Edwards-Leaney ihre konstant starke Leistung über alle Etappen hinweg.

„Wir sind so stolz und glücklich – wir haben es tatsächlich geschafft!“, sagt Lisa Berger. Im Gesamtklassement der Sharp-Boote bleibt die finale Platzierung derweil offen: Wilson Around the World liegt punktgleich mit Free Dom. Ob es damit zwei zweite Plätze geben wird, entscheidet die Jury spätestens bei der Preisverleihung am kommenden Samstag.

 


Ihre Wunschplatzierung in den Top 3 der Sharps zu landen, gelang Lisa Berger und Jade Edwards-Leaney mit einem zweiten Platz hinter dem Team Barco Brasil - im Gesamtranking belegen sie den vierten Platz. Fotos: Lisa Berger Sailing

Die letzte Etappe über den Atlantik zeigte noch einmal, was Offshore-Segeln bedeutet. Auf direktem Kurs legte das Team 3.743 Seemeilen zurück, tatsächlich gesegelt wurden knapp 4.800 Seemeilen. Drei Tage vor dem Ziel sorgte ein technischer Zwischenfall für zusätzliche Spannung: Das Fall für den Code 0 riss, das Segel ging ins Wasser. Mit schnellen Manövern gelang es Berger und Edwards-Leaney, Schaden zu verhindern und das Segel zu bergen – dennoch ging wertvolle Zeit verloren. „Aber so ist das Rennen – that’s the game“, so Lisa Berger.

Der Zieleinlauf selbst hätte kaum stimmungsvoller sein können. Bei Sonnenaufgang segelte Wilson über die Linie vor Lorient. Am Steg warteten bereits zahlreiche andere Teams, Familie und Freunde. Applaus, Umarmungen und Freudentränen begleiteten die Ankunft – ein Moment, der die vergangenen Monate greifbar machte. „Es fühlt sich an, als wären die letzten acht Monate blitzschnell vergangen. Es war ein Traum – und wir haben ihn nicht nur gelebt, sondern unsere eigenen Erwartungen übertroffen. Ein Teil von mir wünscht sich fast, die Welt wäre größer”, sagt Jade Edwards-Leaney.

 


In den frühen Morgenstunden segelten Lisa Berger und ihr Co- Skipper Jade Edwards-Leaney über die Ziellinie der Globe40.

 

Gesegelt wurde auf dem ältesten Boot der Flotte – materialschonend, mit viel Eigenleistung und ohne großes Budget. Kleinere und größere Schäden wurden unterwegs selbst behoben, die Crew blieb über die gesamte Regatta hinweg unverändert. Neben den Bedingungen auf See waren es vor allem die Stopps an Land, die das Team forderten. Zwischen Erschöpfung, Reparaturen und Organisation blieb kaum Zeit zur Erholung. „Wir waren ständig müde – und mussten trotzdem jedes Mal alles geben“, so das Team rückblickend.

Mit der Ankunft in Lorient endet für Wilson Around the World eine außergewöhnliche Reise. Die Globe40 hat Berger und Edwards-Leaney gefordert, geprägt und zusammengeschweißt – und gezeigt, was mit Entschlossenheit, Vertrauen und Leidenschaft möglich ist. „Wir haben gezeigt, dass es auch mit einem kleineren Budget möglich ist, an der Globe40 teilzunehmen", sagt Lisa Berger. "Man braucht nicht das neueste Boot. Es ist besser, mit einer alten Lady wie Wilson teilzunehmen, als gar nicht starten."

Jules Tolomello


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