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5 Fragen an SY Malouine: Weltumseglung mit Zwischenstopp in Australien


 

5 Fragen an SY Malouine: Weltumseglung mit Zwischenstopp in Australien

14. Mai 2026
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Fünf Fragen. Fünf Antworten. Und ein ehrlicher Blick ins Bordleben von TO-Mitgliedern unterwegs.

Mit ihrer Malouine, einer Moody 41 von 1983, ist Ronja unterwegs auf Weltumseglung. Die 29-Jährige startete vor vier Jahren in Deutschland, überquerte inzwischen Atlantik und Pazifik – und liegt aktuell in Australien. Ihr Schiff begleitet sie bereits seit fünf Jahren: 12,65 Meter lang, geräumig, robust und mit reichlich Geschichte im Kiel. Früher war die Malouine Charter- und Schulschiff, heute ist sie Zuhause, Werkstatt und Reisepartner zugleich.

Ronja ist seit rund sechs Jahren Mitglied im Trans-Ocean – vor allem wegen der Lossegler-Seminare, der Community und der weltweiten Stützpunkte. Gesegelt ist sie bereits auf Berliner Seen, der Ostsee und im Mittelmeer. Ein echtes Heimatrevier hat sie heute nicht mehr. Dafür aber jede Menge Pläne: Nach einem langen Australien-Stopp soll es bald weiter nach Asien gehen.

 


Mit ihrer Segelyacht Ronja Anaho auf Nuku Hiva in den Marquesas an. Mitten im Sqall erreichte sie die letzte Mooring auf Raiatea (Gesellschaftsinseln). Der schönste Ankerplatz laut Ronja war bisher in Kuna yala zwischen Riffen und glasklarem Wasser. Fotos: @ronjasegeltochter.

 

Wo bist du gerade unterwegs – und warum genau dort?

Ich bin gerade in Australien, genauer gesagt in Brisbane. Dort habe ich einen zweijährigen Stopp meiner Weltumseglung gemacht, um zu arbeiten und Geld zu verdienen. Dabei habe ich immer mehr auf anderen Schiffen gearbeitet – auf der Werft und als Deckhand auf einer Superyacht. Weil mir das so viel Spaß gemacht hat, habe ich direkt meinen Yachtmaster hier gemacht.

Außerdem habe ich hier ein riesiges Refit an meinem Schiff umgesetzt: mit vielen Reparaturen, neuem Rigg und Osmosesanierung. Von hier aus geht es dann bald weiter nach Asien.

 

Was hat dich unterwegs bisher am meisten überrascht – im Guten oder im Herausfordernden?

Es war nicht wirklich eine Überraschung, ich hatte es schon erwartet – aber bisher ist die Weltumseglung mehr Reparieren an schönen Orten als Segeln.

 


Ein weiterer Ankerplatz war im Atoll in Makemo in den Tuamotus. Im Atoll in Fakarava war Ronjas Dinghi kaputt - da dort im sogenannten Wall of Sharks hunderte von Riffhaien schwimmen, mussten sie an Land trampen. Das Ergebnis: Mit den Bootsnachbarn wurde Freundschaft geschlossen.

 

Was sollte man in deinem aktuellen Revier unbedingt wissen, bevor man losfährt?

Die Strömungen hier sind sehr stark. Die großen Städte an der Ostküste liegen alle an Flüssen, in die die Tide vom ganzen Pazifik hineindrückt.
Außerdem gibt es viele Krokodile, große Haie und giftige Quallen.

 

Was darf auf deinem Boot auf keinen Fall fehlen – und wir meinen nicht nur Sicherheitsausrüstung? 

Ich nutze viel den Omnia zum Brot- und Kuchenbacken.
Außerdem sind Angelausrüstung, massenhaft Ersatzteile, Werkzeug, Arbeitsmaterial und Bücher immer mit dabei.

 

Welchen Rat würdest du Menschen geben, die gerade erst lossegeln oder es möchten?

Genug Ersatzteile einpacken und sich viel Zeit nehmen. Wenn man immer nur eine Saison für eine Strecke einplant, wird oft gehetzt und vieles verpasst. Lieber keinen festen Plan und keine Deadlines im Hinterkopf haben.

Jules Tolomello


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