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Über 50 Boote beim 10. Sommertreffen des Trans-Ocean


 

Über 50 Boote beim 10. Sommertreffen des Trans-Ocean

18. Mai 2026
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Was war das wieder für ein wunderbares Sommertreffen. Insgesamt 51 Boote und über 130 Mitglieder des Trans-Ocean haben sich Himmelfahrt auf den Weg nach Orth auf Fehmarn gemacht. Das Vereinsheim vom Segel-Verein Orth platze aus allen Nähten und auch die heimischen Segler:innen schauten beim Training mit den Rettungsinseln interessiert zu.


Das Gruppenfoto darf an so einem Wochenende nicht fehlen, Foto: Laurenz Jochheim

Für drei Tage war der Hafen von Orth wieder fest in TO-Hand. Dank der großen Gastfreundschaft durften wir das gelbe Vereinsheim zu unserem machen und den Hafen in einen TO-Hafen verwandeln. Eigentlich hatten sich 44 Boote offiziell zum Treffen angemeldet. Doch nach und nach kamen noch einige, auch auf dem Landweg, spontan dazu. Das emotionale Highlight war dabei die Rückkehr der Globi um Skipper Robert Baumann. Im letzten Jahr war er von Orth zur Atlantikrunde aufgebrochen und hat Freitagabend, nach einem letzten Sprint, wieder in Orth festgemacht. Spätestens ab seiner Einfahrt in den NOK stand er unter Beobachtung. „Wo steckt er gerade und kommt er wirklich direkt nach Orth?“, waren die gängigen Fragen. Ja, er segelte direkt nach Orth und wurde mit einem lauten Hupkonzert von den vielen TO-Booten herzlich empfangen. „Das habe ich nicht erwartet, ich musste wirklich ein Tränchen verdrücken“, erzählte Robert am nächsten Tag.


Die Globi bei ihrer Ankunft, Foto: Laurenz Jochheim

Ein weiteres Highlight war das Training mit der Rettungsinsel. Nachdem Daniel Lenz, der mit seiner Firma auch Inseln wartet, am Freitag die Theorie anhand einer aufgeblasenen Rettungsinsel erklärt und alle offenen Fragen beantwortet hat, stand am Samstag die Praxis auf dem Programm. Dafür war Segeltrainerin Mara Zapp, die auch im vergangenen Jahr bereits das Shorthanded Rescue-Training geleitet hat, extra nach Orth gekommen. Wer wollte, konnte selbst eine Rettungsinsel auslösen und das Einsteigen auf der Leeseite eines Segelbootes üben. Dafür wurden bereits abgelaufene Rettungsinseln getestet und das erfreuliche: alle gingen auf, selbst ein 45 Jahre altes Exemplar. Allerdings wurden sie in Orth auch keinem Stresstest unterzogen, sondern nur bei ruhigem Wasser kurz genutzt.

Auch zwei TO-Vorstände waren dabei aktiv. Während Guido Marx mit einem Überlebensanzug im Hafenbecken trieb und damit nochmal zeigte, wie herausfordernd auch Luftblasen in der Kleidung für Rettungswesten sein können – er konnte sich nur unter eigener Mithilfe auf den Rücken drehen – testete Marcus Warnke den Einstieg von seinem eigenen Boot aus. Da unterschiedliche Inseln genutzt wurden, wurde schnell klar. Rettungsinsel ist nicht gleich Rettungsinsel: Alle waren etwas unterschiedlich zu handhaben und die einhellige Meinung unter allen Teilnehmern war, sich mit dem Thema und ihrer eigenen Rettungsinsel noch einmal näher zu beschäftigen. Wo mache ich sie fest, wie löse ich sie aus und wie komme ich rein? Ein Einstieg über ein schlagendes Heck ist jedenfalls nicht die optimale Lösung.


Der Blick in die vollbesetzte Rettungsinsel, Foto: Kirsten Kurze


Guido Marx treibt im Überlebensanzug durchs Hafenbecken, Foto: Kirsten Kurze

Das Programm rundete der Vortrag vom Michael Gramse ab. Er entführte die Mitglieder mit seiner bildgewaltigen Präsentation ins ewige Eis. Ein bisschen eisig, aber immerhin sonnig war auch das Wochenende in Orth, die Eisheiligen hatten zugeschlagen. Dennoch war die Stimmung großartig. Rund um den Hafen und auf den Booten wurde geklönt, gefachsimpelt und sich über neue Lösungen unterhalten. Von 8 Metern bis 18,50 Meter waren Boote in unterschiedlicher Ausstattung und Material vertreten. Das zeigt wieder einmal, wie vielfältig der Trans-Ocean ist. Auch in diesem Jahr waren wieder vier Lossegler auf Fehmarn vertreten. Wir wünschen alle eine gute Reise und wie eine perfekte Rückkehr geht, hat die Globi ja gezeigt.

Der Termin für das nächste Sommertreffen steht auch schon fest. Wir sehen uns wie immer an Himmelfahrt in Orth, 06. bis 09. Mai 2027. Für alle die noch nicht da waren: Im Hafen ist noch reichlich Platz.

Kirsten Kurze


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