Großer Erfolg für Lina Rixgens und Sverre Reinke: Mit ihrer Sun Fast 30OD „Gaia“ sicherten sie sich den ersten Platz in der Partnerklasse der ersten Race to the Arctic Regatta. Nach vier anspruchsvollen Etappen erreichten sie am 6. Juli 2026 das Ziel in Svolvær auf den Lofoten als Sieger ihrer Klasse. Platz zwei belegte die norwegische Crew der „Lethe“. Ebenfalls am Start war Hendrik Lenz, der gemeinsam mit Skipper Jochen Denkena an Bord der Arrabiata antrat. Das Team erreichte in derselben Partnerklasse einen starken 7. Platz.
Insgesamt stellten sich mehr als 60 Zweihandcrews aus Norwegen, Schweden, Dänemark, Deutschland, der Schweiz und den USA der Premiere des Offshore-Rennens, das sich bereits bei seiner ersten Austragung als Norwegens größtes Zweihand-Offshore-Rennen etablierte.

Über 60 Zweihandcrews nahmen an der ersten Ausgabe der "Race to the Arctic" teil.
Die Strecke führte vom 25. Juni bis Anfang Juli von Mandal über Fedje, Kristiansund und Sandnessjøen bis nach Svolvær. Dank der Mittsommernacht segelte die Flotte dabei häufig bis tief in die Nacht hinein bei Tageslicht. Ein besonderer Meilenstein der Regatta war zudem das Überqueren des Polarkreises.
Die vier Etappen über 800 Seemeilen verlangten den Crews navigatorisch wie seglerisch alles ab. Auf ruhige Passagen mit Sonnenschein und Flaute folgten dichter Nebel, anspruchsvolle Schärennavigation sowie Polartiefs mit anhaltenden Winden bis 35 Knoten und Böen von über 40 Knoten. Auch Landeffekte entlang der hohen norwegischen Berge sorgten immer wieder für taktische Herausforderungen.

Cockpit-Selfie und Mitternachtssonne: Lina Rixgens und Sverre Reinke sind dankbar für die tollen Erfahrungen, die sie während der Regatta machten.
Trotz der extrem abwechslungsreichen Bedingungen zieht Lina Rixgens ein durchweg positives Fazit: „Das erste Race to the Arctic war eine unglaublich tolle Erfahrung. Wir sind super happy, dass wir dabei waren – und natürlich umso mehr, dass wir unsere Gruppe gewonnen haben. Die 4 Etappen mit nur kurzen Verschnaufpausen machen es zwar anstrengend, aber erlauben eben auch, dass man sich ein paar Orte angucken kann und nah an der beeindruckenden Küste segelt.“

Während der vier Etappen segelten die Teilnehmenden immer wieder entlang der beeindruckenden Küste Norwegens.
Den Grundstein für den Gesamtsieg legten Lina und Sverre bereits auf den ersten beiden Etappen mit zwei Klassensiegen. Obwohl die dritte Etappe aufgrund der überwiegend achterlichen Bedingungen ihrer Sun Fast 30OD weniger entgegenkam, verteidigte die Crew mit einer klugen Taktik die Führung in der Gesamtwertung ihrer Klasse. Auf der abschließenden Etappe nach Svolvær brachte sie den Vorsprung schließlich sicher ins Ziel.
Besonders beeindruckt zeigte sich Lina nicht nur vom sportlichen Niveau der Veranstaltung, sondern auch von ihrer Atmosphäre: „Menschlich ist die Regatta unglaublich herzlich! Das kleine Regatta-Team hat zusammen mit den örtlichen Segelclubs tolle Arbeit geleistet, alles war perfekt organisiert. Und bei den Stopovers war auch Zeit für gemeinsame Essen und Austausch zwischen den Teilnehmern. Wir sind wirklich rundum begeistert.“

(v.l.) Sverre Reinke, Lina Rixgens und Hendrik Lenz kurz nach der vierten Etappe im Zielhafen Svolvær.
Nach dem erfolgreichen Abschluss des Race to the Arctic tritt die Crew nun die etwas entspanntere Rückreise entlang der norwegischen Küste in Richtung Süden an. Lange ausruhen wird sich das vom TO geförderte Team allerdings nicht: Bereits im September wartet mit der Silverrudder die nächste spannende Regatta in Dänemark, bei der Lina Rixgens und Sverre Reinke an den Start gehen werden.
Laura Pape