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2.000 Seemeilen allein: Philipp Hympendahl hat sich für die Global Solo Challenge qualifiziert


 

2.000 Seemeilen allein: Philipp Hympendahl hat sich für die Global Solo Challenge qualifiziert

26. August 2026
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Ich habe mich in den letzten Tagen wieder zum Segler gemausert und bin nun richtig angekommen und weiß wieder, warum ich das alles mache.“ Diese Worte schrieb Philipp Hympendahl am 7. August aus dem Ärmelkanal – wenige Tage nach dem Start zu einem außergewöhnlichen Törn: Vom 1. bis zum 22. August segelte der erfahrene Einhandsegler solo und nonstop von Cuxhaven rund um Großbritannien und Irland und anschließend wieder zurück nach Cuxhaven. Dabei legte er mehr als 2.000 Seemeilen allein auf See zurück – und absolvierte damit die Qualifikationsdistanz für seine geplante Teilnahme an der Global Solo Challenge 2027/28.

Die Route führte Hympendahl im Uhrzeigersinn über die Scilly-Inseln, entlang der britischen Westküste, vorbei an den Hebriden und rund um die Shetland-Inseln zurück in die Nordsee. Dabei bekam er ein anspruchsvolles Revier und unterschiedlichste Bedingungen zu spüren: Starkwind, Flaute, wechselnde Wetterlagen, Schiffsverkehr und Offshore-Windparks erforderten seine permanente Aufmerksamkeit.


Philipp Hympendahls Route ging einmal im Uhrzeigersinn rund um Großbritannien und Irland und wieder zurück nach Cuxhaven. 

Doch gerade inmitten dieser Herausforderungen fand Hympendahl wieder das, worum es für ihn beim Segeln eigentlich geht. „Leider hat der Alltag einer Segelkampagne sehr wenig mit dem eigentlichen Segeln zu tun. 90 % von dem, was ich mache, ist nicht segeln“, schrieb er während seines Törns. Die Momente allein auf See seien dagegen der eigentliche Grund für sein gesamtes Unterfangen: „Ich spüre die Liebe zur See, wie sie wieder in mein Herz kommt, das tut richtig gut.

Neben der persönlichen Herausforderung war der Törn vor allem ein großer Test für sein Boot. Hympendahl hatte die rund elf Meter lange Sigma 36 namens African Queen Anfang 2026 erworben und anschließend für seine geplante Weltumsegelung vorbereitet. Nun konnte er erstmals über einen längeren Zeitraum unter realen Hochseebedingungen herausfinden, wo die Stärken des Bootes liegen – und wo noch Optimierungsbedarf ist.

Besonders auf Amwindkursen zeigte sich die Sigma 36 von ihrer starken Seite. Als auf dem Weg rund um die Shetlands ein kräftiger Nordostwind aufkam, schrieb Hympendahl: „Ein wesentlicher Unterschied zu meinem alten Boot sind die viel besseren Amwind-Eigenschaften. Die kamen heute zum Tragen.


Hympendahl freut sich über die guten Amwind-Eigenschaften seiner Sigma 36.

Dass die Runde um die Britischen Inseln für einen Einhandsegler mehr als eine reine Navigationsaufgabe ist, zeigte sich auch beim Thema Schlaf. Vier Tage vor seiner Rückkehr berichtete Hympendahl: „In den über zwei Wochen habe ich kein Mal länger als eine Stunde am Stück geschlafen. Die Komplexität und die ständige Veränderung der Bedingungen machen dieses Revier für Einhandsegler so herausfordernd.

Mit seinem erfolgreichen Törn hat Hympendahl nicht nur die für die Global Solo Challenge (GSC) erforderliche Distanz zurückgelegt, sondern auch wertvolle Erfahrungen für sein großes Ziel gesammelt. Die GSC führt die Teilnehmer nonstop und solo von Vigo in Spanien aus ostwärts um die Welt, vorbei an den drei großen Kaps und zurück zum Ausgangshafen. Bis zum geplanten Start 2027 bleibt nun noch Zeit, die African Queen weiter zu optimieren und die Erkenntnisse aus dem Qualifikationstörn umzusetzen.


Die letzte Nacht auf See bescherte dem Einhandsegler nochmal einige spannende Wolkenformationen.

Und wie fällt Hympendahls Fazit nach drei Wochen allein auf See aus?

Mein neues Boot hat sich sowas von bewährt, es ist viel stabiler und wenn wir mal eine Welle surfen, dann kontrolliert und ohne Probleme. Mir wird erst jetzt klar, was ich mit dem alten Boot wirklich geleistet habe.

Die offizielle Anerkennung seiner Qualifikationsfahrt durch den Veranstalter hat Philipp Hympendahl inzwischen auch erhalten. Der nächste große Schritt auf dem Weg zur Weltumsegelung ist damit gemacht – und die African Queen hat ihren ersten großen Hochseetest mit Bravour bestanden.


Hympendahl und die African Queen heile zurück in Cuxhaven, wo erstmal ordentlich Schlaf nachzuholen war.

Wer Philipp Hympendahls Weg zur Global Solo Challenge weiterverfolgen möchte, findet hier aktuelle Informationen zu seinem Projekt und der African Queen. Für die weitere Vorbereitung seines Projekts ist Philipp noch auf der Suche nach finanzieller Unterstützung und freut sich über passende Partner.

Laura Pape


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