Neuseeland hat die maximale Aufenthaltsdauer für ausländische Yachten im Rahmen eines Temporary Import Entry (TIE) von bislang 24 auf 21 Monate verkürzt. Die neue Regelung gilt seit dem 1. September 2026.
Mit dem TIE können ausländische Yachten vorübergehend zollfrei in Neuseeland bleiben. Außerdem erhalten Yachteignerinnen und -eigner Steuervergünstigungen auf Anschaffungen für ihr Schiff. Die Verkürzung soll sicherstellen, dass Yachten das Land innerhalb eines geeigneten Zeitfensters vor Beginn der Zyklonsaison im Südwestpazifik verlassen können. Wer nicht innerhalb von 21 Monaten wieder ablegt, muss eventuell mit Zollgebühren, Einfuhrabgaben, Steuern und Mehrwertsteuer rechnen.
Als geeignetes Zeitfenster für die Weiterreise in Richtung Pazifik gilt insbesondere der Zeitraum von Ende April bis Juni, während viele Yachten zwischen Oktober und November nach Neuseeland zurückkehren.
Gleichzeitig wurde das Verfahren für die vorübergehende Einfuhr digitalisiert: Seit dem 1. September ersetzt ein elektronischer TIE das bisherige Papierformular C4G. Für die Vorbereitung der Einreise muss das Formular NZCS 274 zusammen mit den erforderlichen Unterlagen vorab an New Zealand Customs übermittelt werden.
Für Weltumsegler bedeutet die Änderung vor allem: Wer Neuseeland als längeren Aufenthalt oder Überwinterungsziel plant, sollte die neue 21-Monats-Frist bei der Törn- und Saisonplanung berücksichtigen. Eine Verlängerung der Frist kann in Notfällen vom Neuseeländischen Zoll geprüft und gewährt werden.
Aktuelle Informationen zu den Einreise- und Zollbestimmungen findet Ihr beim New Zealand Customs Service.
Laura Pape