Reisebericht

Die Brücke von Chalkis (Chalkida)



Die Brücke von Chalkis (Chalkida)

Verfasst von Webmaster am 6. November 2014
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Martin Erger, SY MERGER

www.sy-merger.de

Die Brücke von Chalkis (Chalkida)
Wer mit seinem Boot aus der Gegend von Athen in Richtung Thessaloniki möchte, ist gut beraten nicht gegen den vorherrschenden Meltemi zu kreuzen, sondern den Weg durch die Meerenge zwischen dem griechischen Festland und der Insel Euböa zu wählen. Gegenüber dem offenen Meer, auf dem nicht selten Windstärken deutlich über 6 Bft. aus nördlichen Richtungen anzutreffen sind, ist es dort wesentlich „kuscheliger“. Knackpunkt auf dieser Strecke ist die dabei zu passierende Brücke von Chalkis. Ich tat mich bei der Vorbereitung meiner Reise schwer darüber Informationen zu finden, weshalb ich meine Erfahrungen gern weitergebe.

Chalkis liegt etwa in der Mitte der ca. 130 sm langen Insel Euböa, an der Stelle an der die Meerenge mit nur 30 m am schmalsten ist. Bereits seit dem Altertum verbindet an diesem natürlichen Übergang eine Brücke die Insel mit dem Festland. Hauptgrund für diese Brücke schon zu so früher Zeit dürften die erheblichen Tidenströmungen sein, die die stärksten in ganz Griechenland sind. Dazu kommt, dass diese Tide keineswegs so regelmäßig ist, wie wir das z.B. von der Nordsee kennen, sondern schwer vorhersehbar bis zu zehn Mal am Tag wechselt. Der Sage nach soll sich der Philosoph Aristoteles aus Verzweiflung, weil er nicht hinter das Geheimnis der Strömungen kam, hier in die Fluten gestürzt und darin umgekommen sein.

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Die Brücke von Chalkis führt über die schmalste Meerenge der Welt.

Die Strömung unter der Brücke ist erheblich, es ist sogar eine Wildwasserstrecke eingerichtet.

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Die Brücke von Chalkis aus Süden kommend. Der rot markierte Bereich an Stb. ist der Wartebereich für Sportboote.

Der Wartebereich an der Nordseite liegt direkt an der Promenade vor der Innenstadt.

Die Brücke wird nur einmal in der Nacht bei Stillwasser geöffnet. Zu beiden Seiten gibt es an der Kaimauer auffällig rot markierte Bereiche an denen man kostenlos liegen kann um auf die Öffnung zu warten. Die Durchfahrt muss im Büro der Hafenpolizei (in Brückennähe) angemeldet und bezahlt werden. Für unser 10 m Boot kostete es im Sommer 2014 18,77 €. Dort erfährt man auch die Prozedur für die Passage. Auf eine genaue Zeit legt sich die Behörde nicht fest. Man muss ab 21 Uhr auf Kanal 12 standby sein. Ungefähr eine Viertelstunde vor Öffnung wird dann jedes Boot einzeln gerufen, damit man sich bereit machen kann. Zur Passage gibt es dann einen weiteren Ruf.

Soweit die Theorie, die Praxis lief zumindest bei uns dann doch etwas anders. Wie es uns dabei erging, können Interessenten gern in meinem Reisebericht nachlesen.

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