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Reisebericht

Franz. Guyana



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Franz. Guyana

14. März 2016
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Wir, das sind Britta und Jens, unterwegs seit Mai 2015 mit unserem Segelboot "Lili", einer Faurby 396. Aufgebrochen sind wir mit dem Ziel die Karibik zu bereisen. Da wir bisher noch keine Erfahrung im Langstreckensegeln hatten, haben wir uns im Vorwege intensiv mit den Möglichkeiten der Atlantiküberquerung vertraut gemacht. Unter Anderem half dabei das Losseglertreffen des TO. Für uns war es reizvoll die Strecke in kurzen Distanzen mit möglichst vielen zu besuchenden Orten zurück zu legen. Von Frankreich über die Biscaya nach Spanien und weiter über Madaira zu den Kanaren. Eine, von Fahrtenseglern viel befahrene Strecke, mit ebenso vielen Berichten darüber in allen Medien. Spätestens hier muss man sich entscheiden welche Route man wählt und dass zu welcher Jahreszeit. Wir haben uns für die südliche Route über die Cap Verden entschieden. Die Verpflegungssituation auf den Kanaren ist super und die frisch gepflückten Orangen von der "Finca la Laja "  auf  Gran Canaria halten garantiert vier Wochen und das mit einem unvergesslichen Aroma.

Nach 8 Tagen hatten wir die Cap Verden erreicht und mussten aufgrund eines technischen Problems direkt nach Mindelo auf Sao Vincente. Hier ist zum Einen ein TO-Stützpunkt mit einen außerordentlich hilfsbereiten Stützpunktleiter und zum Anderen die einzige Möglichkeiten zwischen Europa und der Neuen Welt technische Unterstützung zu bekommen. Wir benötigten einen neuen Autopiloten, der von der dortigen Raymarine Vertretung in England bestellt und nach 3 Wochen sehr fachkundig eingebaut wurde. Unsere Entscheidung von hier aus nach Französisch Guiana zu segeln hatte zwei triftige Gründe. Zum Einen ist das eine vergleichsweise kurze Distanz mit 1808 sm in ca 14 Tagen zu segeln und zum Anderen weht auf diesem Kurs der Passat um diese Jahreszeit meist beständig mit 15-20Kn. Wir hatten das Glück für 14 Tage die Passatbesegelung, bestehend aus zwei gleich großen Vorsegeln auf einer Rolleinrichtung stehen zu lassen, ohne sie einmal zu verändern. Die beiden Spinnakerbäume blieben die ganze Strecke angeschlagen. Nachts wurden die Segel meist etwas eingerollt und wir konnten so unsere Geschwindigkeit bestens regulieren. Das war besonders für den Landfall vorteilhaft, weil wir so pünktlich zum Morgengrauen vor der Mündung des Maroni Flusses in Franz. Guyana ankamen.

In Franz. Guyana gibt es zwei Einklarierungsmöglichkeiten. Die meisten uns bekannten Yachten laufen Kourou an. Das war auch zunächst unser Ziel, bis wir von der neuen Marina  in Saint Laurent du Maroni hörten. Die Marina wurde erst 2015 in Betrieb genommen. Aufgrund der sehr positiven Berichte änderten wir unseren Plan und liefen den Maroni Fluss direkt an. Kourou und die Hauptstadt des Landes, Cayenne, besuchten wir dann mit dem Mietauto. In Kourou ankern die Yachten im Fluss.  Es gibt dort keine Möglichkeit den Yachtclub zu nutzen, man legt mit dem Dinghi am Fischereisteg an.

Das Erledigen der Formalitäten ist weit weg und aufwendig. Die Stadt selbst ist wenig attraktiv, wenn nicht gerade ein Raketenstart ansteht. Unbedingt zu erwähnen sind die unzähligen Mücken, die zu jeder Tages und Nachtzeit präsent sind. Mit unserer Entscheidung für Saint Laurent du Maroni sind wir sehr zufrieden. Die Betonnung ist ausgezeichnet und bei Tageslicht problemlos. Immer nah am Flussufer  fährt man am tropischen Regenwald durch eine bezaubernde Landschaft. Nach ca. 25 Meilen erreichen wir die Marina, die auch zugleich TO Stützpunkt ist.

David Matelicani baut hier aus eigenen finanziellen Mittel eine Marina auf, die den Seglern eine sichere Basis ist und die Attraktivität des Ortes steigert. Damit wird ein sichtbarer Beitrag zur Entwicklung der touristisch noch relativ unerschlossenen Region geleistet.

Es gibt ungefähr 20 Mooringbojen im Fluß, die sich teils hinter einem bewaldetem Schiffwrack befinden. Das Mooringfeld ist videoüberwacht, so dass jeder Eigner sein Boot auf der Webseite beobachten kann...


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  Kommentare

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Man muss aber auch sagen das die Marina in Degrad de Cannes voll von Französischen Dauerliegern ist die in Kourou arbeiten , mann keinen liegeplatz bekommt und es nicht einfach ist von dort wegzukommen , es gibt werder Bus, Taxi noch andere Verkehrsmittel , Einkaufsmöglichkeiten vor ort Null.....Nächster Supermarkt 25 Km....bin das erstmal seit 30 jahren wieder Trempen gewessen .......

Degrad des Cannes

By long tara on 16.06.2016 20:35:41
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So schlimm ist Kourou nicht. Wir hatten keine Mosquitos. Die Einklarierung ist in der Nähe des Flusses nicht weit in der Polizeistation.
Wolfram
SY ATAIR

Kourou

By ATAIR on 29.05.2016 08:27:28
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Es gibt tatsächlich eine richtige Marina in Franz. Guayana mit elektr. Strom und Wasser an Schwimmstegen. Man findet sie Degrad des Cannes, dem Handelshafen von Cayenne, ein paar Meilen südlichöstlich von Cayenne. Waren Anfang März 2016 dort.
Annette und Karl Heinz Virnich

Franz. Guyana

By khv on 16.05.2016 05:04:24

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