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Ein Mini namens Mex


 

Ein Mini namens Mex

Verfasst von Kirsten Panzer am 23. April
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Endlich ist es soweit – Der Mini 6.50 des Trans-Ocean ist da und  wurde auch gleich am Gruendonnerstag beim Norddeutschen Regatta Verein getauft. Auf welchen Namen, das sollte bis dahin ein Geheimnis bleiben, zumindest solange, bis Jella, die Tochter von Andreas Deubel, die Flasche knallen ließ. Mex heisst er nun, benannt nach der Yacht Claus Hehners, der vor 50 Jahren den Anlass gegeben hat, den Verein Trans-Ocean zu gründen.  

Damals ging es um die erste Trans-Pazifik-Einhand-Regatta, an der Claus Hehner teilnehmen wollte, heute geht es  – ein halbes Jahrhundert später - um die Mini-Transat 2021 auf Hehners Spuren. Denn auch er war vor dem Pazifikrennen alleine über der Atlantik gejagt – von Plymouth nach New York nahm er einhand am OSTAR teil.

Nun also ein neues Boot mit Namen Mex, getauft von Jella Deubel und Boris Herrmann, dem Schirmherrn der TO-Mini-Kampagne 2021, bei bestem Sonnenschein und bis zu 80 interessierten Gästen. 

Nun sollte das Boot eigentlich auch gesegelt werden, nach Frankreich sollte es nach der Taufe gehen, doch … es kommt immer anders als man denkt – welcher Eigner könnte nicht ein Lied davon singen. Mex ist noch nicht fit. Der neue Mini wurde mehr oder weniger in halbfertigem Zustand geliefert. 

Nachdem Maurice Oster und Andreas Deubel, selbst Mini-Transat-Teilnehmer 2017, sich das neue Boot angeschaut hatten, mussten sie feststellen, dass noch zu viel an dem Mini zu tun war und all die Arbeiten nicht so schnell erledigt werden konnten. Das Boot war mit einer fertig installierten Elektronik bestellt worden. Geliefert wurde eine fast fertige NKE Anlage (Autopilot und Windinstrumente), Funkanlage, AIS und GPS fehlten. 

An diesem Punkt wussten Andreas und Maurice bereits, dass sehr viel Arbeit auf sie zukommen würde. Geschuftet haben beide in den ersten Tagen nach der Lieferung beinahe rund um die Uhr oder doch zumindest bis Mittenacht. Dazu mussten Bauteile organisiert werde, was kurz vor Ostern kaum machbar war. Doch bis zur Taufe konnte vieles erledigt werden und bis zuletzt bestand die Hoffnung, dass der Abreisetermin nach Frankreich, 20. April, doch noch eingehalten werden könnte. 

Karfreitag war dann der Stichtag. Viele weitere Helfer unterstützten das TO-Team, damit die Teilnahme an der ersten Regatta noch realisiert werden konnte. Borddurchlässe für den Tiefengeber und für den Geschwindigkeitsgeber wurden installieren, die Elektronik montiert. 

Doch es war nicht zu schaffen, das Rennen gegen die Zeit konnte nicht gewonnen werden. „Wir haben gefühlt 100 Aufgaben von 104 Aufgaben erledigt, wobei es reell wohl doch noch 200 offene Aufgaben gibt. Daher werde ich meine erste Regatta leider nicht in Frankreich antreten können. Dies birgt auch Probleme für die folgenden Regatten, da diese Regatta notwendig wäre, um an den folgenden Klassenregatten teilzunehmen.  Ich bin mir aber sicher, dass wir auch dieses Problem lösen werden,“ beschreibt Maurice Oster die momentane Situation. 

Der aktuelle Plan sieht nun vor, dass der Mini Mex nach Kiel gelegt wird, um dort die offenen Arbeiten abzuschließen und dann mit dem Training dort zu beginnen. 

Die nächste Regatta wird das neu ins Leben gerufene Baltic 500 sein, das am 30. Mai vor Strande gestartet wird. „Dort werden wir uns das erste Mal mit anderen Mini 6.50 messen können, da unteranderem auch Oliver Korte mit einem baugleichen Mini 6.50 an den Start gehen wird“, freut sich Maurice aufs erste Rennen. Doch bis es soweit ist, gibt es noch immer viel zu tun! 
 


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