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Erfahrungen in Griechenland


 

Erfahrungen in Griechenland

Verfasst von Kirsten Panzer am 19. Juli
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Nachdem in  diesem Jahr die immer wieder angekuendigte und modifizierte Bootsteuer in Griechenland inzwischen erhoben wird, hat uns ein Erfahrungsbericht erreicht. Die Quintessenz – in großen Haefen geht es leichter. Doch Karl Kerwer segelte von Albanien nach Griechenland und steuerte zuerst die Marina Gouvia auf Korfu an. Seine ersten Erfahrungen mit der neuen griechischen Steuer: 

1.    Der Beamte konnte nur wenig Englisch, entsprechend schwierig war die Kommunikation. Das nächste Mal würde ich, um das Prozedere zu vereinfachen, im Haupthafen von Korfu einklarieren. Dort ist mehr Kompetenz was die Tepai, die zu entrichtende Gebühr, betrifft und man kann sich besser verständigen. Außerdem macht  der Beamte in der Marina um 15 Uhr Feierabend. Verzögerungen sind also vorprogrammiert.

2. Die Papiere für Griechenland habe ich erst bekommen, nachdem alle Gebühren bezahlt waren - die Tepai, also die Steuer, der Betrag für die Einklarierung selbst (50€), sowie eine zusätzliche Gebühr von 15 Euro.

3. Um die Tepai bezahlen zu können, braucht man Internet. Auf der Seite www.aade.gr/polites/etepai muss man sich unter Angabe der Schiffsdaten und der persönlichen Angaben registrieren. Es lohnt sich, die Gebrauchsanweisung in englischer Sprache vorher herunter zu laden: https://www.aade.gr/dl_assets/etepai/etepai_app_usermanual_en.pdf 
Nach vollständiger Registrierung bekommt man eine E-Mail, mit der man die Angaben bestätigt und bei der griechischen Behörde festschreibt. Änderungen sind danach nur noch teilweise möglich. Danach erhält man, wiederum per E-Mail, eine Bestätigung und im Anhang ein Formular, auf dem neben der Registrierungsnummer auch die zu entrichtende Gebühr (Tepai) und (wichtig!) ein 20stelliger Zahlencode, den man für die Bezahlung braucht, steht. Angeblich kann man den Betrag direkt im System der Registrierung per Internet bezahlen, was aber bei mir nicht geklappt hat.
Diesen Anhang kann man nun ausdrucken und damit zu einer Bank gehen (welche, siehe Gebrauchsanweisung. Achtung: nur Montag bis Freitag, schließen um 14 Uhr) und den Betrag dort mit Hilfe des 20stelligen Codes einzahlen.
Man erhält eine Quittung, aus der für die Einklarierung die Zahlung des richtigen Betrages für das entsprechende Boot hervorgeht. 
Dann erledigt der Beamte der Hafenbehörde erst die eigentliche Einklarierung. 

Ich hatte Glück, mein Bankangestellter ließ  sich die Anhänge vorab von mir per E-Mail schicken und druckte sie dann aus.

Das alles klappt in einem Haupthafen besser, auch wenn man dort einige Strecken zu Fuß zurücklegen muss. 
Außerdem erwartet die Marina Gouvia, dass man dort auch bleibt. Mir wurden dort zwei Stunden genehmigt, die aber für die Prozedur nicht ausgereicht haben. 


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