Preise für ausgezeichnete Segler

Verfasst von Kirsten Panzer am 3. November
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Das Geheimnis ist gelüftet: am gestrigen Festabend wurden die begehrten Preise des Trans-Ocean e.V. vergeben. Insgesamt dreizehn Segler und Seglerinnen erhielten in den Hapag-Hallen von Cuxhaven für ihre seglerischen Leistungen unter viel Beifall die begehrten Trophäen. 

Trans-Ocean-Preis 2019

Für ihre Einhand-Nonstop-Weltumsegelung in nur 216 Tagen erhielt in diesem Jahr Johanna „Asia“ Pajkowska aus den Händen des amtierenden Vorsitzenden Martin Birkhoff den Trans-Ocean-Preis. Nach einem gescheiterten Versuch – sie musste 2008 wegen schlechter Wetterbedingungen einen Zwischenstopp in Südafrika einlegen – hat Asia es nun bei ihrem zweiten Versuch geschafft, von Plymouth aus die Welt allein und ohne Halt zu umrunden, und das in gerade einmal 216 Tagen. Eine hervorragende sportliche und navigatorische Leistung, finden Martin Birkhoff und die Preisjury des Vereins. Und... man hätte ihren Erzählungen an diesem Abend noch ewig zuhören können. 

Übrigens scheint das Backen an Bord keine typische Eigenschaft polnischer Solosegler zu sein. Wir erinnern uns: Szymon Kuczynski, der im vergangenen Jahr mit dem TO-Preis ausgezeichnet wurde, hatte sein Boot fast schon zur Backstube umfunktioniert, was Asia dann doch aber fern lag. "Ich habe kein Brot und keinen Kuchen gebacken und nur gekocht, um satt zu werden und nicht aus Spaß", kommentierte sie mit ihrem ansteckenden fröhlichen Strahlen Martin Birkhoffs Nachfrage zu polnischen Kochgewohnheiten an Bord. 

Das Boot, auf dem Asia diese Strecke bewältigt hat, war kein geringeres als die Aluminium-Yacht FanFan! von Uwe Röttgering, der mit seiner Yacht bereits Anfang der 2000er-Jahre drei Jahr lang die Welt umsegelt hatte. 

Asia Pajkowska ist übrigens die erste polnische Nonstop-Einhand-Weltumseglerin.


Ocean Award 2018

Für seinen Enthusiasmus und seinen Einsatz für Einhand- und Shorthanded-Regatten beziehungsweise -Segler wurde der Silver Rudder Gründer Morton Brandt-Rasmussen mit dem Ocean-Award ausgezeichnet. Mit der von ihm ins Leben gerufenen singlehanded Regatta rund um die Ostseeinsel Fünen hat er viele Fahrtensegler dazu animiert, einmal allein in den Regattamodus zu wechseln und so auch für die Entstehung einer neuen Einhand- und Shorthanded-Szene gesorgt. 

Nachdem er das Silverrudder als Veranstalter abgegeben hat, trat er mit dem Vegvisir-Races erneut als Initiator an die Segler heran - ein Shorthanded-Angebot für ein- und zweihand-Crews auf zwei unterschiedlich (langen) Kursen.

Trans-Ocean und mit dem Verein auch der Laudator und Chefredakteur der Zeitschrift Yacht, Jochen Rieker, der dem Dänen zuschrieb, die Ostsee in eine gigantischen Sportplatz für Segler umfunktioniert zu haben, ehrten ausdrücklich den Mut, als einer der frühen Initiatoren ein solches Unterfangen gewagt zu haben. Mit dem Erfolg, seinen Bemühungen und der Breitenwirkung des Silverrudder hat Morton Brandt-Rasmussen für den Segelsport Enormes geleistet und eine große Seglergemeinschaft mit dem Ragattavirus angesteckt.

Weitere Preise

Außerdem wurde gleich achtmal der Weltumseglerpreis vergeben, u.a. an Susanne Huber-Curphey (SY Nehaj) und Dr. Heide und Erich Wilts (SY Freydis), die allerdings beide in diesem Jahr an den Feierlichkeiten in Cuxhaven nicht teilnehmen konnten.

Den Zinnbecher für besondere Erfolge im Regattasegeln erhielten in diesem Jahr Sabine und Udo Schallenberg für ihre Teilnahme am AZAB, SY Je Vole

Außerdem wurde auch noch eine TO-Medaille für besondere seglerische Leistungen vergeben. Diese ging an Ulrike Ewe (SY Luna)  für Ihre Grönlandreise. Die ebenfalls skippernde Schwester Astrid Ewe hat die TO-Medaille bereits anlässlich einer früheren Reise erhalten.


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