Preisträger 2019

Verfasst von Kirsten Panzer am 24. November
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Denn nicht nur die „Großen“ Preise, der Ocean Award und der Trans-Ocean-Preis, fanden verdiente Preisträger, auch Weltumrunder, eilige und solche, die sich über Jahre hinweg auf den Ozeanen tummelten, wagemutige Regattasegler und abenteuerlustige Entdeckungssegler wurden bei der diesjährigen Festveranstaltung ausgezeichnet.

Gleich achtmal konnte der Weltumseglerpreis vergeben werden!

Prof Widmann Dakini 247 000 Seemeilen legte Professor Sampo Widmann mit vielen Unterbrechungen in 31 Jahren mit seiner Dakini zurück, bis er den Preis nun in Cuxhaven für seine Weltumsegelung in den Händen halten konnte.

Heiner MattfeldtDoch so lange musste man für die Auszeichnung nicht unterwegs sein. Mit 26 Jahren weniger kam Heiner Mattfeldt gemeinsam mit seinen insgesamt 49 Mitseglern aus, doch dass seine Weltumsegelung deshalb weniger aufregend war, kann man wohl nicht behaupten. Vor Port Resolution auf der Insel Tanna / Vanuatu wurde es dazu auch noch richtig ernst – Wassereinbruch nach Grundberührung, das möchte wirklich niemand erleben! Dank aufmerksamer Einheimischer und der beherzten Unterstützung des australischen Skippers Robert Latimer, konnte die knapp 12 Meter lange Yacht Dörtita gerettet werden.

Die Hamburger Red Cat, eine Oyster 625 hat sich nicht nur lange im Pazifik herumgetrieben, sondern hat während ihrer Weltumsegelung auch noch die Karibik als Sprungbrett für einen Schlag nach Norden genutzt: Bis fast hinauf zur kanadischen Grenze ging es die amerikanische Ostküste hinauf, doch das eigentliche Highlight während er ganzen Zeit bleibt der Pazifik. Ganze drei Jahre durchkreuzten Marret Koll und Wolfram Birkel den Stillen Ozean und wurden immer wieder neu von dessen einsamen Atollen, dies sich so urplötzlich aus der Tiefe erheben gefesselt.

Hannelore Bommert und Karl-Heinz ThurowBei Hannelore Bommert und Karl-Heinz Thurow ging es nicht ganz so still zu. Ein Zyklon hätte beinahe ihre Reise in einer Katastrohe enden lassen. „Cook“ hatte fataler Weise seine Laufbahn geändert und die Silbermöwe voll erwischt. Es war ein nächtlicher Kampf ums Überleben, Kenterung, nach der sich die Yacht Gott sei Dank wieder aufrichtet, zerbrochene Oberluke, hin und her peitschender Mast, der im Sturm „gefällt“ werden musste. Es ist gut gegangen. Aus eigener Kraft konnten Yacht und Crew den sicheren Hafen auf Noumea unter Maschine erreichen, nach umfangreichen Reparaturarbeiten ihre Reise fortsetzen und nun in Cuxhaven den Weltumseglerpreis entgegennehmen.

Ute und Rainer SimonSieben Jahre segelten Ute und Rainer Simon um die Welt und das glücklicherweise weniger spektakulär als die Crew der SY Trinity. Wobei auch sie mit Wind und Welle zu kämpfen hatten, das vor allem im Indik auf ihrer schnellen Überfahrt von Cocos Keeling nach Rodrigues, bei der so einiges an Bord kaputt gegangen war.

Weitere Weltumseglerpreise gingen an Susanne Huber-Curphey (Nehaj) und Dr. Heide und Erich Wilts (Freydis), die allerdings nicht am Festabend teilnehmen konnten.

Sybille und Dieter NeuhauserFür 2018 wurden außerdem Sybille und Dieter Neuhauser (SY Lycka) in diesem Jahr mit dem Weltumseglerpreis ausgezeichnet. Außerdem erhielten sie den Preis der Stadt Cuxhaven, der an all jene Segler vergeben wird, die zu Beginn und am Ende ihrer Weltumsegelung in Cuxhaven festmachen.

Die Segelyacht Noe mit Hans und Ursula Schulz erhielten ebenfalls im Nachhinein für ihre bereits im vergangenen Jahr beendete Reise ihre Weltumseglerauszeichnung.

In diesem Jahr wurde auch wieder ein Zinnbecher für besondere Leistungen beim Regattasegeln vergeben. Dieser ging an Sabine und Udo Schallenberg, die unter dem Stander des TO am AZAB (Azores an back) teilgenommen hatten.

Für ihren ganz besonderen Grönlandtörn erhielt Ulrike Ewe (SYLuna) die TO-Medaille.

Noch mehr Bilder und Geschichten zu den Preisträgern gibt es im nächsten TO-Magazin, das Anfang Januar erscheint.


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