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Namenspatronin  Gudrun Calligaro


 

Namenspatronin Gudrun Calligaro

Verfasst von Kirsten Panzer am 7. Dezember
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Die Entscheidung ist gefallen - der Skipperinnen-Preis der DSV Kreuzer-Abteilung, der auf dem Fahrtenseglerabend am 21. März 2020 in Hamburg zum ersten Mal vergeben wird, trägt nun auch einen angemessenen Namen – Gudrun Calligaro-Preis.

Die Vorstellung der Auszeichnung für Bootsführerinnen unter dem Arbeitsnamen Skipperinnen-Preis war nur ein Provisorium. Mit der Bekanntgabe der neuen Würdigung für skippernde Fahrtenseglerinnen, die zugleich ein Ansporn für Seglerinnen sein soll, selbst das Ruder in die Hand zu nehmen, rief der DSV auch gleichzeitig dazu auf, sich an der Namensgebung zu beteiligen. Wie sollte der Preis heißen? Den Namen welcher Seglerin sollte er tragen?

Nun ist es entschieden – Der neue Preis, den die Kreuzerabteilung im Rahmen ihrer Fahrtenseglerpreise vergibt, wird nach Gudrun Calligaro benannt.

„Die DSV Kreuzer-Abteilung will Frauen auch im Fahrtensegelsport sichtbarer machen“, erklärte Clemens Fackeldey, Obmann der DSV Kreuzer-Abteilung, den Ursprungsgedanken der neuen Auszeichnung. Man wolle die Fahrtenseglerinnen dazu ermuntern, selbst das Ruder in die Hand zu nehmen, darum habe man den Skipperinnen-Preis neu eingeführt.

Man sieht es in den Häfen - im Fahrtensegeln herrscht oftmals noch das traditionelle Rollenbild, und dabei geht es auch anders.- Das zeigen gerade auch einige Seglerinnen des Trans-Ocean. Denn hier versammeln sich viele erfahrene, weitgereiste, abenteuerlustige und vor allem auch umsichtige und sichere Skipperinnen, die einsame Reviere, abgelegen Reviere besegeln, Ozeane überqueren oder die Welt umrunden. 
Eine von ihnen war Gudrun Calligaro, die als erste deutsche Frau ohne großes Brimborium, ohne große Ankündigung einhand von 1988 bis 1990 die Welt umsegelte. Was sie vollbracht hatte, sorgte für viel Aufmerksamkeit und natürlich auch für viele Preise. So wurde sie ausgezeichnet mit dem Trans-Ocean-Preis, der Trans-Ocean-Mdaille, dem Silbernen Lorbeerblatt der Bundesrepublik und dem Award of Merit des Ocean-Cruising Clubs. Als erste Frau erhielt sie darüber hinaus auch noch den Schlimbach-Preis des Kieler Yachtclubs.

Nach all den Preisen ist es eine fast schon logische Folgerung, dass nun der erste deutsche Preis für Fahrtenseglerinnen nach gerade dieser erfolgreichen Skipperin benannt wurde, die nie viel Aufhebens um ihre Leistung gemacht hat, sondern einfach für sich entschieden hatte, das große Abenteuer Weltumsegelung mit ihrer neun Meter langen Yacht Mädchen anzugehen – und der es als erster deutschen Frau gelang, alleine um die Welt zu segeln. 

Einen Bericht über ihre Reise findet sich auch in Festschrift zum 50-jährigen Jubiläum des Trans-Ocean. 

Gudrun Calligaro verstarb im August 2017. 
 


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