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Sie ist wieder da


 

Sie ist wieder da

Verfasst von Kirsten Panzer am 29. Mai
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Am Ziel. Susanne Huber-Curphey hat ihre Nehaj sicher über den Atlantik und heim nach Den Helder gesegelt. Gestern Abend hieß es welcome home Susanne, welcome home Nehaj. Und zur Begrüßung gab es Kuchen, Blumen, Wunderkerzen und Luftballons von ihren guten Freunden von der Boaty McBoatface, die auch gleich zur Begrüßung den Weltumseglerpreis des Trans-Ocean vom vergangenen Jahr für Susanne im Gepäck hatten. 

Es war eine lange Reise, die vor fünf  Jahren mit ihrem Törn nach Island ihren Anfang nahm. Davor lag der fast dreijährige „Einhand-Bootsbau“ ihrer 12-Meter-Koopmans, Nehaj, in den Niederlanden.

Was darauf folgte, ist zwar bekannt aber auch beim mehrfachen Überdenken erstaunlich, bewundernswert und kaum zu glauben. Vor die Wahl gestellt auf ihrem Weg von Island nach Süden die Ost- oder Westrichtung einzuschlagen, entschied sich Susanne Huber-Curphey für Kurs Ost und erreichte nach 133 Tagen auf drei Ozeanen und insgesamt 20 000 Seemeilen Neuseeland. Von dort aus ging es weiter über den Pazifik und wieder nach Norden, in die Regionen, die ihr besonders liegen. Die Nordwest-Passage folgte, natürlich alleine, so wie sie immer unterwegs ist. 

So kurz zusammengefasst, klingt es fast einfach, doch es war eine Reise ins Ungewisse. Das Eis wollte nicht weichen und gab nur für extrem kurze Phasen den Weg von West nach Ost frei. Zwischendurch sah es fast so aus, als ob sie im Eis überwintern müsste, doch dann erwischte sie die richtige Lücke, schaffte die Durchfahrt und erreichte Nuuk, die Hauptstadt von Grönland. Damit war Susanne Huber-Curphey die erste Frau, die einhand die Nord-West Passage durchquerte, das war 2017. 

Auf ihre Überwinterung in Lunenburg / Nova Scotia (Kanada) folgte die nächste Herausforderung, wobei der Begriff eigentlich  nicht zu Susanen passt.- Denn sie will ja nur segeln. Was sich daraus ergibt, steht auf einem anderen Blatt. 

Zum Beispiel die Weltumsegelung einhand, nonstop im Rahmen der Longue Route 2018. Gesagt getan und wieder einfach weitergesegelt – nach Der Umrundung von Kap Hoorn gingt es nicht zurück nach Norden, sondern immer weiter bis nach Tasmanien. 

Danach dann quasi wieder „zurück“, diesmal wollte sie Südafrika ansteuern – doch da kam es zu dem Unglück vor der Küste von La Réunion, die Strandung. Nehaj ging es nicht gut, war ziemlich ramponiert, doch Susanne gelang es, ihr Schiff wieder seetüchtig zu machen, um sich dann auf die lange Reise zurück in die Werft zu begeben – über Südafrika, die Karibik und die Azoren hinauf nach Nordholland.

Hier ist sie gestern angekommen und kann sich nun in Ruhe um ihre Nehaj kümmern und die Reparatur in Angriff nehmen. 

Chapeau Susanne und herzlich Willkommen!


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