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Costa Rica – Wo versteckt sich der TO


 

Costa Rica – Wo versteckt sich der TO

Verfasst von Kirsten Panzer am 1. Mai 2021
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Die kleine Stadt, vor der wir, Birte und Mathias Wagner, mit unserem Trimaran SAN ankern, heisst Playas del Coco und liegt im Norden der Pazifikkueste Costa Ricas. Hier gibt es Restaurants, Einkaufsmoeglichkeiten, Banken. Doch das ist nicht alles. In Playas del Coco befindet sich auch der Trans-Ocean-Stützpunkt für Costa Rica, den Gunter Winter betreut. Ein Grund mehr Playas del Coco anzulaufen.

Gunter ist in seinen 80ern und hat den Stützpunkt vor ein paar Jahren übernommen. Seitdem sind wir die ersten, die tatsächlich einmal hier anhalten und vorbeischauen.

Wir hatten einen triftigen Grund: Unser Stereoradio, das bei einem Blitzeinschlag direkt neben uns kaputt gegangen war, sollte als Garantieleistung ersetzt werden. Dafür brauchten wir aber eine Adresse und wir hatten Gunter gefragt, ob wir das Paket an ihn schicken lassen könnten. Er stimmte sofort zu. Pakete können ja verfolgt werden und so beobachteten wir, wie das Paket mit dem Radio aus den USA allmählich näherkam. Erst war es in San Juan beim Zoll und dann hieß es, es wäre dreimal versucht worden, das Paket zuzustellen, aber niemand sei angetroffen worden. Das konnte nicht sein. Es gibt keine genauen Adressen in Costa Rica, die Häuser werden irgendwie beschrieben. Da fehlte also eine Info. Nach langem Hin und Her gelang es Mathias bei Fed Ex noch den Namen des Hauses (Casa Talamanca) nachtragen zu lassen. Nun erreichte das Paket sein Ziel, allerdings musste Gunter fast 400 Dollar an Zollgebühren für uns auslegen, was er netterweise auch tat.

Als wir das Paket abholen wollten, suchten auch wir eine Weile nach dem Haus. Die “Casa Talamanca” war nicht überall bekannt. Wir hatten zwar die zusätzliche Beschreibung: “neben dem Haus steht ein Funkmast mit Trans-Ocean-Flagge”, aber auch den Funkmast konnten wir nicht entdecken. Es sollte doch nicht so weit vom Strand entfernt sein? 300 Meter vom Supermarkt entfernt, wir waren inzwischen schon einige Meter weiter. Zweimal sind wir die Straße rauf und runter gelaufen und erkundigten uns schließlich noch einmal, aber niemand kannte das Haus. Ich ging derweil doch noch ein Stückchen weiter stadtauswärts um die Kurve herum. Und siehe da: der Funkmast, das weiße Haus und die Fahne! Hatten wir es doch noch gefunden. 

Gunter unterhielt uns mit vielen interessanten Geschichten aus den 1980er Jahren, als er hier ankam und noch „Günther“ hieß. Damals gab es die Stadt noch nicht einmal. Phantastisch.

Doch dann änderte sich das Wetter langsam. Um die Ostertage war es noch sehr trocken und windig. Wir sahen immer wieder Rauch von Feuern an Land. Mindestens zwei dieser Feuer waren Buschbrände, bei denen ein großer Teil eines Bergabhangs abbrannte. Jetzt blasen die Papagayo Winde nicht mehr so oft und die Regenzeit kündigt sich an. Wir hatten schon mehrere Gewitter. Dabei schalten wir jetzt immer alle Sicherungen aus und ziehen alle Geräte von den Steckdosen ab. Ende April sollte man die Gegend verlassen haben, weil der Regen und die Gewitter jetzt weiter zunehmen.

Die Einkaufsmöglichkeiten in Coco sind sehr gut. Uns hat es besonders ein Supermarkt angetan, der Auto Mercado, knapp zwei Kilometer die Hauptstraße entlang. Dieser Markt ist mit beispielsweise einem Edeka in Deutschland zu vergleichen, nur dass die Gemüseabteilung etwas kleiner ist. Er ist etwas teurer, hat dafür aber ein umfangreiches Angebot auch mit vielen Sachen aus Europa. Es gibt Pumpernickelbrot und Alpen Ceral Müsli aus England. Jedes Mal, wenn wir an Land gehen, füllen wir dort unsere Rucksäcke und füllen so langsam unsere Vorräte für die Weiterfahrt auf.

Birte und Matthias 

Birte und Mathias Wagner sind 2019 mit ihrem Trimaran San, einem Neel 51, in Hamburg zu ihrer Weltumsegelung gestartet. trimaran-san.de


 


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