Verstanden

Um unsere Webseite für Sie optimal zu gestalten und fortlaufend verbessern zu können, verwenden wir Cookies. Durch die weitere Nutzung der Webseite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Mehr erfahren

News

Plauderei auf Hoher See


 

Plauderei auf Hoher See

Verfasst von Kirsten Panzer am 28. Mai 2021
img

Es geht wieder los, die legendären Funkrunden des Tans-Ocean starten in die nächste Runde. Jeden Sonntag treffen sich die Segler und Funker auf Kurzwelle zum Plaudern, Austauschen und natürlich auch Beraten.

„Hier ist die Heimkehr, Delta Papa Mike Alfa“, sendet dann Bert Frisch von Bord seiner Heimkehr und eröffnet damit nun wieder regelmäßig die Funkrunden auf den -Seefunkfrequenzen 6.224 kHz (0800utc), 8.297 (0900utc) und 12.356 (1000utc). 

Wie in jedem Jahr steht auch diesmal das Netz allen Seglern im europäischen Raum und Nordatlantik offen. Neben dem einfachen Vernetzen untereinander soll so auch die Sicherheit auf See gefördert werden. Bert Frisch bittet die teilnehmenden Yachten darum, ihm vorab eine kurze E-Mail mit den Angaben zum Schiff, geplanter Reiseroute und Crew zuzusenden, vor allem dann, wenn eine große Reise geplant ist.

Funknetze sind auch im Zeitalter von Smartphone, Messangern und Satellitentelefonen die Buschtrommeln der Ozeane. Für jedes Revier gibt es meist lokale Netze. In beliebten Ankerbuchten gehört der morgendliche Plausch im UKW-Seefunk oft zum Frühstücksritual. Andere Netze nutzen Kurzwellenfrequenzen, um größere Regionen abzudecken. Beispielsweise in der Karibik oder den verstreuten Inseln des Südpazifiks.
Die meisten europäischen Yachten bekommen mit solchen Netzen im Rahmen ihrer Atlantiküberquerung erstmals Kontakt: So nutzt die ARC beispielsweise ebenfalls die Frequenz 8.297kHz, um den Kontakt der Teilnehmer untereinander auf ihrer Atlantik-Überquerung sicherzustellen und Schiffe bereits auf dem Weg zum Start im so genannten PreARC-Netz zu begleiten und zu unterstützen. 

Das TO-Netz von Bord der Heimkehr sorgt auch für Sicherheit. Ziel ist es, ein regelmäßiges Funknetz auf Seefunkfrequenzen für Nordeuropa und umliegende Seegebiete zu etablieren. Es geht aber auch darum, Einsteiger an das Medium Kurzwellenfunk heranzuführen: „Oft haben Menschen erst einmal eine verständliche Hemmschwelle, einfach in ein Mikrofon auf Funk zu sprechen. Wir betreiben das Netz daher bewusst auf Deutsch, damit nicht auch noch eine Fremdsprache als Hindernis dazukommt“, erklärt Bert Frisch und freut sich auf weitere Teilnehmer: „Wer Kurzwelle an Bord hat, ist herzlich eingeladen, sich zu melden. Vorerst immer sonntags, wenn der Bedarf besteht, aber gern auch öfter.“
 


  Kommentare

Es ist bisher kein Kommentar vorhanden, seien Sie der Erste...

Go to top