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Vom Pech verfolgt und durchgehalten


 

Vom Pech verfolgt und durchgehalten

Verfasst von Kirsten Panzer am 13. Oktober 2021
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Das war hart und sie hat es trotzdem geschafft. Wieder an Land kann Lina Rixgens endlich selbst erzählen, was bei ihr an Bord während der ersten Etappe des Mini Transat alles passiert beziehunsweise kaputtgegangen ist:

Es ist so schön, nach dieser unglaublich harten Etappe des Mini Transat EuroChef wieder an Land zu sein ! Ich dachte, nach meiner ersten Etappe 2017 könnte es nur noch besser werden, aber da bin ich mir nicht mehr sicher... 

- Nach einem emotionalen und recht guten Start ins Rennen haben wir bald die erste Front bekommen. Die Wellen von 3-3,5m waren brutal und ich habe das Rad des Windmessers oben in der Mastspitze beschädigt. Dies bedeutete keine Winddaten mehr und einen Autopiloten nur im Kompassmodus, sehr schwierig bei den Winden, die wir hatten.

- Ich bin während der Front etwas zu weit nach Südosten geraten, bekam die Winddrehung später und kam weniger westlich an der spanischen Küste an als vermutet, wodurch ich viele Plätze verloren habe.

- Auch mein Autopilot versagte mehr und mehr und mein Ersatz hat in 2m Wellen keinen guten Job gemacht. Für mich kam der Zwischenstopp in Camarinas … daher sehr willkommen und ich habe es geschafft, die Probleme zu beheben.

- Nach dem Neustart ging es langsam weiter mit 3 Meter-Wellen und weniger als 10 Knoten Wind. Sehr schwierig, das Boot da schnell zu machen. Nach der ersten Front blieben meine Akkus zwischen 20-40% schwach und während der kurzen Tage war es nicht möglich, sie weiter aufzuladen. Also musste ich viel von Hand steuern.

- Für 2-3 Tage hatte ich dann tolle Bedingungen bei 17-21 Knoten Wind, mittlerer Spi downwind mit Geschwindigkeiten um 10 Knoten und mehr die ganze Zeit (die beste Zeit der Etappe!)

- Die schlimmste Geburtstagsüberraschung am Morgen: Der Ruderbeschlag meines Backbordruders ist 400 Seemeilen vor La Palma kaputt gegangen! Die Reparatur war wegen der hohen Wellen nicht möglich, also legte ich das Ruder ins Boot und segelte auf dem einen Bug schneller, auf dem anderen langsamer weiter.

- in einer dunklen Nacht 200 Seemeilen vor La Palma brach bei 10 Knoten Geschwindigkeit auch der Beschlag meines restlichen Steuerbordruders. Wirklich schlechte Nachrichten, ich war mir nicht sicher, ob ich es alleine zu einem Hafen schaffen würde...aber ich habe das Ruder mit vielen Seilen am Boot befestigt, hatte Angst vor dem ganzen langen Rest der Etappe, aber zum Glück hielt alles aber ich konnte nur unter Fock segeln. 

Was für eine Erleichterung, es alleine nach La Palma geschafft zu haben!! Jetzt heißt es viel Ruhe, gutes Essen und die nötigen Reparaturen... Vielen Dank für all eure Unterstützungsnachrichten und Geburtstagswünsche!
 


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