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Schiffsprofil

Heimatrevier Mittelmeer



Heimatrevier Mittelmeer

Interview von Kirsten Panzer am 23. August 2021
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Nach etwas mehr Komfort hat Pit Dörnfeld, als Pressereferent Mitglied des TO-Vorstandes, gesucht und ist vor fünf Jahren fündig geworden. Mit seiner Alcyone segelt er hauptsächlich im Mittelmeer. 

Was hast Du für ein Schiff?
Unsere Alcyone ist eine Grand Soleil 46.3., Baujahr 2006, 14,30 Meter x 4,40 Meter x 2,20 Meter und verdrängt rund 11 Tonnen. Ein Yanmar Diesel mit 54 PS treibt sie unter Motor an; mit etwa 130 m² ist sie etwas übertakelt – besonders mit dem 135m² großen Gennaker.

Warum dieses Schiff? 
Ich wollte endlich mal schneller von A nach B, einen gewissen Komfort und Eleganz. Wenn wir etwa einen italienischen Hafen anlaufen, hören wir ganz oft „che bella barca“ mit bewundernden Blicken. So etwas tut natürlich der Seemannsseele und dem Schiff gut. Sie segelt extrem schnell, lässt sich auch bei viel Wind mit zwei Fingern steuern und wir können sie noch recht gut alleine bändigen. Das Bugstrahlruder brauchen wir fast nie, so gut lässt sie sich manövrieren. Also sie ist mein finales Traumschiff!

Wie und wann hast Du es gefunden?
Vor nun fast fünf Jahren über einen Freund in der Toskana und einen Makler, der sehr fair agiert hat. Das Schiff war damals nahezu neuwertig – der Voreigner hat es pro Saison nur etwa zwei Wochen genutzt, ohne je an Bord übernachtet zu haben. Polster und Herd waren unbenutzt! Trotzdem habe ich ein Ultraschallgutachten machen lassen wegen der speziellen Kielkonstruktion.

Welche Ausrüstung für Langfahrt hast Du an Bord?
Außer Windgenerator, Watermaker und Generator haben wir fast alles Notwendige für eine längere Reise an Bord – und das wird nach Corona bestimmt noch etwas mehr. Früher habe ich über E-Winschen an Bord geschmunzelt – nun habe ich selber welche, denn die riesige Genua ist trotz überdimensionierter Winschen per Hand kaum zu kurbeln. Wir haben mittlerweile zwei flexible Solarpaneele auf dem Bimini – später sollen sie noch durch einen Windgenerator ergänzt werden.

Bist Du mit dem Schiff zufrieden?
Es ist mein Traumschiff! Sehr hohe Bauqualität, optimale Segel- und Manövriereigenschaften und eben diese typisch italienische Eleganz.

Gibt es etwas, was Dich stört?
Die 2,20 Meter Tiefgang sind manchmal nervig und die entsprechend hohen Liegegebühren im Süden bei der Schiffslänge. Na ja, und sie ist halt etwas übertakelt – aber damit kann man gut leben.

Gab es ein Boot davor?
Ja, etwa meine alte Moody 41 Malouine. Baujahr 1985 und immer noch richtig fit, die bereits einmal herum ist und mit der wir die letzten Jahre die Ostsee befahren haben. Sie ist eigentlich immer noch mein „zweites“ Traumschiff, nicht ganz so schnell wie die Alcyone, aber sehr sicher und robust. Sie wartet jetzt auf meine Tochter, die damit nach ihrem Studium los will.

Wo bist Du mit dem Boot gewesen und wo möchtest Du noch hin?                
Nun, bisher überwiegend nur im westlichen Mittelmeer. Dann hat uns letztes Jahr Corona bei der Überführung nach Korfu einen Strich durch die Rechnung gemacht. Von da aus wollten wir wieder nach Albanien (beruflich), um endlich vom Schiff aus zu arbeiten. Und das Schwarze Meer kenne ich noch nicht. Vielleicht später noch mal wieder zu den Kanaren, Kapverden ……

Wie groß ist Deine Crew?
Normalerweise sind wir zu zweit – fahren aber auch oft mit Gästen.

Welches war das schönste Erlebnis, welches das schlimmste?
Da wir die Alcyone erst seit genau fünf Jahren haben, waren alle Erlebnisse bisher toll. Schlimme Erlebnisse auf See hatte ich nur in meinem alten Leben.

Pit Dörnfeld, mediamare-segelreisen.de, gibt gerne Auskunft über italienische Schönheiten und alle Moody’s, doernfeld@mediamare.de

Interview: Kirsten Panzer
 


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