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Schiffsprofil

Und immer mit Gemütlichkeit...



Und immer mit Gemütlichkeit...

Interview von Kirsten Panzer am 29. September 2020
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Jahrelang ist Herbert Weingärtner zusammen mit Wolfgang Quix Regatten gesegelt. Bequemlichkeit wurde da nicht gerade groß geschrieben, eher spartanisch ging es an Bord zu. Inzwischen ist er längst mit seiner eigenen Waarship unterwegs und stellt sie nun auch bei TO vor:/strong>

1. Herbert Weingärtner, was hast Du für ein Schiff?

Ein auf 9,60 Meter verlängertes Waarship 900, Baujahr 1982 mit einer Bereite von  3,30  Metern und einem Tiefgang von 1,80 Metern. Die Verdrängung liegt bei 3,5 Tonnen, der Mast ist 12 Meter hoch. Der Name ist Balu.

2. Warum dieses Schiff? Welche Besonderheit gab den Ausschlag?

Wenn man jahrelang mit Wolfgang Quix gesegelt ist, kennt man die Waarship-Yachten, insofern war ein Waarschip erste Wahl für mich.

3. Wie und wann hast Du es gefunden?

Auf einer Reise in den Norden habe ich mir zuerst im Raum Hamburg ein Waarschip 8.60 angeschaut, dann auf der Raderinsel im Nordostseekanal das zum Regatta-Racer aufgemotzte Waarschip 900. Das war dann Liebe auf den ersten Blick, das hohe Rigg, die Anzahl der Segel und natürlich der Preis.

4. Welche Ausrüstung für Langfahrt hast du an Bord?

Eigentlich nichts Besonderes, UKW, GPS, Plotter, elektrische Selbststeueranlage, Solarzellen und als Luxus eine Kühlbox.

5. Bist Du mit dem Schiff zufrieden?

Die Balu ist ein seetüchtiger Segler unter allen Bedingungen, ob Flaute oder Starkwind.

6. Gibt es etwas, was Dich stört?

Ja, da Wasser in der Bilge, denn da der Mast auf dem Kiel steht, sammelt sich immer etwas Regenwasser in ihr.

7. Gab es ein Boot davor?

Ich war immer Regatta-Segler, zuerst auf einem Korsar, dann bin ich mit Wolfgang Quix auf der Jeantex und auf Wolfi’sToy Hochsee-Regatten gesegelt. Balu ist meine erste richtige eigene Yacht.

8. Wo bist Du mit dem Boot gewesen und wo möchtest Du noch hin?

Nach Testfahrten in der Ostsee gab es eine Reise über Polen, die Baltischen Staaten, Finnland und anschließend über Schweden wieder zurück. Zwei Jahre später erfolgte die Überführung rund um West Europa in das Mittelmeer. Über Spanien und Italien in die Türkei, wo das Schiff zwei Jahre lang lag. Inzwischen habe ich sie in die Nord-Adria gebracht, weil das von München aus das nächste „ Meer“ ist. Große Reisen habe ich nicht mehr in Planung.

9. Wie groß ist Deine Crew?

Wechselnd mit mindestens zwei, höchsten vier Personen. Ich segel immer mit Freunden.

10. Welches war das schönste Erlebnis, welche das schlimmste?

Durchsegelte Nächte auf See unter klarem Sternenhimmel und dann die Sonnenauf- und untergänge, das ist immer wieder ein großes Erlebnis.

Die Kehrseite war allerdings ein Vorstagbruch auf 48 Grad Nord und 7 Grad West bei Starkwind und saugrober See. Das war wirklich ein Alptraum. Wir sind mit stark reduzierten Segeln nach Brest abgelaufen. Zu allem Überfluss hat dann die Maschine auch noch ausgesetzt und wir mussten Schlepphilfe in Anspruch nehmen.

11. Und wie bist du auf den Namen Balu gekommen?

Nach jahrelangem Regattasegeln ist es an der Zeit gewesen „immer mit Gemütlichkeit“ auf See unterwegs zu sein.


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