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letzter Beitrag 03.01.15 um 20:51 von  Heinz Stritzke
Dieseltanks im Kiel
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Autor Nachrichten
fleumel Senator Senator Posts:263
--
28.11.14 um 17:34
    Hallo TO-ler und andere Segler,                                                                                                                                                            Wer hat Erfahrung mit Tanks in den Kielen? Vor- und Nachteile.                                                                                                            Unsere Reinke 16M bekommt einen Komplettrevision und jetzt, in der Vorplanung beschaeftigen wir uns mit der Idee Tanks in die beiden Kiele ein zu bauen.                          gruss Fleumel
    heute schon gefleumelt? www.fleumel.com
    Dody Senator Senator Posts:278
    --
    28.11.14 um 19:32
    Hi Milan,

    keine Reinke bei mir, aber vielleicht gibt Dir das ja trotzdem Ideen: mein Schiff hat seit 54 Jahren 2x95 L Stahltanks im Kiel (Langkieler) die ueber einen Ausgleichsschlauch miteinander verbunden sind um Niveauunterschiede auszugleichen da die Einspritzpumpe nur aus dem Haupttank saugt (ausserdem 2x75 L unter den beiden Hundekojen). Sie waren aus Stahl und sassen im tiefsten Punkt der Bilge. Jetzt, nach 54 Jahren hat sich das erste kleine Loch entwickelt, ich hab' mir neue Edelstahltanks in gleicher Groesse bauen lassen um sie zu ersetzen.

    Du hast im Gegensatz zu mir einen Twinkieler. Faehrst Du einen Tank leer und hast den anderen noch voll stimmt Dein Trim nicht mehr ausser Du findest einen Weg das automatisch (oder manuell) jedesmal auszugleichen.

    Was es auch wert ist drueber nachzudenken (und das werde ich bei mir aendern wenn ich soweit bin das alles wieder zu installieren) ist, einen Tagestank einzubauen der hoeher liegt als die Maschine und den ich mit einer manuellen Pumpe befuellen kann. Auf die Art kann ich, falls mir die Dieselpumpe jemals ausfallen sollte meine Maschine mit gravity-feed laufen lassen.

    Fair winds
    Dody
    fleumel Senator Senator Posts:263
    --
    28.11.14 um 20:05
    Hallo Dody,

    ein Tagestank ist vorhanden. Dieser reicht bei Vollgas fuer ca 36 Stunden.

    Kimmkiele... Ich plane jeden Kieltank mit einer elektrischen Dieselpumpe zu versehen, der den Treibstoff ueber eine Filteranlage in den Tagestank pumpt. Die Leitungen werden mit miteinnander verbunden und ueber Kugelhaehne kann jede der beiden Pumpe fuer jeden der beiden Tanks eingesetzt werden. Zur Filteranlage sei bemerkt, eine Filteranlage vor und eine nach dem Tagestank.

    Die derzeitigen Tanks werden beibehalten und ebenfalls ueber die Dieselpumpen des Kiels in den Tagestank gepumpt.

    Die Anlage also ist bereits erprobt, kommen nur die zwei Kieltanks hinzu.

    gruss
    Milan
    heute schon gefleumelt? www.fleumel.com
    Dody Senator Senator Posts:278
    --
    28.11.14 um 20:19
    Hi Milan, ja die Filter ... da werd' ich auch noch einen zweiten Satz montieren und den nach dem Tagestank doppeln, so dass ich fuer den Filterwechsel grade mal eben umschalten kann falls es noetig sein sollte.

    Zwei Sachen sind mir grade noch eingefallen: Deine neuen Tanks, mach' sie mit einer Inspektionsoeffnung die gross genug ist damit Du auch die entferntesten Winkel irgendwie erreichen kannst zum saubermachen. Und vergess' nicht irgendwo im Centre einen tiefsten Punkt vorzusehen in dem sich eventuelles Wasser im Tank sammeln kann das Du dann mit einem Schlauch absaugen kannst - bei einem Tank im Kiel hast Du ja schliesslich keinen Zugang von unten um mal eben ein Ventil zu oeffnen um das Wasser ablaufen lassen zu koennen.

    Und nochwas: die elektrische Pumpe zum Umfuellen der Tanks. Wenn Du Dir einen zusaetzlichen Adapter installierst kannst Du die gleiche Pumpe benutzen um z.B. von der Cockpit aus ueber einen Schlauch mit Adapter direkt aus den Jerrycans in den Tank umzufuellen.

    Fair winds
    Dody
    ogiV Skipper Skipper Posts:83
    --
    28.11.14 um 22:53
    Hallo,
    wir haben eine Feltz, Stahl, seit 1986 im Wasser, gebraucht gekauft. Der Dieseltank ca, 580 ltr. ist tief unten im Kiel unter dem Motor. Kielaußenwand = Tankwand
    Wichtig! richtig große Luken für Inspektion / Reinigung. Unsere Deckel (2 Stück) sind 50x50cm. Wir haben mal eine Reinigung machen lassen und große Menge von Schmutz raus bekommen. Außer leichtem Flugrost (oberhalb vom Diesel) waren die Bleche tip top.
    Das mit der Wasseransammlung kann ein Problem werden. Hier vertrauen wir auf den SEPA-Doppelfilter mit Wasserabscheider. 

    Im Gegesatz zum Stahltank habe ich auf dem Werksgelände im Hafen, beim Edelstahlbauer, schon eine Menge Edelstahltanks gesehen die leck waren. Es sind immer die Schweißnähte die nicht halten.  Zusätzlich musst du höllisch aufpassen, dass der Edelstahl nicht mit dem Normalstahl in Berührung kommen kann. Isolierstücke in die Leitungen!

    Es gibt gute Kunststofftanks die man sich auch auf Maß fertigen lassen kann. Sind auch leiser!  Im Westerwald git es einen günstigen (gegenüber Hamburg) Anbieter. Die Adresse müsste ich erst wieder suchen.
     
    Vergiss nicht die Schlingerbleche, sonst hast du nacher nur noch Schaum im Tank.

    Gruß
    Kurt
    wer in der Demokratie schläft - wird in einer Diktatur aufwachen
    fleumel Senator Senator Posts:263
    --
    28.11.14 um 23:40
    Hallo Kurt,

    danke fuer Deine Tipps.

    Meine speziellen Probleme. Kimmkiele und Doppelmotorenanlage bei einem Aluschiff. Je Kiel sind zwischen 600 und max 700Liter zu bunkern.
    Die Kiele sind genau unter den Motoren. Da diese ebenfalls neu rein kommen ist erst mal alles im lot. Aber wegen Renigung, igitt mir graut es an dem Gedanken. Ich habe einen Hersteller von Flextanks gefunden, der mit die Felxtanks an die Kiele anpasst, so weit so gut. Als Filteranlage habe ich bereits beim ShipShop ebenfalls Doppefliteranlage mit Wasserabscheider bekommen. Davon kommt eine vor und eine hinter den Tagestank. Ich beabsichtige einen Absaugschlauch unmittelbar auf dem Tankboden zu setzen, aehnlich wie eine Bilgenpumpe, so kann ich von Zeit zu Zeit Wasser und groben Schmutz absaugen. Die Dieselleitung wird dann etwas heoher angebracht, wie hoch habe ich noch nicht beschlossen. Inspektionsoeffnung kann ich also in Zukunft nur oeffnen wenn ich die Maschinen anhebe.
      
    Schlingerbleche fallen weg wenn ich mich fuer die Felxtanvariante endscheide, wenn !

    Angedacht war auch schon folgende Variante. Aus den Kieltanks in die Borddanks umpumen (da habe ich eine Mannloch von 70 x 45 cm) und von dort dann in dem Tagestank. Aber will ich wirklich wie ein Tanker den Diesel so oft umpumpen.... ??? Bin mir noch voellig unsicher. Sicher ist, ich brauche die Dieselkapzitaet von Bord und Kieltanks, also keine "ich machs nicht" Alternative vorhanden.

    gruss
    Milan




    heute schon gefleumelt? www.fleumel.com
    AKKA Senator Senator Posts:582
    --
    29.11.14 um 10:55
    Beigetragen von fleumel am 28 Nov 2014 23:40:16
     
    Als Filteranlage habe ich bereits beim ShipShop ebenfalls Doppefliteranlage mit Wasserabscheider bekommen. Davon kommt eine vor und eine hinter den Tagestank. Ich beabsichtige einen Absaugschlauch unmittelbar auf dem Tankboden zu setzen, aehnlich wie eine Bilgenpumpe, so kann ich von Zeit zu Zeit Wasser und groben Schmutz absaugen. Die Dieselleitung wird dann etwas heoher angebracht, wie hoch habe ich noch nicht beschlossen. Inspektionsoeffnung kann ich also in Zukunft nur oeffnen wenn ich die Maschinen anhebe.

    Milan

    Hallo Milan,

    zwei gleiche Filter in Reihe mit dem Tagestank dazwischen, macht mir keinen Sinn. Wenn zwei, dann nach dem Tagestank und umschaltbar, FALLS mal ein Filtereinsatz verstopft.

    Was habe ich mir alles für Gedanken gemacht, aus Sorge um Schmutz und Wasser im Diesel, denn unsere beiden Tanks sind ohne Inspektionsöffnung, haben lediglich dia. 38mm Stutzen mit Schraubdeckel oben drauf. Nach inzwischen über 3.500 Motorstunden oder 10.000l Diesel sind die Tanks nie gründlich gereinigt worden. Alle 2 (oder 3) Jahre gehe ich mit Schlauch und Saugpumpe (Jabso Impeller plus Bohrmaschine) durch die Stutzen bis zum Tankgrund und sauge von dort "dreckigen" Diesel ab. Obwohl seit gut 7 Jahren in Übersee und nicht immer direkt von der Markentankstelle sondern auch aus obskuren Fässern getankt, sind bisher keine Probleme aufgetreten. Allerdings benutzen wir bei fragwürdigen Quellen zum Befüllen einen Baja-Trichter-Filter, der Wasser und Schmutz nicht passieren lässt.

    Das erwähnte Absaugen bringt etwas dunklen (Teertröpfchen) Diesel, aber Wasser habe ich bisher nicht feststellen können. Gleiches gilt für die Racor-Filter, Doppelanlage umschaltbar, weder setzt sich Wasser ab, noch sind die Filter sichtbar verdreckt oder gar verstopft. Jeder Papiereinsatz tut ein bis zwei Jahre Dienst, dann wird er auf Verdacht ausgewechselt. Der motorseitige Diesel-Feinfilter muss bei uns 1.000 Stunden ableisten, ehe er an Ruhestand denken darf ... könnte sicher mehr. Freunde wechseln alle 5 Jahre bei vorgeschaltetem Racor oder Separ.

    Unser Fazit, es geht auch ohne Mannlöcher im Tank.


    Nachsatz:   Vorübergehend vermisst habe ich die Öffnungen allerdings, als wir zu Beginn unserer Reise und nachdem wir einen Hamburger Winter vielfach an Bord verbracht hatten, Befall von Dieselbakterien feststellten. Die Dieselheizung hatte einen Tank fast geleert, es entstand Wasserkondensat und damit Nährboden für Bakterien. Die verstopften wie Marmelade den Racor-Filter. Mit Grotamar haben wir sie "umgebracht" und achten seither auf möglichst gefüllte Tanks. Auch war diese Erfahrung Anlass, einen dritten Racor-Filter mit elektrischer Umwälzpumpe zu installieren, um per Zirkulation den Tankinhalt zu filtern (zu polishen) .... nutzten wir aber nur anfangs, als der Bakterienschock noch frisch war. - Die Umwälzpumpe kann bei Ausfall der motoreigenen Membranpumpe diese ersetzen. Finde ich gut.

    Grüße aus Malaysia
    Andreas


    fleumel Senator Senator Posts:263
    --
    29.11.14 um 14:16
    Mion Andreas,

    das Motiviert mich dann doch im Sinne der Kieltanks.

    Die Filteranlage ist eine Doppelfilteranlage (Racor) mit Wasserabscheider. Vor dem Tagestank macht sinn und nach dem Tagestank zur Sicherheit ebenfalls, denke ich.

    Hast Du oder jemand hier eine Idee wie ich die Kiele von innen konservieren kann. Alu, darauf eventuell eine Beschichtung aufbringen? der Boden ist mit Blei aufgefuellt. Darueber muss noch irgend eine Abdeckung, ggf. etwas Wasserfester Beton und dann mit Epoxi versiegeln ??? Wer hat ne Idee ???

    gruss
    Milan
    heute schon gefleumelt? www.fleumel.com
    Heinz Stritzke Leichtmatrose Leichtmatrose Posts:1
    --
    03.01.15 um 20:51

    Hallo, ich hab mich bis zum Schluß durchgelesen und kann nur staunen. Ich hab 1991 eine Reinke Taranga aus Alu gebaut und sie zu Wasser gelassen. Mit einem Mittelkiel, der nach Reinkes Anweisung gebaut ist. Von unten: Eine 14 mm Kielplatte auch als Opferanode, dann der Kiel mit 2500 kg Blei eingegossen, eine öldicht verschweißte Zwischenplatte mit Sumpftopf, dann 180 Liter Dieselinhalt. Und dies an die Bodenplatte angeschweißt und innen zur Verstärkung stehende Dreiecke entlang der Schweißung. Über dem Sumpftopf die Aussparrung (Deckel) für die Leitungen. Wie man dies macht, kann man bei Reinke gut nachlesen. Auch zum Bleigießen und über die Arbeitsabläufe. Ich war mit meiner Reinke schon in Bergen und Sizilien und letztes Jahr bin ich von der Karibik zurück im Mittelmeer und hatte nie Probleme.
    Die besten Grüße und allzeit gute Fahrt.

    Heinz Stritzke, aus Laaber bei Regensburg (heinzstritzke@gmx.de)

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