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letzter Beitrag 15.05.16 um 02:23 von  ARIES DREAM
stehende Mastroute - Ostküste Amerika
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SY-KALIMIAN
Segler
Segler
Posts:9


--
29.11.14 um 22:08
    Hallo,
    ich suche Informationen über die stehende Mastroute an der Ostküste Amerikas
    Michael
    jamesmcdust
    Kommodore
    Kommodore
    Posts:149


    --
    30.11.14 um 03:32
    Hallo Michael
    wenn wir es genau nehmen wollen, eine stehend Mastroute wie in den Niederlanden existiert an der US Okstküste nicht.

    Aber es ist so, dass man den Intracoastel Waterway mit maximal 67 Fuss Masthöhe (Höhe über Wasser) zumindest von Fort Lauderdale Florida bis Cape May / New Jersey befahren kann. Der der ICW wie er genannt wird ist in New Jersey meist zu untief für grössere Segelyachten, man kann dann ab New York wieder weiter nach Norden bis nach Maine fahren.
    Von Fort Lauderdale südlich könnte man über Miami zu den Florida Keys fahren, leider ist kurz vor Miami eine Brücke (Tuttle Bridge?) die nur 54 Fuss (nach meiner Erinnerung, Karten habe ich im Moment nicht vorliegen) Durchfahrtshöhe aufweist.

    Leider sind die amerikanischen Karten nicht sehr genau, vor Norfolk Virginia ist in den Karten eine Brücke mit weniger als 67 Fuss eingetragen, nach Bericht soll sie aber 67 Fuss Durchfahrtshöhe aufweisen. Ich selber habe eine andere Route nach Norfolk über den Elizabeth River und den Dismal Swamp Kanal gewählt.
    Wegen der Genauigkeit der Angaben, ohne hochnäsig sein zu wollen, musste ich doch feststellen, dass die Angabend in den Karten nicht von deutscher Genauigkeit sind (von mir sehr geschätzt obwohl ich Schweizer bin), sondern einer gewissen künstlerischen Freiheit Raum lassen. Ich erinnere mich noch genau: vor Vero Beach in Florida zeigte der Pegel (örtlich heisst es Ladder) 65 Fuss Durchfahrtshöhe an. Ich habe sofort Fahrt aus dem Boot genommen und mich zwecks Messung mit dem Mast ganz, ganz vorsichtig der Brücke genähert um festzustellen, dass die VHF Antenne im Topp an der Brückenuntersicht bzw. den Betonbalken (es sind Einfachkonstruktionen die mich an meinen Baukasten erinnerten) gestreift hat, tack, tack, tack. Hat geklappt. Als dann ein paar Brücken später der Pegel bzw. die Ladder 67 Fuss anzeigtet bin ich ohne, ich war ja ICW Neuling, ohne Fahrt aus dem Boot zu nehmen unter der Brücke durch. Allerdings hatten die Brückenbauer einen Arbeiter mit offensichtlich kurzen Füssen zum Malen der Ladder genommen. Diesmal machte es nur kurz Päng und die VHF Antenne war weg.
    Ich würde empfehlen für die Fahrt nordwärts den ICW nicht ab Fort Lauderdale sondern erst ab West Palm Beach (Riviera Beach), wo ebenfalls ein gut zu befahrender Inlet (Einfahrt von See in den ICW) ist. In West Palm Beach kann man auch gut, von den Bahamas kommend, in die USA einklarieren. Viele Segler lassen Florida links liegen und fahren z.B. erst in Charleston/ South Carolina in den ICW.

    Wieso nicht ab Fort Lauderdale nordwärts: der ICW entlang der sog. Gold Coast wird von unzähligen Hebebrücken überspannt. Diese Brücken öffnen meist nicht auf Anforderung sondern nur bestimmten Zeiten wie z.b. zur vollen und halben Std, z.T. auch zu Zeiten der rush hour, also von ca. 07 - 08 a.m und von 4 - 6 p.m. gar nicht.

    Südlich oder westlich führt der ICW entlang der Westküste Floridas um den Golf von Mexiko nach Texas. Für Boote mit max. 49 Fuss Masthöhe gibt es eine Abkürzung, den Oekeechobee - Waterway, der von Stuart an der Ost Küste (nördlich von West Palm Beach) nach Fort Myers an der Westküste führt.

    Ich bin von Florida über den ICW bis nach Manhattan gefahren, teilweise auch vor der Küste. Mit der Fahrt nach Maine wurde nichts, da ich auf dem Hudson River auf höhe des Central Park eine zahlbare Mooring fand, und statt weiter zu segeln, ich den Big Apple aus vollen Zügen genoss.

    Wieder zurück nach Florida habe ich mir so eingerichtet, dass die Strecken die ich auf ICW nicht befahren hatte, befuhr und dafür die schon befahrenen Streccken auf dem ICW ausliess und vor der Küste segelte.

    Ich möchte die Erlebnisse nicht missen, obwohl es mit dem Segeln auf dem ICW, vor allem Einhand so eine Sache ist (zeitweise viel Verkehr, nicht immer passender Wind) vor der Küste kann man auch mal eine Nacht durchsegeln und kommt dank Golfstrom gut voran. Allerdings, das Segeln auf dem Golfstrom
    bedingt aufmerksame Wetterbeobachtung.

    Karten: sind in D z.B. bei Hanse Nautik zu kaufen. Die Karten es sind Mappen, sind aufgeteilt: Florida Ostküste mit Okeechobee-Waterway und Keys bis Key West und Dry Tortuga, Florida Westküste, Norfolk bis Jacksonville/Florida, Chesapaeke- und Delaware Bay, New York Natucket und New Jersey Coast, Block Island bis Canadian Border.

    Viel Spass bei der Vorbereitung der Fahrt und tolle Erlebnisse wünscht

    James
    SY-KALIMIAN
    Segler
    Segler
    Posts:9


    --
    26.12.14 um 14:51
    Hallo James,
    recht herzlichen Dank für deine umfangreichen Informationen. Leider konnte ich mich nicht früher bedanken, da wir zwischen den Kanarischen Inseln unterwegs sind und der Internetempfang mehr als bescheiden ist.
    Nachträgliche Weihnachtsgrüße und einen guten Rutsch ins neue Jahr.
    Michael
    SY Grace
    Skipper
    Skipper
    Posts:51


    --
    26.12.14 um 19:54
    Ich habe aktuelle Handbücher für die gesamte Strecke die ich nun nicht mehr brauche. Falls Interesse besteht zum halben Neupreis.

    Wir haben einige Meilen des ICW abgefahren zwischen Chesapeake Bay bis Miami, mit 64 Fuß Masthöhe 2x sehr knapp dabei. Höher sollte man wirklich nicht sein. Die Brücken sind auf 65 Fuß Durchfahrtshöhe ausgelegt, bei manchen hat man tidenbedingt etwas mehr Höhe, müsste man aber immer auf den richtigen Moment warten. Wenn man halbwegs vorankommen will ist das nicht machbar.

    Wassertiefe wird durchgehend mit 5m beschrieben, das stimmt definitiv nicht. An manchen Stellen waren wir unter 3m. Da muss man dann schon aufpassen das man nicht zu weit aus dem Fahrwasser kommt.

    Wir sind auf der Strecke obwohl kaum Verkehr war nur ab und zu mal gesegelt, es ist zu nervenzehrend.

    Größere Etappen vor der Küste wie schon beschrieben - man kommt entspannter und deutlich schneller voran, sieht dafür aber auch nichts. Es gibt zahlreiche Inlets die in den Handbüchern detailliert beschrieben werden. dort kommt man nach so einem Törn wieder rein und kann mal ausschlafen.

    Ankerplätze sind vorhanden, wenn auch rar und in der Saison überfüllt.
    Viele Grüße Marlies und Ralf
    ARIES DREAM
    Skipper
    Skipper
    Posts:57


    --
    15.05.16 um 02:23

    Hallo Marlies & Rolf,

    wir planen für 2017den Ostküste - Toern. Wenn die Handbücher noch nicht verkauft sind, würde ich mich interessieren. wir liegen z.Zt. in Cartagena / Kolumbien mit unserer Sun Odyssey 52,2 (49ft) und starten ab 

    Januar 2017. E-mail to: ariesdream2@gmail.com.

    Dank im Voraus

    fair Winds 

    Rene'

    René Hertel Circumnavigation ariesdream2@gmail.com D-mobil: +49(0)1707356888 Tenerife: +34 690742848
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