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letzter Beitrag 25.04.16 um 14:05 von  Bernd
Wacheinteilung auf Langstrecke
 12 Antworten
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Autor Nachrichten
Volkmar2 Skipper Skipper Posts:28
--
24.11.14 um 08:12
    Hallo Zusammen,

    ich wollte mal anfragen welche Wacheinteilung Ihr auf Langstrecken so praktiziert und welche Erfahrungen Ihr da habt.

    Bisher habe ich auf den langen Schlägen, z.B. transatlantik aber auch auf kürzen Törn Ostsee, Mittelmeer. Ein 2 Wachensystem gefahren. Jede Wache 4 Stunden, ausser Tags 2 Wachen a 6 Stunden.
    Ziel war das jede Wache mal den Sonnenaufgang/ Untergang sieht und die "Hundewache" zwischen 2:00 und 4:00 geteilt ist.

    Zum einen gehe ich sehr schnell ins Wachsystem, auch wenn es später herauskommt das man bei dem Schlag hätte darauf verzichten können. Als Beispiel Bornholm zum Großen Belt. Schafft man in gut 18 Stunden, aber im Wachsystem habe ich dann entsprechende Reserven.

    Bin gespannt was so kommt...

    So long

    Volkmar
    Franz Segler Segler Posts:7
    --
    25.11.14 um 11:01
    Hallo Volkmar

    Vor einigen Jahren habe ich eine Ueberfahrt von den Azoren ins Mittelmeer mitgemacht. Der Wachrhythmus war 3/3/3/6, also 3 Stunden Wache, 3 Stunden Ruhe, 3 Stunden Wache, 6 Stunden Ruhe. Jeweils Wache zu zweit. Und die Rhythmen so verschoben, dass nicht immer die gleichen Personen zusammen waren.

    Für mich hat das sehr gut funktioniert, ich würde es wieder so machen.

    Gruss Franz
    Taubenuss
    Quix Segler Segler Posts:18
    --
    25.11.14 um 12:51
    hallo  Volkmar, mit tags 2x 6 und nachts 3x4 Stunden liegst Du ganz richtig. So haben wir 30 Jahre Hochseerennen zu zweit gesegelt, Mannschaftsrennen und Eismeerfahrten. Herzliche Grüße Wolfgang Quix
    Venus Skipper Skipper Posts:58
    --
    25.11.14 um 15:15
    Es kommt ja wohl auf die Zusammensetzung der Crew an. Solch starre Wachwechsel sind mir ein Graus. Bei uns schläft wer müde ist. Im Zweifelsfalle muss der Skipper halt wach bleiben. Es regelt sich alles mit der Zeit.
    Uwe
    www.SYVenus.de

    Heimkehr Kommodore Kommodore Posts:116
    --
    25.11.14 um 16:07
    Wir haben alles probiert und sindzu zweit auf der langen Strecke  bei 4 Stunden gelandet und immer zur gleichen Zeit, ohne Dreher. 
    Einer hat den Sonnenaufgang der andere den Untergang. Zur gleichen Zeit, weil man sich an eine feste Schlafenszeit schnell gewöhnt.
    wir halten nachts die Wachen genau ein, tagsüber nehmen wir es nicht so genau.
    Bert Frisch Heimkehr-Hamburg.de
    Yemanja Segler Segler Posts:15
    --
    25.11.14 um 21:19
    Wir segeln auch zu zweit, ohne starre Regelung. Bisher bewährt hat sich, dass mein Mann von 20:00 bis ca 1:00 schläft, ich von 1:00 bis ca 6:00, alles je nach Müdigkeit auch mal eine Stunde kürzer oder länger. Derjenige der Wache hat ist dabei nicht unbedingt hellwach, wir dösen beide 10 - bis 15 Minuten, dann Rundumblick, Instrumente checken etc, weiterdösen. Funktioniert mit Windpilot und bei ruhigen Bedingungen für uns bestens. Tagsüber schläft, wer müde(r) ist.
    Steffi
    www.sy-yemanja.de
    Volkmar2 Skipper Skipper Posts:28
    --
    26.11.14 um 07:54
    Hallo Zusammen!
    Danke für die vielen Rückmeldungen!!

    Da ich meist als Skipper fahre finde ich die Lösung von "Venus" nicht so optimal.
    (Aber gelächelt habe ich :-) )

    @Quix
    Ich spüre halt mit zunehmenden Alter eine stärke Ermüdung nach mehreren Tagen, am undienlichsten war für mich das System mit 2 gleich starken Wachen und guten Wachführern. Da habe ich mich schon mal rausgenommen und gesagt ich unterstütz dann da wo ich gebraucht werde. Sind die echt gut, habe ich nur noch Kontrollaufgaben und bin beschäftigt nicht im Weg zu stehen.... :-)

    So long

    Volkmar
    Caroroo Segler Segler Posts:9
    --
    26.11.14 um 12:03
    Am Ende hängt das alles von der Größe, Zusammensetzung der Mannschaft, den seemännischen Anforderung, aber auch der Ausrüstung des Schiffes ab.
    Willst Du im November von Cuxhaven zu den Kanaren, sieht es völlig anders aus als im Dezember von Ost nach West über den Atlantik.
    Kannst Du mit drei Wachen fahren ist anders als wenn Dur Mannschaft für zwei Wachen hast.
    Bei mir fährt der Skipper wachfrei, wenn die Größe der Mannschaft das zulässt.
    Gerade am Anfang eines langen Törns erscheint die genaue Einhaltung eines Wachsystems als dringend angeraten, da sonst nach einiger Zeit alle gleichzeitig müde sind.
    Dass klassische System hat sich nicht ohne Grund seit ewigen Zeiten bewährt.
    Bei kleinen Mannschaften sollte man sich nach den individuellen Bedürfnissen und Möglichkeiten der Mannschaft richten und auf jeden Fall ein System wählen, dass lange Ruhephasen für den Einzelnen zulässt.

    Reemt
    MOANA MANU Skipper Skipper Posts:48
    --
    26.11.14 um 14:56
    Hallo zusammen,

    wir haben es auch so wie Wolfgang Quix gemacht, was sich zu zweit auch bei uns mit inzwischen über 100.000 SM bewährt hat.
    Allerdings am Tage haben wir es nicht ganz so streng mit der Wache genommen!

    Liebe Grüße
    Klaus Schulze
    Mut und Risiko sind die Bugwellen des Erfolgs! Seit 1980 TO-Mitglied; seit 2013 Stützpunktleiter in Berlin; Mail: Berlin1@Trans-ocean.org
    Franz Segler Segler Posts:7
    --
    26.11.14 um 16:22
    Hallo zusammen
    Wollte mich nochmals kurz zur Sache äussern. Aus der Fragestellung von Volkmar geht ja nicht hervor, wie viele Leute an Bord sind, und das ist ja ein sehr wesentlicher Punkt.
    Ich habe in einem vorhergehenden Post berichtet, dass ich bei einem Ueberfahrtstörn mit 3/3/3/6 gearbeitet habe. Das setzt aber voraus, dass man mindestens 5 Personen an Bord hat, die Wache gehen können, sonst geht es nicht auf.
    Der Vorteil dieser Einteilung liegt für mich darin, dass in der sechsstündigen Ruhepause auch eine echte Schlafphase drinliegt, ohne von zu langen Wachperioden komplett übermüdet zu sein.

    Cheers
    Franz
    Taubenuss
    Volkmar2 Skipper Skipper Posts:28
    --
    28.11.14 um 07:17
    Anmerkung,
    ja die Crewstärke und Ausbildung hatte ich nicht erwähnt. ist aber auch eine Frage wie und wo ich persönlich unterwegs bin und wieviel Mitsegler da sind.

    Was zum Schmunzeln, mit der Familie hatte wir immer das 2er System gefahren. Wobei die Kinder an Bord grundsätzlich (ab 12 Jahren) im System mit eingebunden sind. Früher hatte wir feste Wachen. Heute möchten beide Kinder in meiner Wache sein. Also wechseln die nach meiner halben Wache Ihre Wache.... geht im Augenblick auch gut. :-) (Natürlich mit dem Pubertärem Gesichtsausdruck den ich leider nicht nachmachen kann)

    Bei fremden Kinder trenne ich diese mit gutem Erfolg in den Wachen von den Eltern. Geht auch sehr gut....

    Danke für die viele Rückmeldungen. Denke wir bleiben bei dem 2 Wachen und 3/ 6 oder 4/ 6 Stunden Wachen... Drei Wachen müsste man mal ausprobieren, aber wo bekommt so viel Crew her :-)
    Ach so, aus Sicherheitsgründen finde ich 2er Wachen besser als einer Wachen.
    Bist Du alleine auf Wache, gehst Du dann doch mal schnell nach vorne um etwas zu klarieren ohne den anderen zu wecken.

    Seit dem ich irgendwann mit meiner Securmarweste, eingepickt nachts auf dem tanzenden Vorschiff mit einer Fock gekämpft habe und nach einer gewissen zeit meine Weste zwar sicher auf dem Vorschiff eingepickt war, ich aber die Weste nicht mehr an hatte, weil sie aufgegangen war bin ich da lieber vorsichtig. :-)
    So der Vorsatz. :-)
    Ach so der Grund für das öffnen war ein Konstruktionsfehler der Weste. Es gab eine Rückrufaktion, die irgendwie auf dem Atlantik an mir vorbei gegangen sein muß bei der 2 Jahre Wartung erklärte ich dem Verkäufer das ich die Weste nur noch als Schönwetterreserve nehme, und er erklärte das es da doch einen Rückruf gab. Ihr dürft raten welche Marke ich nicht mehr kaufe......
    guk Skipper Skipper Posts:63
    --
    20.04.16 um 15:27
    Kommt echt drauf an wer an Bord ist, wo man segelt und was man während Wache für Standards erfüllen will und wie sich das Boot verhält. Ein Rundblick und Check alle 15
    Minuten und 100% Autopilot ermöglicht problemlos 6 Std-Wachen sofern man nicht echt gefährliche Bedingungen hat. Für meine Frau und mich war das 2.5 Jahre lang der Standard mit zwei kleinen Kindern an Bord. Es gibt sogar Leute die schlafen auf Atlantik und Pazifik nachts durch weil sie sich auf AIS und digitalen Radar verlassen...
    Letztendlich geht es dann also darum, wer welches Maß an Unverantwortlichkeit akzeptiert oder nicht akzeptiert. So manche Landratte würde ja schon das Nachts Segeln als inakzeptabel bezeichnen.
    Bernd Senator Senator Posts:207
    --
    25.04.16 um 14:05

    Wachpläne die darauf beruhen dass man sich auf AIS und Radar verlässt und mehr oder weniger vor sich hin döst sind auch nicht mein Ding.
    Am liebsten sind mir 3-Wachen Systeme und dann tags 3 x 4 Std und nachts 4 x 3 Std. Dann macht einer zwar 2 Wachen pro Nacht, aber nur zu den Randzeiten.
    Vom medizinischen Standpunkt aus gesehen sind allerdings Wachpläne besser, die für jeden Wachgänger immer die selben Wachzeiten bedeuten. So wird es m.W. auch in der Handelsschifffahrt gehandhabt. Beim Freizeitsegeln ist es aber schwierig, einem Mitsegler klarzumachen dass er nun immer nachts die Mittelwache hat.

    Gruss Bernd
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