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letzter Beitrag 31.12.16 um 22:31 von  Bernd
Erfahrungen Atlantiküberquerung West-Ost im Winter
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Autor Nachrichten
Helu Segler Segler Posts:4
--
13.09.16 um 09:02

    Ahoi zusammen,

     

    ich habe im Winter 2015 meine 37 Fuß OVNI von Europa über die Kanaren und Kapverden in die Karibik gesegelt. Nun möchte ich das Schifferl für die Saison 2017 wieder ins Mittelmeer überstellen. Nach einigen Wochen Island Hopping wäre der Absprung Mitte Februar geplant. Als Route hätte ich die von Cornell vorgeschlagene "Direkt-Route" gewählt d.h. ab Antigua NO Kurs um bis auf 40° West südlich des 30. Breitengrads zu bleiben. Von dort dann direkt Kurs auf die Azoren. Ich würde - vor allem aufgrund der Wettersituation in den nördlicheren Breiten des Atlantiks - dieser Route den Vorzug über den "Standardrouten" via den Bermudas geben. Die Bermudarouten würden zwar mit halbwegs stabilen Westwinden locken, dafür ist auch die Wahrscheinlichkeit höherer See umso größer. Aufgrund der doch eher geringen Bootslänge möchte ich allzu große See eher vermeiden.

     

    Vielleicht gibt es in der Runde ja jemanden, der bereits eine Transatlantiküberquerung im Winter durchgeführt hat und uns ein paar Tipps mit auf dem Weg geben kann.

     

    Viele Grüße aus Salzburg

    Hermann

     

     

    Anhänge
    jamesmcdust Kommodore Kommodore Posts:112
    --
    13.09.16 um 12:26

    Hallo Hermann

    es ist schon länger her

    1983 musste ich Ende Februar ein Boot in Fort Lauderdale übernehmen. Wir haben die Route über Bermuda gewählt was sicht als ungünstig herausgestellt hat. Wir hatten sehr starke Westwinde mit max. 55 Kn und average seas von 33 feet(Wetterbericht von Portsmouth Virgina Coast Guard ak. Mechanical Mike). Dann auch wieder starke östliche Winde, die Wetterberatung des Seewetteramtes riet uns zum Durchhalten, da ein Abweichen vom Generalkurs nach Norden mindestens zu stürmischen Wind bzw. Sturm und nach Süden einen enormen Umweg bedeutet hätte. Also haben wir ein paar Tage aufgekreuzt, was ziemlich käftezehrend war.

     

    Angekommen auf den Azoren haben wir mit anderen Seglern gesprochen die direkt aus der Karibik (Guadeloupe, Antigua, St. Marteen)  kamen die von Flaute und viel Motoren erzählt haben.

     

    Ein weiteres mal bin ich Mitte März 1992 von Antigua nach den Azoren gestartet auf diesem Törn hatten wir vorwiegend günstigen Wind, abgesehen von ein paar Gewittern einen Tag nach dem Ablegen in English Harbour. Wir mussten sehr wenig motoren (insgesamt etwa 20 Std), allerdings hatten wir mitten auf dem Atlantik während einer kurzen Flaute dann doch noch einen Tampen mit Netz und einem Stück Plane in der Schraube, das Zeug konnte zum Glück nach einiger Überwindindung von uns entfernt werden. Für ein paar Tage hatten wir bis Horta einen Anlieger der uns Etmale um 170 SM bescherte so dass nach genau 13 Tagen in Horta einliefen. Bis zur Übergabe des Bootes in Ponta Delgada an die Folgecrew verblieb uns noch eine gute Woche während der wir verschiedene Inseln der Azoren zu Kurzbesuchen anliefen.

    Mast- und Schotbruch und "Audaces Fortuna juvat!"

    James

    Helu Segler Segler Posts:4
    --
    14.09.16 um 07:43

    Servus James,

     

    danke für Deine ausführlichen Schilderungen: ein direkter Anlieger mit solchen Etmalen wäre natürlich traumhaft. Wir bunkern dennoch mehr als genug Diesel für die zu erwartenden Flauten und stellen uns auf den einen oder anderen Starkwind ein.    ;-)

     

    Viele Grüße

    Hermann

    wir-sind-skipper Leichtmatrose Leichtmatrose Posts:1
    --
    29.12.16 um 12:59

    Ich bin im November / Dezember 2014 von Gran Canaria nach St. Marteen gesegelt. Der Passatwind hat nicht konstant geweht und die Überquerung ist von viel Flaute und Motoren gezeichnet gewesen. Ohne den Diesel eines anderen Schiffes auf hoher See wäre die Überfahrt nicht im zeitlichen Rahmen möglich gewesen. Daher das nächste mal lieber einen Kanister Diesel mehr mitnehmen wink

     

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    www.wir-sind-skipper-2014.at

    Bernd Senator Senator Posts:207
    --
    31.12.16 um 22:31
    veröffentlicht von wir-sind-skipper am 29.12.16 um 12:59

    Ich bin im November / Dezember 2014 von Gran Canaria nach St. Marteen gesegelt. Der Passatwind hat nicht konstant geweht und die Überquerung ist von viel Flaute und Motoren gezeichnet gewesen. Ohne den Diesel eines anderen Schiffes auf hoher See wäre die Überfahrt nicht im zeitlichen Rahmen möglich gewesen. Daher das nächste mal lieber einen Kanister Diesel mehr mitnehmen wink

     

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    www.wir-sind-skipper-2014.at

    Es geht bei dieser Diskussion um einen Törn in der Gegenrichtung!!

     

     

     

    Gruss Bernd
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