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letzter Beitrag 16.01.18 um 12:44 von  Dody
Puettinge
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Dody Kommodore Kommodore Posts:142
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11.01.18 um 23:31

    Moin zusammen,

    da gab's 'nen kleinen Schubs und daraufhin kam mir die Idee einfach Euch mal zu fragen:

    Ich muss mir was neues einfallen lassen fuer meine Puettinge.

    Das ganze war echt clever geloest worden als Tonga gebaut wurde damals. Im korrekten Winkel in dem die Stage jeweils angreifen ging ein breiter Stahlstreifen, galvanisiert, um den kompletten Rumpf. Diese Streifen waren verschweisst mit dem was oben an Deck als Puettinge sichtbar war, massive Halterungen in Inox. Die galvanisierten Streifen waren zwischen Sperrholz und aeusserer Laminatschicht angebracht und mit dem Sperrholz und den Planken vernagelt - damit also vor jeglichen Einfluessen abgeschirmt solange die Caprail kein Wasser durch laesst.

    Austausch von Planken, saemtlicher Naegel, der Sperrholz-Haut und dem Laminat machen es fuer mich erforderlich die Frage der Puettinge neu zu loesen.

    Ja, natuerlich kann ich diese echt clevere Loesung einfach kopieren. Moechte ich gewissermassen auch gerne, denn sie hat 57 Jahre lang perfekt funktioniert.

    Mit einer Ausnahme: in 2008 brach mir genau im falschen Moment eine Schweissnaht. Backbordseite, Achterstag und Oberwant Besan. Korrodierte Schweissnaht und nicht sichtbar. Nicht von innen, nicht von aussen. Nix passiert gluecklicherweise.

    Statt wieder Galvi zu nehmen hab' ich mich mit dem Gedanken von Komposit-Chainplates beschaeftigt. Es funktioniert nicht, nicht im typischen Sinne, weiss ich jetzt mit Sicherheit, weil mein Schiff kein reines Fibreglass-Schiff und kein Fibreglass Neubau ist, und damit die aeusserst wichtige Integritaet der Fibern im gesamten Komplex aeusserst fraglich ist.

    Schoen und gut ...

    Was aber, wenn ich versuche einen Weg zu finden die Galvi-sheets, die um den gesamten Rumpf herumgriffen, durch diverse Lagen, zB. bidiagonal 45 º genaehtes Fibreglass, zu ersetzen und einen Weg ausbaldowere sie mittels Bolzen z.B. mit den Puettingen (neu) die hoch an Deck (neu) reichen verbinde?

    Was auch immer letztendlich die Loesung sein sollte, ich moechte auf keinen Fall aussenliegende Puettinge weil ich mich damit ganz sicher genau im falschen Moment im falschen Ort verhaken werde wenn ich es ueberhaupt nicht brauchen kann, und weiss, dass sie nicht 100 % dicht zu kriegen sind.

    Was sind Eure Ideen? Sprudelt einfach mal los bitte :-D!

    Fair winds Dody

    Dody Kommodore Kommodore Posts:142
    --
    16.01.18 um 12:44

    Moin zusammen,


    es hat da wohl ein bisschen Durcheinander gegeben mit der Frage wovon ich denn wohl sprechen koennte.


    Ausloeser des gesamten Themas ist, dass ich die Planken-Spanten-Verbindung an meinem Schiff (Holz-GFK-Komposit) mit neuen Naegeln ausstatten muss. Dafuer muss die gesamte Aussenhaut runter inclusive der alten Puetting-Systeme, neue Naegel, alles wieder aufbauen mit 3 Lagen diagonal Sperrholzstreifen, darueber Fibreglass.


    Folgende 4 Artikel haben mich auf die Idee gebracht einen neuen Weg zu gehen was die Puettinge anbelangt:


    http://www.briontoss.com/spartalk/s...php?t=2634
    http://marine.marsh-design.com/content/composite-chainplates-ideal-solution-composite-hulls
    http://www.galeneproductions.com/building_galene/Chainplates.html
    http://picassol.co/2015/10/04/composite-chainplates.html


    Allerdings, so weit bin ich schon gekommen, scheidet ein identischer Weg bei meiner Bauweise aus. Ich kann weder monofilamente Fasern benutzen, noch kann ich Carbonfaser benutzen und entsprechend koennen die neuen Puettinge nicht durchgehend in einem Stueck hergestellt werden.


    Ich bin heute morgen kurz nach 3 aufgewacht und sah ploetzlich die Loesung glasklar vor meinen Augen. Stift geschnappt, Papier, und alles aufgeschrieben. Es wird eine kombinierte Loesung mit innen an der Bordwand anliegenden Puettingen aus 316L oder Titan, Fibreglasstreifen entlang der Kraftaufnahme-Linie zwischen 1. und 3. Lage Sperrholz, Titanbolzen mit grossen Unterlegscheiben von aussen nach innen gehend, der Kopf plan mit der 3. Lage Sperrholz und die Muttern von der Innenseite.


    Auf die Art ist es Wasser- und Luftdicht, ich habe nichts aussen an der Bordwand herausstecken, ich kann den Metall-Teil der Puettinge von innen begutachten, und alle 10 Jahre die Bolzen ziehen um sie zu kontrollieren ist kein tragischer Aufwand.


    Ganz lieben Dank an alle die sich das durchgelesen und die einen oder anderen Ideen-Ansaetze am entwickeln waren! Falls Euch noch was einfaellt, immer her damit :-D!


    Fair winds Dody

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