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letzter Beitrag 19.05.18 um 01:23 von  Dody
Scotty - Emergie
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Autor Nachrichten
AstriaLuv
Segler
Segler
Posts:6


--
14.05.18 um 14:23

    Moin TO'ler,

    ja - Scotty - Energie - wann das mal so einfach wäre.

    Ich möchte die Grundversorgung der elektrischen Energie nicht allein auf Hauptmaschine und Batterieen  fundieren deshalb brauche ich noch Alternativen. Sonnenpanele kommen aus Platzgründen nicht in Frage und einen riesigen Instrumententräger möchte ich nicht. Ich denke da über ein "Silentwind" und / oder ein "Honda EU10i" Generator nach.

    Wie habt ihr das Problem gelöst?

    Über Tipps und Hinweise würde ich mich freuen.

    Gruß Astrid

    Dody
    Kommodore
    Kommodore
    Posts:158


    --
    14.05.18 um 15:09

    Hi Astrid,

    kommt drauf an wo Du hinwillst und wie lange Du gerne die Moeglichkeit haben moechtest autark zu bleiben.

    Ich habe bei mir sowohl einen kleinen Generator (den ich aber ehrlich gesagt scheinbar nur fuer den Notfall mit mir herumschleppe falls ich irgendwo mal autark ueber laengere Zeit mit meinen Maschinen arbeiten muss bzw fuer meine mobile 220V Pumpe bei Wassereinbruch - gebraucht habe ich ihn bisher nicht), ausserdem Windgenerator (AirX mit den Windkanal-getesteten Fluegeln) und 2 Solarpanels. Ausserdem hab' ich meine Lichtmaschine durch eine neue mit 145 Amp getauscht (meine Engine hat 130 PS, sie leistet bei mir im Standgas bereits 90 Amp) und AGM-Batteries weil sie in der Lage sind die Ladung schneller aufzunehmen.

    Bis jetzt kam ich mit Wind und Solar (2 x 65 WP, alte Version) ausser in den Wintermonaten wenn die Sonne zu niedrig steht prima ueber die Runden, werde aber die Panels wenn das Re-Built abgeschlossen ist durch moderne mit 100 WP each tauschen. Bei mir laeuft der Autopilot auf Langstrecken 24 Stunden durch, ich habe (wird noch ersetzt) eine continuous-running pump die auf die Hydraulik geht und 8 Amp verbraucht. Ausser bei staerkerem Wind muss da 1 x am Tag die Maschine mitdieseln.

    Die Batteriekapazitaet hab' ich aufs worst-case szenario berechnet und entsprechend umgesetzt.

    Fuer die Solarpanels hab' ich auch keinen Geraetetraeger. Ich hatte sie als kurzfristige Uebergangsloesung zum ausprobieren aufschwenkbar und per Holzstock hoehenarretierbar an meinem Relingsdraht montiert (8 mm 1x19). Das wurde zur Semipermanenten Loesung mit der ich so zufrieden bin dass ich die neuen auf gleiche Weise anbringen werde wenn es dann endlich wieder so weit ist.

    Fair winds
    Dody

    jamesmcdust
    Kommodore
    Kommodore
    Posts:109


    --
    14.05.18 um 17:10
    Hola Astrid
    am meisten Energie habe ich beim Segeln gebraucht: Autopilot, Kühlschrank (Box), Laptop für Navigation, Instrumente, AIS, ab Dämmerung bis Morgen: 3-Farben Led, Led Beleuchtung Innen. Darum habe ich mir, zusätzlich zu den vorhandenen Solarpaneelen, Gedanken über einen Schleppgenerator gemacht. Watt and Sea war mit definitiv zu teuer, Schleppsysteme an Leinen zu unhandlich da ich meist einhand unterwegs war, aber bei Mergerandfriends habe ich einen Schleppgenerator gesehen der mich beeindruckt hat und finanziell bestens ins Budget gepasst hätte. Ich habe ihn nicht gekauft, da ich das Hochseesegeln aus familiären Gründen aufgeben musste.
    Good luck!
    James
    AKKA
    Senator
    Senator
    Posts:570


    --
    16.05.18 um 03:34

    Astrid,

    nun kenne ich weder Schiff noch geplantes Fahrtgebiet, doch hier unser Beispiel: 

    2 Personenhaushalt mit 42' Mono seit 2007 auf Blauwasser. Wichtigster Energielieferant sind Solarpanele mit 360Wp. 2x 105Wp schwenkbar an Reling und 1x 150Wp fest auf Heckträger, zusammen liefern sie bis 25A. Gleichfalls wichtig, aber an 2. Stelle, ein "Superwind 350W", der vereinfacht Windstärke in kn minus 10 = Ampere liefert. (20kn = 10A oder 10kn = 0A) ... gilt auch nachts(!). Batteriebank z.Zt. 630Ah AGM. So gerüstet reicht es für uns inkl. Echotec-Wassermacher (12V, 48l/h) und wassergekühlter 120l Kühlbox, Inverter, Autopilot und alle Instrumente doch ohne Tiefkühltruhe, Waschmaschine oder AirCon. - Der Motor kann mit 120A Lima zuladen, wird aber nur alle paar Monate mal dafür eingesetzt. (z.B. Regenzeit in Suriname, doch dieses Jahr in der Kaibik noch gar nicht). - Für Wellen- oder Schleppgenerator sind wir zu wenig in Fahrt, liegen lieber am Anker.

    Wir favorisieren Solarpanele, denn einmal installiert sind sie immer einsatzbereit, ohne Wartungsaufwand und Folgekosten. An der Reling (egal ob Draht oder Rohr) schwenkbar aufgehängt und mit zwei Rohrstützen (ww. längenverstellbar für bessere Ausrichtung, nutzen wir aber nicht) sicher gehalten, bleiben unsere Panele auf See oder am Ankerplatz stets waagerecht aufgestellt, allein bei Manövern in engen Marinas klappen wir sie herunter. Panele im "Relingsformat" beanspruchen eigentlich keinen Platz noch sind sie irgendwie hinderlich, weil sie nach außen aufgestellt werden. Sie sind nicht breiter als Reling hoch und mit ca. 120 x 55cm geben sie inzwischen bis 120Wp ... beidseitig = 240Wp. Für mehr, dann doch vielleicht ein ungeliebter Heckträger. Bei uns überwiegt das Leben am Ankerplatz, sodaß ein Wellen- oder Schleppgenerator wenig Sinn macht.

    Anhänge
    AstriaLuv
    Segler
    Segler
    Posts:6


    --
    17.05.18 um 13:36

    Moin TO'ler,

    zunächst einmal vielen Dank für eure Antworten. Es sind Fragen nach Schiff und Fahrgebiet aufgekommen.

    Das Schiff ist eine Nordsee 39 der Werft Dübbel und Jesse, auch zu finden in Vesselfinder - einfach nach ASTRIA suchen und ASTRIA-LUV anklicken. Dort ist auch ein Bildchen hinterlegt.

    Fahrgebiet ist meine Heimat also die blaue Kugel die als 3. Planet die Sonne umkreist. Ich willl auf eine mehrjährige Weltumseglung. Gesteuert wird das Schiff vorzugsweise mit eine Windpilot Pacifik. Ich gehe davon aus dass ich die gesammte Navionik während der langen Schläge nicht mitlaufen lassen muss. Einmal am Tag eine Position mit dem Hand-GPS wird reichen. Radar kann während der Nacht und der Schlafperioden temporär zugeschaltet werden. Da ich keine größeren Verbraucher wie Waschmaschine oder Klimaanlage an Bord habe sollte sich der Verbrauch in Grenzen halten. Ich denke dass ich mit eine "Superwind"  und einem "Honda EU10i" als Backup klar kommen sollte. Zusätzlich könnte ich mir noch eine stärke LiMa für die Maschine gönnen.

    Solltet ihr noch Fragen und vor allem Vorschläge und Tipps haben - immer her damit.

    Bis dahin
    Astrid

    Frau Gans
    Senator
    Senator
    Posts:295


    --
    17.05.18 um 17:17
    Hm. Nochmal die AKKA, diesmal die andere Seite.
    Ich verstehe zwar, dass der Generator die Solarpanele ersetzen soll, aber ich halte das für ... naja, lästig. Auf Vorwindstrecken wirst Du nicht extrem viel Ertrag aus dem Windgenerator erzielen (wir haben einen, der ist das Topup für die Panele).
    39 Fuß sind ja nicht klein -ich würde mir das mit dem Solarpanel noch einmal überlegen. Nur als Beispiel: Der ganze Südpazifik ist Solarpanelgebiet, und die Passagen sind eher lang, gleichzeitig ist aber nicht alles geradeaus -zwischen den Inseln wirst Du die Navigation sicher durchlaufen lassen, da braucht auch ein Handheld Strom. Willst Du da wirklich den Generator anschmeißen (mal abgesehen davon, dass mir nicht nur das eigene Gebrummel und Geplätscher, sondern auch benachbarte Generatornutzer auf den Keks gehen)? Zumindest würde ich auf wirklich sparsame Verbraucher achten, eine sehr ökonomisch arbeitende Kühlung (sofern Du so etwas hast) etc. Wirst Du funken? Entertainment ist natürlich gestrichen ;) ..

    Gruß
    Andrea
    Dody
    Kommodore
    Kommodore
    Posts:158


    --
    18.05.18 um 23:58

    Astrid, alles schoen und gut mit der blauen Kugel, darum geht es uns allen. Die Fragen wegen des Fahrtgebietes sind aufgetaucht weil Dein Schiff in der Nordwestpassage, in Patagonien oder Antarctica andere Beduerfnisse fuer Dich erfuellen muss als in der Karibik oder anderswo in den gemaessigten Breiten, und damit natuerlich auch an Deine Stromversorgung.

    Ich schliesse mich mit vollem Herzen und absolut der Aussage von Andreas und Andrea von der AKKA an. Benzin- oder Dieselbetriebene Generatoren, sie koennen schallisoliert sein bis ins unendliche, stoeren mit ihrem Betriebsgeraeusch nicht nur den friedlichen Ankerplatz sondern auch Dein eigenes Leben und Wohlfuehlen auf See. Das gleiche gilt fuer einen Motor der laufen muss um die Batterien zu laden. Und noch aerger sind Kuehlkompressoren fuer Kuehlschraenke und Freezer, die Wassergekuehlt arbeiten und 24 Stunden am Tag Wasser ausspucken - am liebsten natuerlich oberhalb der Wasserlinie damit alle Nachbarn am Ankerplatz auch wirklich richtig nett davon geniessen koennen.

    Es ist eine Sache, einen Generator fuer Notfaelle dabei zu haben, und sicherlich keine schlechte. Es gibt Momente in denen man sich zB. eben mal mit dem Anglegrinder aus einer Notsituation befreien muss oder eine Mega-Pumpe am laufen halten muss um das Schiff vom Absaufen zu bewahren. Das sind Notsituationen, in die gluecklicherweise kaum einer von uns jemals kommen wird.

    Einen Generator als regulaeren Stromerzeuger mitzuschleppen bedeutet, dass Du eine Menge zusaetzlichen Treibstoff bunkern und Dein Schiff mit dem Gewicht davon belasten musst. Du musst regelmaessig nachtanken, und natuerlich dafuer eine Tankstelle finden und anlaufen. Was moeglicherweise nicht unbedingt auf Deinem Weg liegt. Und, auch wenn der Aufwand sicherlich nicht gross ist, Du musst das Ding regelmaessig warten wenn Du moechtest dass er jedesmal zuverlaessig anspringt wenn Du den Knopf drueckst. Da es so ziemlich Deine Haupt-Stromquelle sein wird, muss das. Eine Sache mehr auf der regelmaessigen To-Do-Liste die Zeitaufwand von Dir erfordert, den Du moeglicherweise lieber mit geniessen, erkunden, erforschen oder tollen Abenteuern zu erleben verbringen moechtest.

    Ja, sicher, man koennte von Marina zu Marina segeln und sich da mit Strom auftanken wenn man das wollte. In manchen Ecken sind die allerdings sehr duenn gesaeht, falls ueberhaupt vorhanden. Klar, muss man ja nicht hingehen. Sehe ich zwar nicht als Alternative aber gut, jedem Menschen sein Himmelreich.

    Mit Solar-Panels hast Du keine Wartung. Sie brauchen keinen Sprit. Du kannst das "gesparte" Gewicht fuer anderes einsetzen was Dir lieb ist und auf das Du nicht verzichten magst. In den gemaessigten Breiten hast Du ueblicherweise Sonnenland und damit keine Stromdefizite. Und: sie geben keinen Muks von sich und machen trotzdem das was sie sollen: Strom erzeugen!

    Denk' einfach noch mal drueber nach!

    Fair winds
    Dody

    PS: bei der Gelegenheit, wie hast Du Deine Batterien und Batterie-Kapazitaet geloest?

    PSS: bei mir an Bord gibt es keinen Elektro-Schnickschnack bisher. Radar ja, VHF und SSB ja. Bisher kein AIS (kommt aber, wegen Thailand und veraenderter Verhaltensweisen von Seglern), und bisher kein Chartplotter oder mitlaufendes Laptop sondern Papierkarten und GPS. Nach ausprobieren auf einem anderen Schiff fand ich es ziemlich angenehm bei den Ansteuerungen live-Blick auf Karten zu haben, speziell weil ich singlehanded unterwegs bin. Kann sein dass ich da doch nochmal in mich gehe und aufrueste.

    Dody
    Kommodore
    Kommodore
    Posts:158


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    19.05.18 um 01:23
    Mangels Informationen ueber Deine Astria-Luv hab' ich auf Internet eine Nordsee 39 gefunden, Alu-Rumpf mit Hubkiel der ueber eine elektrische Winsch betrieben wird. Nicht dass es wirklich wichtig waere, denn Du kannst den Kiel ja auch einfach unten lassen. Aber falls das Setup bei Dir das gleiche ist, koenntest Du diese Winsch auch Manuell bedienen falls mal kein Saft mehr da ist?
    Fair winds
    Dody
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