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letzter Beitrag 17.06.22 um 09:48 von  HANTA-YO
Nanni Diesel N4.80 - Erfahrungen
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Autor Nachrichten
HANTA-YO
Posts:3


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15.06.22 um 16:24

    Hallo,

    Für unseren 25 Jahre alten Nanni Diesel 4.220 HE steht eine Ersatzbeschaffung an.

    Bei meiner Suche bin ich auf den Nanni Diesel N4.80 gestoßen und überlege den zu kaufen. Den Unterlagen nach ist er nahezu gleich groß, die Motorlager würden passen, so dass keine Umbauarbeiten nötig wären.

    Der Motor ist jetzt seit ca. 4 Jahren auf dem Markt, so dass es mittlerweile Erfahrungswerte geben müsste.

    Kann mir jemand Informationen geben, die über die Beschreibung der Werft hinausgehen?

    Interessant wäre zu erfahren, ob der Turbolader zuverlässig funktioniert, etwas zur Geräuschentwicklung und zum Kraftstoffverbrauch etc.

    Grüße Klaus-D. Kosok

    wijosef
    Kommodore
    Kommodore
    Posts:146


    --
    16.06.22 um 09:32

    Servus Klaus,
    Ich habe Deine Anfrage schon im mehreren Foren gesehen, ohne sinnvolle Resonanz.
    Schade, dass Du mit Deinem 4.220 nach 25 Jahren Pech hattest.Diese Motoren sind dann normalerweise erst eingefahren, hihi.
    Zum Turbo an Bootsmotoren ist bei allen Herstellern zu sagen, der Turbo stirbt in der Regel, erheblich früher, bevor der Basismotor verschlissen ist.
    Ich vermute thermische Probleme im geschlossenen Motorraum von Booten.
    Diese Probleme treten auch bei manchen Pkw- Motoren auf. So hatte der 1,6 HDI im BMW Probleme, im Peugeot eher weniger, um ein Beispiel zu nennen.
    Ein Lader hängt an der Druckumlaufschmierung des Motors.
    Wrd das durchlaufende Öl über seine Spezifikation erhitzt, bilden sich Ablagerungen ( Ölkohle).
    Über die Jahre setzt sich damit der Ölkreislauf zu und der Lader frisst sich.
    Beim Pkw wird dann mehr oder weniger erfolgreich der Ölkreislauf gespült, um die Späne und die Ablagerungen zu entfernen.
    Dann wird der Lader erneuert.
    Beim Boot habe ich keine Idee, wie der Motor ohne Ausbau gespült werden kann.
    Zum Motor ist zu sagen, er ist eine Weiterentwicklung aus den 80er, 90er Jahren,
    Vorkammertechnik mit relativ niedrigen Drücken und langer Lebensdauer.
    Um die Emisionen zu senken, wurde in dieser Zeit die Vierventiltechnik bei den meisten Herstellern eingeführt.
    Die Einspritzpumpe ist eine Bosch Reiheneinspritzpumpe, die auch bei den legendären Mercedesmotoren verbaut war.
    Der Motor wurde für Kleintraktoren, Baumaschinen und Stationäraggregate entwickelt.
    Das hört man aber auch, ein Traktormotor eben.
    Zum Verbrauch ist zu sagen, er wird vermutlich 8% weniger im Volllastbereich verbrauchen, als Dein alter Motor.
    Dass Du im Teillastbereich eine erkennbare Spriterspanis hast, wage ich zu bezweifeln.
    Liebe Grüße Josef

     

    wijosef
    Kommodore
    Kommodore
    Posts:146


    --
    16.06.22 um 12:23

    Berichtigung: Die Reiheneinspritzpumpe von Bosch hat der N 4.85. Der N4.80 hat sie vermutlich nicht.

     


    Liebe Grüße Josef

    HANTA-YO
    Posts:3


    --
    17.06.22 um 09:48

    Hallo Josef,

    vielen Dank für Deine informative Auskunft.

    Bei mir ist soviel angekommen, dass bei der Ölwahl die Turbotauglichkeit besonders zu beachten ist, um die von Dir beschriebenen Probleme zu verhindern. Oder wenigstens zu verschieben.

    Dass der Turbo vor dem Basismotor die Mücke macht, habe ich schon im Hinterkopf. Es sollte halt nicht so sein, dass man ihn alle 500 Motorstunden tauschen muss. Aber das ist wohl nicht der Fall.

    Die Spritersparnis steht nicht im Vordergrund, ich bin schon zufrieden, wenn er nicht wesentlich mehr braucht.

    Zur Standzeit insgesamt wäre zu sagen, dass er uns bootstechnisch wohl aushalten wird. Ich werde demnächst 65 und wir wären froh, wenn wir solange gesund und fit bleiben, dass wir noch die nächsten 10-15 Jahre auf dem Boot rumkrebsen können.

    wenn dann der Kahn irgendwann mal "altershalber" zum Verkauf steht, wäre der Motor quasi in seinen "besten Jahren".

    Aber das ist noch hin, für heute bedanke ich mich nochmals und schicke Dir Grüße aus der karibikblauen Bucht von Pelosa, Sardinien 

    Klaus

     

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